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Wirksame Entwicklungszusammenarbeit dank Impulsen aus dem Schweizer Schulsystem
Eine solide Schulbildung ist die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs und des gesellschaftlichen Zusammenhalts - und somit zentral für die Entwicklung eines Landes. Daher möchte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA die Stärken des Schweizer Schulsystems in ihren Partnerländern künftig vermehrt zur Geltung bringen.

Eine in ihrem Auftrag verfasste Studie prüft die Charakteristiken der obligatorischen Schulbildung in der Schweiz auf ihren Mehrwert für die internationale Zusammenarbeit hin. Auf dieser Grundlage will die DEZA neue Partnerschaften mit Institutionen des Schweizer Schulwesens, mit Kantonen und Gemeinden eingehen. Ziel: die Wirksamkeit des Schweizer Engagements im Bildungsbereich dank Swissness und Wissensaustausch stärken.

 

Hohe Qualität der Schulbildung, Mehrsprachigkeit und Integration, dezentrale und demokratisch legitimierte Organisation, gute Vorbereitung auf das Berufsleben: Diese und weitere Eigenschaften des Schweizer Schulsystems tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Zusammenhalt der Schweiz bei. Im Rahmen ihres Engagements im Bildungsbereich will die DEZA diese Stärken künftig vermehrt auch für ihre Partnerländer nutzbar machen.

Zu diesem Zweck hat sie die Pädagogische Hochschule Zug beauftragt, im Rahmen einer Studie die Charakteristika des Schweizer Schulsystems zu erfassen und auf ihren Mehrwert als Inspiration für die internationale Zusammenarbeit hin zu überprüfen. «Eine solide Schulbildung ist die grundlegende Basis für individuelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklung - eine Investition, die sich auf lange Frist auszahlt», sagte Thomas Gass, Vizedirektor der DEZA, anlässlich der öffentlichen Präsentation der Ergebnisse. In der Schweiz habe die obligatorische Schulbildung einen hohen Stellenwert, und dementsprechend werde investiert. «Diese Haltung inspiriert auch die DEZA in der Entwicklungszusammenarbeit: Das ist der Grund, wieso neben der bereits gut etablierten Berufsbildung, die schulische Grundbildung in der DEZA an Stellenwert zunimmt», sagte Gass weiter.

Die Studie basiert auf Gesprächen mit rund 30 Fachleuten aus dem Schweizer Schulsystem, ergänzt durch zusätzliche Dokumentenanalysen. Fünf Merkmale des Schweizer Grundbildungssystems haben sich dabei als besonders vielversprechend für die Entwicklungszusammenarbeit herauskristallisiert:

der hohe Stellenwert der Volksschule bei Bevölkerung und Behörden sowie ihr integrativer Charakter
die dezentrale und somit bürgernahe Bildungsorganisation
die Mehrsprachigkeit
die Vermittlung lebens- und berufsvorbereitender Kompetenzen während der obligatorischen Schule
die hohe Durchlässigkeit des Bildungssystems

Sie sind besondere Quellen der Inspiration, weil sie international als gute Praktiken gelten.

Auf Basis der Befunde aus der Studie möchte die DEZA nun ergänzend zu bestehenden Partnerschaften mit Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit den Austausch mit Schweizer Institutionen des Schulwesens, mit Kantonen und Gemeinden aufbauen. Auf diese Weise soll ein direkter Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten und Verantwortlichen des Schulsystems aus der Schweiz und aus DEZA-Partnerländern ermöglicht werden. Damit verfolgt die DEZA das Ziel, die internationale Zusammenarbeit der Schweiz im Schulbereich dank Schweizer Know-how nachhaltig zu stärken.

Die DEZA engagiert sich seit Langem für einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung für alle, namentlich für benachteiligte Gruppen wie vom Schulsystem ausgeschlossene Kinder und Jugendliche, Kinder in Konfliktgebieten, Nomaden- und Flüchtlingskinder oder generell die arme Landbevölkerung. Gegenwärtig setzt sie sich für gute Schulbildung mit 60 Projekten in 18 Ländern ein - hauptsächlich in Subsahara-Afrika, im Mittleren Osten, Süd- und Ostasien. Mit Erfolg: So konnten in den letzten 4 Jahren 500'000 Kinder in Mali dank der Unterstützung der Schweiz Fortschritte in Lesen, Schreiben und Rechnen machen und trotz der Konfliktsituation die Schule besuchen.

Dieses Engagement bleibt unabdingbar, denn weltweit haben immer noch rund 263 Millionen Kinder keinen Zugang zur Schulbildung - unter anderem wegen Armut, fehlenden Schulen, kulturellen Barrieren, Kriegen, oder Flucht. Und 330 Millionen lernen nichts, auch wenn sie in der Schule sind, weil die Unterrichtsqualität so schlecht ist. Vor diesem Hintergrund hat das Parlament die Mittel für Grundbildung und Berufsbildung im Rahmen der Botschaft über die internationale Zusammenarbeit der Schweiz 2017-2020 um 50% erhöht.

Quelle: Text Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, 12. September 2018

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Quelle: DEZA
Impulse für die internationale Zusammenarbeit in Bildung
Erfahrungen der Schweizer Schulbildung
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