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Was Schulleitende überdurchschnittlich beschäftigt.
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Juni 2018
Jährliche Befragung der Verbände der Schulleitenden VSLCH und CLACESO

Die Schweizer Berufsverbände der Schulleitenden haben im Mai 2018 die jährliche Umfrage bei ihren Mitgliedern durchgeführt. Die Resultate zur Stellensituation und Rekrutierung von Lehrpersonen an ihren Schulen zeigen gegenüber den Vorjahren kaum Veränderungen. Erstmals wurde erhoben, mit welchen Aufgaben sich die Schulleitenden überdurchschnittlich beschäftigen. Die repräsentativen Antworten von über Tausend Schulleitenden aus der ganzen Schweiz spiegeln, mit welchen Herausforderungen die Schulen heute vorwiegend zu tun haben.

Der VSLCH und die CLACESO sind die Berufsverbände der Schulleitenden der Deutschschweiz und der lateinischen Schweiz. Wie in den Jahren zuvor führten sie bei ihren Mitgliedern im Mai 2018 eine Umfrage zur Stellensituation an ihren Schulen durch. Ergänzt wurde die Befragung dieses Jahr neu mit einer Erhebung von Themen, die Schulleitende überdurchschnittlich beschäftigen. Die Zahlen belegen, dass es bei der Besetzung von Lehrpersonen gegenüber den letzten beiden Vorjahren über die ganze Schweiz hin gesehen keine substanziellen Unterschiede gibt. Nach wie vor ist es sehr schwierig, spezifische Fachkräfte wie schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen zu rekrutieren. Auch geht aus individuellen Bemerkungen hervor, dass sich die Probleme wegen Lohnunterschieden zwischen benachbarten Kantonen (z.B. Kantone Bern und Solothurn) weiterhin halten. In einigen Deutschschweizer Kantonen ist die Kindergartenstufe problematisch, u.a. wegen schlechterer Entlöhnung oder schlechterer Arbeitsbedingungen der Kindergartenlehrpersonen gegenüber anderen Lehrpersonen des Zyklus 1. In der lateinischen Schweiz fällt auf, dass es besonders schwierig ist, Lehrpersonen für den Deutschunterricht im Zyklus 3 zu finden.

Herausforderungen an der Volksschule spiegeln sich in den Themen, die Schulleitende überdurchschnittlich beschäftigen

Abbaumassnahmen, die z.B. zu Klassenzusammenlegungen und zum Streichen von Unterstützungsangeboten zur Integration aller Schulkinder in die Regelklassen führen, sind für das gesamte Schulpersonal besonders belastend. Konkret bestätigen 57 % der Deutschschweizer Schulleitenden, dass die integrative Förderung sie überdurchschnittlich fordert. Wenig verwunderlich ist die Tatsache, dass 66 % ganz besonders mit der Einführung des Lehrplan 21 beschäftigt sind. Dies war zu erwarten. Über die Hälfte der Schulleitenden benötigt viel Zeit dafür, die Schule für die digitalen Transformationen fit zu machen. Gegen 40 % der Schulleitenden vermerkten, dass sie sich auch besonders stark mit dem Neubau und/oder Renovationen von Schulanlagen befassen. Knapp die Hälfte der Schulleitenden gibt an, dass sie öfters mit Problemen im Umgang mit Eltern zu tun haben. Da diese Studie zum ersten Mal so durchgeführt wird, kann daraus nicht geschlossen werden, dass diese Probleme, wie oft behauptet, zugenommen haben. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die Beziehungen zu kantonalen und kommunalen Behörden überwiegend gut sind. Nur 14 % vermerkten, sich Herausforderungen mit den Behörden überdurchschnittlich annehmen zu müssen.

Im Vergleich zwischen der lateinischen und der deutschen Schweiz fällt auf, dass in der Westschweiz der neue gemeinsame Lehrplan (PER) erfolgreich eingeführt ist und darum dieser die Schulleitenden auch nicht mehr überdurchschnittlich beschäftigt. Dafür beschäftigt die Gesundheit der Lehrpersonen dort mehr.

Quelle: Text Schweizer Berufsverbände der SchulleitendenVSLCH und CLACESO, 2. Juni 2018

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