Klima im Wandel
end
Klimawandel Berichte
MunichRe Naturkatastrophen 2010 - Trends
MunichRe Wetterextreme, Klimwandel Download
Munich Re: Natur- und Wetterkatastrophen 1980-2009 Diagramme
Klimawandel Informationen
Weitere Informationen
Naturwissenschaften & Technik Geografie-Erdkunde Klima
vorangehende Seiteend
"Topics Geo - Naturkatastrophen": Katastrophenbilanz 2010 - Trends
Häufung von Wetterextremen ist starkes Indiz für den Klimawandel

Hochwasser in Zentraleuropa, Feuersbrunst in Russland, Überschwemmungen in Pakistan. Sowohl die Anzahl als auch das Ausmass der Schäden von wetterbedingten Naturkatastrophen lagen in den ersten neun Monaten des Jahrs 2010 aussergewöhnlich hoch. Zwei Monate vor dem Weltklimagipfel, der vom 29. November bis zum 10. Dezember 2010 in Cancun, Mexiko, stattfindet, weist Munich Re auf den vermutlichen Zusammenhang der sich häufenden Wetterextreme mit dem Klimawandel hin. Munich Re wird bis zum Gipfel mit einer Reihe von Informationen rund um Naturkatastrophen, Klimawandel und Lösungsmöglichkeiten auf das Thema aufmerksam machen.

Das Jahr 2010 ist global gesehen bislang das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren. Die zehn wärmsten Jahre dieses Zeitraums liegen allesamt innerhalb der letzten zwölf Jahre. Die Auswirkungen einer wärmeren Atmosphäre und damit auch höherer Meerestemperaturen sind erheblich: "Die Wettermaschine schaltet gewissermassen einen Gang höher", sagt Prof. Peter Höppe, Leiter GeoRisikoForschung / Corporate Climate Centre von Munich Re. "Verbindliche CO2-Reduktionsziele müssen deshalb auf der Tagesordnung bleiben, sonst tragen künftige Generationen die Folgen."

Von Januar bis September 2010 registrierte Munich Re insgesamt 725 wetterbedingte schadenträchtige Naturereignisse. Das ist die zweithöchste Anzahl in den ersten neun Monaten eines Jahres seit 1980. Rund 21.000 Menschen verloren ihr Leben. Allein bei den Überschwemmungen in Pakistan, bei denen wochenlang bis zu ein Fünftel des Landes unter Wasser stand, starben 1.760 Menschen. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden der wetterbedingten Naturkatastrophen beliefen sich von Januar bis September insgesamt auf über 65 Mrd. US$, die versicherten Schäden auf 18 Mrd. US$, wobei die Hurrikansaison bisher trotz bereits dreizehn benannter Stürme aufgrund der günstigen Zugbahnen glimpflich verläuft.

Munich Re hat die weltweit umfangreichste Datenbank für Naturkatastrophen aufgebaut. Daraus ist erkennbar, dass die Anzahl der wetterbedingten Ereignisse stark zunimmt. So hat sich die Zahl schadenrelevanter Überschwemmungen global seit 1980 mehr als verdreifacht. Auch die Zahl der durch Stürme verursachten Naturkatastrophen hat sich mehr als verdoppelt, besonders schadenträchtig sind die atlantischen Hurrikane.

Der Trend zu immer höheren Schäden durch Naturkatastrophen liegt in erster Linie an der sozio-ökonomischen Entwicklung:

Die Bevölkerung wächst in vielen Ländern, immer mehr Menschen siedeln sich in Risikogebieten an, zudem steigen mit dem Wohlstand die betroffenen Sachwerte. Dennoch ist der Anstieg der Anzahl wetterbedingter Katastrophen ohne den Klimawandel vermutlich nicht zu erklären. Dass die globale Erwärmung zu mehr Wetterextremen führt und sie intensiviert, deckt sich mit dem wissenschaftlichen Kenntnisstand, wie er im vierten Sachstandsbericht des Weltklimarats dokumentiert ist.

Für viele Wettergefahren und Regionen ist die Datenlage noch nicht ausreichend, um statistisch gesicherte Aussagen zur Verknüpfung mit dem Klimawandel treffen zu können. Doch es gibt Hinweise, dass aufgrund der Erwärmung zum Beispiel Ereignisse, die mit starken Gewittern zusammenhängen, wie Unwetter, Hagel, Wolkenbrüche, in einigen Regionen häufiger geworden sind, so etwa in Teilen Nordamerikas oder im Südwesten Deutschlands. Auch die Anzahl der stärksten tropischen Wirbelstürme steigt. Eine unmittelbare Folge der Erwärmung ist die Zunahme von Hitzewellen, wie in diesem Sommer in Russland. Ausserdem gibt es Indizien, dass sich Wetterlagen häufen, die zu Luftmassenstau an den Nordseiten der Alpen und der Mittelgebirge führen, wo es dann zu Überflutungen kommen kann. Von Starkregen und Sturzfluten betroffen sind nicht nur Menschen, die an Flüssen leben, sondern auch weitab von traditionellen Überschwemmungsgebieten. Der Klimawandel ist auch mit sehr ambitionierten Massnahmen nicht mehr aufzuhalten, er kann jedoch noch gedämpft werden.

Naturkatastrophen - Schadensbilanzen Übersicht
Quelle: Münchener-Rück, September 2010
Naturkatastrophen - Schadensbilanzen Übersicht

nach oben

Publikation
RAOnline Download
 
Quelle: Munich RE
Wetterextreme , Klimawandel, Cancun 2010
Inhalt
1. Meteorologischer Kenntnisstand 4. Lösungsansätze der Versicherungswirtschaft
2. Extremwetterereignisse 5. Klima-Glossar
3. Politischer Handlungsbedarf
1,1 MB PDF Download

nach oben

Grafiken und Diagramme
Wetterkatastrophen 1980-2009: Anzahl und Schäden
Wetterkatastrophen 1980-2009
Anzahl
Wetterkatastrophen 1980-2009
Schäden
Wetterkatastrophen 1980-2009
Anteile
grössere Grafik grössere Grafik grössere Grafik
Naturkatastrophen 1980-2009: Anzahl und Schäden
Naturkatastrophen 1980-2009
Anzahl
Naturkatastrophen 1980-2009
Schäden
Naturkatastrophen 1980-2009
Anteile
grössere Grafik grössere Grafik grössere Grafik

nach oben

Links
Externe Links
Münchener-Rück - Munich Re Münchener-Rück - Munich Re
Munich Re
NatCatSERVICE
Der NatCatSERVICE zählt mit mehr als 22.000 Einträgen zu den weltweit gefragtesten Datenbanken für Naturkatastrophen.
Topics Geo Naturkatastrophen
Weitere Informationen
Klima Extremereignisse
Globale Klimaberichte
Unterrichtsmaterial Klimaberichte - Klimawandel

Germanwatch Klima-Risiko-Index 2009 2008
RECIPE Studie zu den Kosten des Klimaschutzes
CARE Klimawandel und Migration - Studie
WMO Naturkatastrophen und Wetter 2009 WMO Naturkatastrophen und Wetter 2010
Bilder
Videos Länder-Informationen Karten Klima
RAOnline Informationsseiten über den Klimawandel
Klima
top
vorangehende Seite