RAOnline Biologie - Gesundheit
Kopflaeuse
Kopfläuse
vorangehende Seite
end
Umwelt und Gesundheit Kopfläuse
Kopfläuse: Nein, danke!
Kontrolle ist die beste Vorsorge
12 Tipps
Elternbrief der Schulbehörden
Umwelt und Gesundheit Weitere Informationen
Links
Gesellschaft, Gesundheit & Soziales Naturwissenschaften - Technik
Kopfläuse: Nein, danke!
Kopfläuse zu bekommen ist keine Frage der persönlichen Hygiene.
Läuse fühlen sich auch auf den saubersten Köpfen wohl. Die über tragung von Kopfläusen geschieht durch direkte Berührung oder durch das Benutzen von befallenen Kleidungsstücken.
Der Stich der Läuse zur Aufnahme von Blut verursacht Juckreiz. Juckreiz ist häufig ein erstes Anzeichen für einen Läusebefall. Läuse ernähren sich von menschlichem Blut. Läuse verhungern, wenn sie nicht regelmässig Blut saugen können. Kratzwunden können sich sekundär entzünden.

Es gibt aber auch Produkte, die Kopfläuse rein physikalisch, also ohne Schädigung des Nervensystems, abtöten. Dies sind Präparate auf der Basis pflanzlicher Öle, die als Schampoo, in flüssiger Form oder als Gel in der Apotheke angeboten werden.

nach oben

Kopfläuse: Kontrolle ist die beste Vorsorge
In der Apotheke erhalten Sie Präparate, die Kopfläuse schnell und wirksam beseitigen. Es gibt chemische und pflanzliche Produkte, die das Nervensystem der Läuse schädigen. Leider können diese Produkte zu Nebenwirkungen führen. Vor allem, wenn durch das Kratzen auf der Kopfhaut Wunden entstanden sind, durch die die Nervengifte in die Blutbahn eindringen können.
Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Läuseplage ausgestanden wäre, sobald der Juckreiz verschwunden ist.
Eine erneute Übertragung bzw. ein Wiederaufkeimen der Läuseplage ist jederzeit möglich. Schauen Sie daher regelmässig, wie bereits beschrieben, den Haarboden gründlich durch, und beginnen Sie beim kleinsten Verdacht wieder mit der Behandlung.
Auch die Umwelt muss behandelt werden. Läuse halten sich bei starkem Befall nicht nur an Menschen auf, sondern kurzfristig auch an Kleidungsstücken und Wohntextilien.
Heiss waschen, was heiss waschbar ist: Bürsten und Kämme (im Stoffbeutel), benutzte Bettwäsche und kochfeste Kleidung wäscht man bei 60 C.
Isolieren, was man nicht waschen kann: Läuse verhungern, wenn sie nicht regelmässig Blut saugen können. Dies macht man sich bei allen nicht heiss waschbaren Gegenständen (z.B. Sofakissen und, bei Kindern ganz wichtig, die Kuscheltiere) sowie bei nicht kochfester Kleidung zunutze. Diese Sachen werden für 4 Wochen in einen Plastiksack gesteckt, der dicht verschlossen wird. Dann sind auch die zuletzt geschlüpften Läuse verhungert.
Schneller geht es durch einen Kälteschock: Nach 48 Stunden in der Tiefkühltruhe ist auch die letzte Laus erfroren. Putzen, was man nicht waschen oder isolieren kann: Alle Polstermöbel, Teppichböden, Autokopfstützen u.ä. reinigen Sie gründlich mit einem Staubsauger. Der Staubbeutel sollte für eine maximale Saugleistung unbedingt neu sein und gleich danach weggeworfen werden!
Alle Personen, welche sich im Umfeld von befallenen Personen aufgehalten haben, sollten sich während mindestens 12 Tagen das Kopfhaar sorgfältig auf Läusebefall prüfen oder sicherheitshalber ein Präparat gegen Läuse benutzen.

nach oben

Zwölf Tipps
Alle Familienangehörigen und Kontaktpersonen von Betroffenen sollten gründlich auf Läusebefall untersucht werden.
Kopfläuse sind ca. 2,4-3 mm gross und eher lästige als schädliche Plagegeister. Ein Befall äussert sich meist in starkem Juckreiz.
Eine Folge der Juckreize können Kratzwunden sein, die sich unter Umständen entzünden.
Die Weibchen legen Eier (sog. Nissen) an den Kopfhaaren ab. Diese haften dort sehr fest und sind durch einfaches Haarwaschen.
Die Weibchen legen Eier (sogenannte Nissen) an den Kopfhaaren ab.Diese hafte dort so fest und sind durch normales Haarwaschen nicht zu entfernen.
Dadurch lassen sie sich auch gut von Kopfschuppen unterscheiden, die nicht fest am Haar haften.
Läuse können nicht gut springen. Läuse werden meistens durch direkten Kontakt übertragen, z.B nebeneinander hängende Kopfbedeckungen, gemeinsam benutzte Kissen, Kämme oder Spieltiere usw.
Die Behandlung erfolgt durch Abtötung der Läuse. Wichtig ist eine gleichzeitige Behandlung aller Familienangehörigen. Hierzu gibt es in der Apotheke verschiedene Lösungen, Sprays oder Schampoos.
Bei nicht gründlicher Anwendung kann nach ca. acht Tagen die nächste Generation Läuse schlüpfen. Nach einer Woche sollte man daher den Kopf wieder genau untersuchen und bei Bedarf noch einmal behandeln.
Ergänzend zur Abtötung der Läuse müssen Kämme und Bürsten gründlich gereinigt werden.
Wäsche bei 60° C waschen. Sollte dies nicht möglich sein, bewahrt man sie für vier Wochen in einem dicht verschlossenen Plastiksack auf. Dadurch werden die Läuse ausgehungert.
Böden und Polstermöbel müssen von losen Haaren gründlich gereinigt werden.
Spielzeug und Plüschtiere kann man für einen Tag in den Gefrierschrank legen, um die Läuse abzutöten.
RAOnline gibt den Tipp von Frau Grubenmann weiter:
Gute Erfahrungen
Ursprünglich selber mit einem gegen Lausgift resistenten Lausstamm konfrontiert, wurde ich die Plage schlussendlich nur mit einem guten Lauskamm los (Pflegebalsam - Methode). Ich empfehle ausschliesslich den Nisska - Laus- / Nissenkamm der seit rund 80 Jahren für seine Qualität bekannt ist, denn mit der richtigen Methode kommt man auch ohne Gift ans Ziel!

Marianne Grubenmann

vorangehende Seite