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Fremdsprachenprojekt «Passepartout»
Kantone halten am Starttermin 2011 fest

Ab 2011 wird der Fremdsprachenunterricht in sechs Kantonen an der Sprachgrenze in die 3. bzw. 5. Klasse vorverlegt. Die Steuergruppe des gemeinsamen Projekts Passepartout lehnt eine von den Lehrerverbänden geforderte Verschiebung des Starttermins um mindestens drei Jahre ab. Die Vorbereitungsarbeiten sind bereits weit fortgeschritten.

Das Projekt würde von einer Verschiebung nur Nachteile erhalten.

Mit dem Projekt Passepartout wollen die Kantone Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Solothurn und Wallis die erste Fremdsprache Französisch in die 3. Klasse und den Englischunterricht in die 5. Klasse vorverlegen. Französisch soll im 3. bis 9. Schuljahr mit 3/3/2/2/3/3/3 Lektionen pro Woche unterrichtet werden. Für die zweite Fremdsprache Englisch sind im 5. bis 9. Schuljahr 2/2/3/3/3 Lektionen pro Woche vorgesehen. Eingeführt werden soll die Neuerung auf Beginn des Schuljahres 2011/2012 (vorbehältlich parlamentarischer Entscheide).

Im Rahmen eines Hearings haben die Lehrerverbände der Passepartout-Kantone eine Verschiebung des Starttermins um mindestens drei Jahre gefordert. Die Steuergruppe lehnt eine Verschiebung ab und will am vorgegebenen Zeitplan festhalten.

Die Vorbereitungsarbeiten für die Umsetzung sind bereits sehr weit fortgeschritten. Der Lehrplan für Französisch liegt vor, das erste Lehrmittel ist erstellt und soll ab August dieses Jahres erprobt werden. In den meisten Kantonen haben zahlreiche Lehrerpersonen mit der Weiterentwicklung ihrer Sprachkompetenz bereits begonnen. Dank der zeitlichen Staffelung des Beginns werden nicht alle Lehrkräfte bereits 2011 starten.

Mit einer Verschiebung des Starttermins würde das Projekt an Schwung und Dynamik verlieren. Viele Lehrerinnen und Lehrer müssten ihre persönliche Planung revidieren, was sich negativ auf ihre Motivation auswirken würde. Zudem besteht die Gefahr, dass die stark betonten Gemeinsamkeiten der sechs Kantone verloren gehen könnten. Schliesslich könnte das Projekt unter dem Eindruck der schwieriger werdenden finanziellen Situation in den Kantonen unter Druck geraten.

Quelle: Text EDK Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz, Juni 2009


Kanton Bern: Erziehungsdirektion legt Lektionen und Weiterbildung fest

Ab dem Schuljahr 2011/2012 werden an den 3. und 4. Klassen der Volksschule pro Woche drei Lektionen Französisch unterrichtet. Eine davon wird kompensiert, indem im Fach Natur - Mensch - Mitwelt eine Lektion wegfällt. Die zwei andern kommen neu zur bestehenden Lektionendotation hinzu. Zudem hat die Erziehungsdirektion des Kantons Bern die Anforderungen an die Lehrpersonen für den Fremdsprachenunterricht definiert und entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Mit dem Projekt Passepartout wollen die Kantone Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Solothurn und Wallis die erste Fremdsprache Französisch in die 3. Klasse und den Englischunterricht in die 5. Klasse vorverlegen. Französisch soll im 3. bis 9. Schuljahr mit 3/3/2/2/3/3/3 Lektionen unterrichtet werden.

Für die zweite Fremdsprache Englisch sind im 5. bis 9. Schuljahr 2/2/3/3/3 Lektionen vorgesehen. Für die dritten und vierten Klassen ergeben sich dadurch ab dem Schuljahr 2011/2012 pro Woche drei Französischlektionen. Eine davon wird kompensiert, indem im Fach Natur - Mensch - Mitwelt eine Lektion wegfällt.

Die anderen zwei werden zusätzlich zur bestehenden Lektionendotation hinzukommen. 2013/2014 startet der Englischunterricht im 5. und 6. Schuljahr. Auf dieser Stufe ändert sich die Lektionenzahl nicht. Statt wie bisher vier Lektionen Französisch sind je zwei Lektionen Französisch und Englisch vorgesehen. Diese übergangsregelungen gelten, bis der gemeinsame Deutschschweizer Lehrplan in Kraft tritt.

Die definitive Lektionentafel legt die Erziehungsdirektion erst nach dessen Einführung fest. Methodisch-didaktische und sprachliche Weiterbildung für Lehrkräfte Eine methodisch-didaktische Weiterbildung wird für alle Lehrpersonen obligatorisch sein, die auf der Primar- und Sekundarstufe I Fremdsprachen unterrichten. Sofern nur eine Fremdsprache unterrichtet wird, dauert sie zwölf, andernfalls 16 Tage, verteilt auf rund ein Jahr. Sie umfasst die drei Module "Didaktik der Mehrsprachigkeit", "Einführung in die Unterrichtsmaterialien und den Lehrplan" sowie "Praxisbegleitung".

Beginn der methodisch-didaktischen Weiterbildung: Herbst 2009.

Die Kurse werden über mehrere Jahre am Institut für Weiterbildung der PH Bern angeboten. Die effektiven Stellvertretungskosten werden übernommen. Die methodisch-didaktische Weiterbildung wird zum Teil auf Französisch oder Englisch durchgeführt. Deshalb wird eine Sprachkompetenz auf dem Niveau B2 (Niveau Matur) vorausgesetzt. Die Weiterbildung im Bereich der Sprachkompetenz ist für die Lehrkräfte grundsätzlich freiwillig. Sie basiert auf einer Selbsteinschätzung.

Die Erziehungsdirektion empfiehlt jedoch, die Sprachkompetenz mit einer Fremdeinschätzung, beispielsweise einem Einstufungstest bei einer Sprachschule oder im Internet, zu überprüfen. Mittelfristiges Ziel für Primarlehrpersonen ist eine Sprachkompetenz auf dem Niveau C1, für Sekundarlehrpersonen auf dem Niveau C2. Die Erziehungsdirektion hat ein Massnahmenpaket zusammengestellt, um Lehrpersonen finanziell zu unterstützen, die ihre Sprachkompetenz verbessern. So wird ein einmaliger Betrag von 1'500 Franken für einen Sprachkurs in der Schweiz oder im Ausland mit Abschluss eines international anerkannten Sprachzertifikats B2 oder höher ausgerichtet. Der vom Institut für Weiterbildung ab 2010 angebotene spezielle Sprachkurs für Lehrpersonen, der von einem Niveau B2 zu einem Niveau C1 führt, wird kostenlos sein.

Quelle: Text Erziehungsdirektion des Kantons Bern, Dezember 2008

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Quelle Erziehungsdirektion des Kantons Bern
Fremdsprachenprojekt «Passepartout»
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