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Bei Naturgefahren sind die Privatversicherer an vorderster Front

2013: Heftige Unwetter, Millionenschäden in der Schweiz, Jahrhunderthochwasser in Deutschland

Wegen klimatischer Veränderungen erwarten uns vermehrt Unwetterereignisse, und die Schäden durch Naturgefahren werden in Zukunft weiter zunehmen. Die Privatversicherer spielen eine aktive Rolle, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Sie bezahlen die Schäden, investieren in die Prävention und koordinieren ihre Aktivitäten mit dem Bund.

Im Jahr 2006 richteten Überschwemmungen, Murgänge, Rutschungen und Felsbewegungen in der Schweiz insgesamt rund 75 Millionen Franken Schäden an. Verglichen mit der durchschnittlichen Schadensumme der Jahre 1972 bis 2005, die teuerungsbereinigt etwa 350
Die Schlagzeilen über heftige Niederschläge und Stürme reissen nicht ab, Deutschland und Kanada leiden gar unter einem Jahrhunderthochwasser von katastrophalem Ausmass. Mehr als jeder zweite Schweizer fühlt sich gemäss einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstitutes DemoScope durch Naturgefahren beunruhigt. Die Schweiz verfügt allerdings mit der Elementarschadenversicherung im internationalen Vergleich über einen vorbildlichen Schutz vor Naturgefahren.

Diese funktioniert in der Schweiz nach dem Prinzip der Solidarität und erreicht eine Durchdringung von fast 100 Prozent.

«Die Elementarschadenversicherung musste bereits einmal angepasst werden: Weil die versicherten Schäden massiv zugenommen haben, hat der Bundesrat die Leistungen der Versicherer für Naturkatastrophen auf Anfang 2007 von CHF 1 Mrd. auf 2 Mrd. erhöht», erklärt Lucius Dürr, Direktor des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV.

Wegen klimatischer Veränderungen werden Unwetterereignisse häufiger und intensiver auftreten. Verbunden mit einer Zunahme und Konzentration versicherter Werte erwartet uns deshalb auch in Zukunft eine weitere Zunahme der Schadenkosten durch Naturgefahren. «Wir müssen Massnahmen treffen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Tun wir das nicht, besteht die Gefahr, dass früher oder später übermässige Schäden zur Norm und damit die Grenzen der Versicherbarkeit erreicht werden», warnt David N. Bresch, Leiter Nachhaltigkeit bei der Swiss Re.

Naturgefahren erfordert den Einsatz aller

Aus diesem Grund investieren die Versicherer in die Prävention und verfolgen einzeln oder im Verbund eine Vielzahl von Projekten. Mit Informationskampagnen zielen sie auf die Sensibilisierung der Bevölkerung sowie auf ihr Verhalten, Präventionsmassnahmen zum eigenen Schutz zu ergreifen.

Sie setzen sich mit zahlreichen Ideen dafür ein, die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen und sie fördern klimaneutrales Verhalten. Sie unterstützen in gefährdeten Gebieten zahlreiche Präventions- und Hochwasserschutzprojekte. Schliesslich investieren sie in die wissenschaftliche Erforschung des Klimawandels und seiner Auswirkungen.

Nur wenn Versicherer, Bund und Bevölkerung kooperieren, kann den zukünftigen Herausforderungen begegnet und eine Reduktion der Schadensumme erzielt werden.

Prävention im Vorfeld, Massnahmen im Katastrophenfall und die Behebung der Schäden danach können nur von allen Beteiligten gemeinsam angegangen werden. Deshalb koordinieren die öffentliche Hand und die Assekuranz im Rahmen eines gemeinsamen integralen Risikomanagements ihre Aktivitäten und haben ihre Aufgabenteilung definiert.

So erarbeitet die öffentliche Hand unter anderem die Gefahrengrundlagen und verantwortet den Katastrophenschutz, während sich die Versicherer in der Schadenvorsorge einsetzen sowie die Schäden mittragen und regeln.

Quelle: Text Schweizerischer Versicherungsverband SVV , Juni 2013

siehe auch: Rutschungen, Murgänge, Hochwasser, Steinschläge und Felsstürze

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