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Kleiner Moorbläuling (Maculinea alcon) 2007
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Kleiner Moorbläuling (Maculinea alcon)
Der Kleiner Moorbläuling, eine Schmetterlingsart mit hochkomplexem Lebenszyklus, soll in den Mooren des Kantons Zürich wieder häufiger werden.

Wie bei den meisten Bläulingen ist das Männchen des Kleinen Moorbläulings auf der Oberseite auffällig blau gefärbt und das Weibchen - in gänzlichem Widerspruch zur Artbezeichnung - braun bis schwarz. Beide Geschlechter haben eine braune Unterseite mit schwarzen, hellumrandeten Flecken und typischen quadratischen Saumpunkten.

Faszinierender Lebenszyklus

Der Lebenszyklus des Kleinen Moorbläulings ist hochkomplex: Ab Mitte Juli bis Mitte August legt das Weibchen seine Eier auf die Knospen des Lungen- oder Schwalbenwurz-Enzians. Die Räupchen schlüpfen und fressen sich in den Fruchtstand hinein, wo sie bis zur dritten Häutung bleiben. Etwa Mitte September verlassen sie die Nahrungspflanzen und lassen sich von spezifischen Wirtsameisen ins Nest eintragen. Dank eines Duftstoffes wird die Raupe für eine Ameisenlarve gehalten, adoptiert und gefüttert. Im Frühling verpuppen sie sich und verlassen als Schmetterlinge im Juni das Nest.

Der Kleine Moorbläuling ist in ganz Europa im Rückgang begriffen, in vielen Ländern vom Aussterben bedroht. Der Kanton Zürich trägt eine besondere Verantwortung, da er ungefähr die Hälfte aller bisher bekannten Populationen der Schweiz beherbergt. Das Vorkommen ist mehrheitlich auf intakte Moore mit Beständen von Lungen- und Schwalbenwurz-Enzian sowie der spezifischen Wirtsameisen beschränkt. Der Bewirtschaftung kommt eine entscheidende Bedeutung zu: Nur eine späte Mahd nach Ende September ermöglicht es, dass die Raupen sicher von der Wirtspflanze zum Ameisennest wechseln und die Enziane versamen können.
(Faktenblätter BAFU)

Quelle: Text Kanton Zürich, Baudirektion 2007
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