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Bildung - Qualitätsmanagement Schweiz
Eignungstest für das Medizinstudium EMS 2006
Eignungstest EMS: Beispiele 2006
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Eignungstest für das Medizinstudium in der Schweiz
Was ist der EMS?

Ziel des EMS ist es, eine kapazitätsentsprechende Vergabe der Studienplätze zu erreichen. Es war vorgekommen, dass mehr Personen den gleichen Testwert aufwiesen als Plätze von der Kapazität her noch zur Verfügung standen. Aus diesem Grunde hat der Beirat EMS beschlossen, ab 2005 weiter den Testwert als Zulassungskriterium zu verwenden.

Numerus clausus (NC) nennt man die politische Entscheidung, den Zugang zum Medizinstudium zu beschränken. Ein NC tritt in der Schweiz dann in Kraft, wenn aufgrund der Nachfrage die Kapazitäten um mehr als 20% überschritten sind und qualitativ ausreichende Studienbedingungen nicht mehr realisierbar wären. Die Schweizerische Universitätskonferenz (SUK) trifft diese Entscheidung jeweils im März. Wenn ein Numerus clausus notwendig ist, erfolgt die Zulassung nach der Eignung. Der Eignungstest liefert einen Testwert, welcher nachweislich hoch mit der Studieneignung korreliert. Dieser wird für die Zulassung verwendet, bildet das Zulassungskriterium. In den letzten 5 Jahren hat die Nachfrage nach einem Medizinstudium stark zugenommen - der Arztberuf nimmt nicht nur in der Schweiz an Attraktivität zu. Im Jahre 2005 standen 546 Studienplätzen in Humanmedizin nach der Absolvierung des EMS 1143 Bewerbungen gegenüber (am NC beteiligte Universitäten). Selbst wenn man die Ausbildungskapazitäten in realistischer Weise erhöhen würde (was allerdings mehr Mittel erfordert, weil das Medizinstudium eines der teuersten ist), wird man nicht alle Personen zulassen können, ohne dass die Studienqualität drastisch leiden würde. Auch dann bleibt ein Numerus clausus noch notwendig, wenn die überlastung der Ausbildungskapazitäten nicht abnimmt. Durch den Numerus clausus stehen ab dem ersten Semester überhaupt erst solche Studienbedingungen zur Verfügung, die Studienreformen ermöglichen, weil diese ausreichende Betreuungskapazität erfordern, z.B. für einen problemorientierten Unterricht, Kleingruppen, und frühen Einbezug von Arbeit an Patienten. Erst diese Bedingungen schaffen also auch die Voraussetzungen, dass die notwendige Persönlichkeitsentwicklung eingeleitet wird. Letzteres wäre schwer vorstellbar, wenn es zunächst überlastete Semester gäbe, ein "versteckter" Numerus clausus durch eine verschärfte Prüfung nach dem ersten Jahr die Studierendenzahlen dann reduzieren muss.
Die Vorzüge des Eignungstests kann man wie folgt zusammenfassen:
Rechtsfähigkeit der Ergebnisse durch Chancengleichheit und Willkürfreiheit (Forderung des Bundesgerichtes für einen NC), indem alle Abläufe standardisiert sind und eine laufende Evaluation hinsichtlich Alters-, Geschlechts-, Regional- und Sprachbesonderheiten erfolgt;
Prognose der Studieneignung (gesetzliche Grundlage des NC) ist ausreichend evaluiert, Studiendauer und Noten werden nachweislich gut vorhergesagt;
Jährlich eine neue Testversion, die vorher nicht bekannt ist (keine Vorteile für irgendwelche Insider, was die Rechtsfähigkeit einschränken würde), dadurch sind auch wiederholte Antritte problemlos möglich;
Prinzipiell wird kein spezielles Fachwissen vorausgesetzt, das empfohlene Informationkonzept und die offiziell angebotenen Vorbereitungsmöglichkeiten sind nachweislich genauso effektiv wie der Besuch professioneller Vorbereitungskurse (ist ebenfalls auseichend evaluiert) - als Voraussetzung für die soziale Verträglichkeit.
Quelle: Text Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik - Aufbau des EMS, Uni Freiburg - Januar 2006
Links
Externe Links
EDK Schweiz
Eignungstest für das Medizinstudium in der Schweiz
Schweizerische Hochschulrektorenkonferenz (SHRK) - CRUS
Schweizerische Universitätskonferenz (SUK) - CUS
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