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Meereisfläche im Arktischen Ozean
2018 - Meereisflächen im Arktischen Ozean auf dem sechsttiefsten Stand

Die Auswertung von Satellitendaten von Forschern des National Snow and Ice Data Centers (NSIDC) und der NASA ergab, dass die arktische Eiskappe am 19. September 2018 und erneut am 23. September 2018 mit 4,59 Millionen km2 die geringste Fläche aufwies. Nur in 5 anderen Jahren wurden noch geringere Werte festgestellt.

Das Sommerminimum im Jahr 2018 lag um 1,63 Millionen km2 unter dem Durchschnittswert für die Jahre von 1981 bis 2010.

Die Forscher haben berechnet, dass sich die Meereisfläche in der Arktis seit 1970 pro Jahr im Durchschnitt um rund 54'000 km2 vermindert hat. Der jährliche Meereisverlust entspricht etwa der Fläche der beiden U.S.-Bundesstaaten Maryland und New Jersey.

Die arktische Meereisfläche war am 13. September 2017 um 1,58 Mio. km2 geringer als der Mittelwert für den Zeitraum von 1981 bis 2010. Die Eisfläche war hingegen um 1,25 Mio. km2 grösser als 2010 und um 500'000 km2 grösser als 2016.

Das Wintermaximum erreichte im Januar und Februar 2018 einen besonders tiefen Wert. In der Zeit von März bis Mai 2018 wurden die zweitgeringste Meereisausdehnungen für diese Jahreszeit seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen gemessen.

Die Ausdehnung der arktischen Meereisflächen unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen. Im Herbst und im Winter wächst jeweils die Meereisfläche, im Frühling und im Sommer verringert sie sich. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Werte für die Sommerminima und die Wintermaxima markant verkleinert. Die Abnahme der Meereisbedeckung in der Arktis ist ein Abbild der weltweiten Änderungen Klimaverhältnisse undder Meeresströmungen.

Im arktischen Sommer 2018 herrschten in verschiedenen Gebieten der Arktis unterschiedliche Wetterbedingungen. In einigen Region überstiegen die Temperaturen den langjährigen Durchschnittswert und markante Schmelzprozess setzten ein. In anderen Region war es kühler als in normalen Jahren.

Ein ausserordentliches Phänomen konnten die Wissenschaftler in der Packeisschicht nördlich von Grönland beobachten. In dieser Region befindet sich üblicherweise das älteste und dickste Meereis in der Arktis. Im Sommer 2018 öffnete sich eine Lücke in der Eisschicht, welche einer Polynja (Polynya) ähnlich war. Eine Polynja ist eine zunächst eisfreie Zone entlang des Schelfeises, welche im Verlaufe des arktischen Winters mit nur dünnem Neueis bedeckt wird.

Die Verbindung von dünnem Meereis und aus südlichen Richtungen zufliessenden warmen Winden beschleunigt das Schmelzen der Meereisschichten in dieser Region. Diese Entwicklung beeinflusst die Prozesse für mehrere Jahre. Zu Beginn absorbieren die eisfreien Meeresflächen Sonnenlicht und das Meerwasser erwärmt sich. Die Meerwassertemperaturen haben einen entscheidenden Einfluss darauf, wie schnell sich am Anfang des arktischen Winters neues Meereis bilden kann. Die Dicke der neue gebildeten Meereeisflächen hat Auswirkungen auf das lokale Ökosystem. Robben und Eisbären benötigen für die Futterbeschaffung dickeres, Schnee bedecktes Meereis.

Quelle: National Snow and Ice Data Center (NSIDC), 8. Oktober 2018
Text: RAOnline
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Im September 2016 kühlt sich die Luft über der arktischen Regionen bereits ab. In diesen Wochen verliert das Meereis an der Oberfläche nur noch wenig Material. Die NSIDC-Wissenschaftler erklären daher die ausserordentlich hohe Abschmelzgeschwindigkeit mit einer starken Wärmezufuhr in den oberen Meerwasserschichten.

Den stärksten Meereisrückgang wurde in den Meeresflächen nordwestlich von Alaska und in der Chukchisee beobachtet. Anfangs September 2016 durchquerten zwei starke Stürme diese Meergebiete. Diese Stürme haben möglicherweise den Meereisrückgang beschleunigt.

Vor Beginn der arktischen Abschmelzperiode hatte sich zudem in den arktischen Meeren eine dünne Eisschicht gebildet, welche mit wenig Wärmeenergie schmelzen konnte.

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