RAOnline EDU: Arktische Biodiversität - Arktis: Verbreitung der Seevögel - Lummen
Ökosystem & Biodiversität: Arktis und Antarktis
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Arktis: Verbreitung der Seevögel - Lummen
Seevögel: Lummen - Verbreitung der Populationen
grössere Karte: Verbreitungsgebiet der Lummen
Lummen ist eine Vogelart, von welcher auf der Nordhalbkugel mehr als 10 Millionen Tiere leben. Es gibt zwei Lummenarten:

- Die Dickschnabellumme lebt vor allem in den arktischen Gebieten.

- Die Trottellumme hat ihr Verbreitungsgebiet auch weiter südlich des Polarkreises.

Lummen brüten in Kolonien mit über1 Million Tieren. Ihre Brutplätze liegen an den Kliffküsten der Kontinente oder von Inseln.

Erwachsene Vögel wiegen bis zu 1 kg. Die Lummen können auf ihrer Jagd nach Futter bis zu 4 Minuten unter dem Wasserspiegel bleiben.

Bei ihren Tauchgängen stossen sie bis in Wassertiefen von 150 m vor. Auf ihrer Futtersuche entfernen sie sich ab und zu bis zu 100 km von ihren Brutplätzen.

Sie legen ihre Eier an Plätzen, wo sie auch von oben gut sichtbar sind. Diese Vorliebe erlaubt es den Forschern, die Anzahl Eier aus der Luft zu zählen. Daher gilt die Anzahl der Lummeneier als wichtiger Indikator, welcher Veränderungen im marinen Lebensräumen aufzeigt.

Die Mehrheit der regionalen Lummenpopulationen hat in den 3 letzten Jahrzehnten abgenommen. Viele der Tiere haben sich bei ihren Tauchgängen in Fischernetzen verfangen.

Der Klimawandel macht vor allem den Dickschnabellummen zu schaffen. Der Lebens- und Vermehrungsrhythmus dieser Lummenart wird von der zeitlichen Länge und der Grösse Verbreitungsgebiet des arktischen Meereises bestimmt. Der Rückgang der Dickschnabellummen-Bestände dürfte daher auch mit dem in den letzten Jahren beobachteten Trend zusammenhängen, dass sich die Packeisflächen von Jahr zu Jahr in den arktischen Meeren verringern. Möglicherweise werden die Brutplätze der Dickschnabellummen künftige vermehrt durch Trottellummen oder südliche Alke besetzt .

Lummen reagieren äusserst empfindlich auf Umwelteinflüsse. Auf den Anstieg der Meerestemperatur, die Verschmutzung der Meere durch Öl und Schwermetalle wie Quecksilberverbindungen regieren die Lummen mit einer verminderten Reproduktionsrate. Die Überfischung der Weltmeere vermindert zudem die Quantität der verfügbaren Futterquellen der Vögel. Der zu erwartende Aufschwung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Polargebieten als Folge der Klimaerwärmung ist eine zusätzliche Bedrohung für viele arktische Vogelarten.

Quelle: Conservation of Arctic Flora and Fauna (CAFF) Working Group under the Arctic Council 2010
Text: RAOnline
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Weitere Informationen
AWI - NSIDC Eisabnahme im Arktischen Meer 2010
NSIDC Meereisausdehnung in der Arktis sehr gering 2010
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IPCC: Bericht über den globalen Klimawandel 2007
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