Vulkane - Vulkanismus
Nordeuropa
end
Vulkanismus Vulkane
Island Ausbruch des Bárðarbunga August 2014
Bárðarbunga Ein Vulkan erwacht September 2014
Bárðarbunga Neue Lavaströme September 2014
Bárðarbunga Vulkankessel bricht Rekorde Juli 2016
Der Vatnajökull Nationalpark
Vulkanismus Informationen
RAOnline Vulkane
RAOnline Erdbeben
Links
Unterrichtsmaterial Vulkane
Naturwissenschaften & Technik Geografie-Erdkunde Klima
vorangehende Seiteend
Island
Ausbruch des Vulkans Bárðarbunga
August - September 2014: Eruptionen lösen Lavaströme und Dampfwolken aus

Die seismische Aktivität des Bárdarbunga Vulkans im Nordwesten des Vatnajökullgletschers sank nach dem Ausbruch des Grímsvötn im Jahr 2011. Am 16. August 2014 nahmen die Erderschütterungen in der Umgebung des Bárdarbunga wieder zu. An einigen Tagen wurden bis zu 500 Erdbeben registriert.

Am 29. August 2014 schossen bis zu 200 m hohe Lavafontänen aus einer Erdspalte im Holuhraun-Lavefeld. Am 5. September 2014 entdeckte das Spektroradiometer «MODIS» (Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer ) des NASA-Erdbeobachtungssatelliten «Terra» zwei neue Erdspalten südlich der bekannten Ausbruchsstelle. Die austretende Lava hatte eine ausserordentlich hohe Oberflächentemperatur. An der Ausbruchstelle entwickelte sich eine dichte Rauch- und Dampfwolke, welche in Richtung Osten zog. Der Auswurf bestand aus sehr wenig vulkanischer Asche.

Die ursprüngliche Erdspalte war Ende August 2014 etwa 1 km lang. Die austretende Lava floss durch Kanäle in nordöstliche Richtung.

Während den seismische Aktivitäten des Bárdarbunga hatte sich rund 2 km südlich der Ausbruchsstelle im Bereich des Dyngjujökullgletschers eine etwa 0,5 bis 1 km breite Vertiefung gebildet, worin die Erdkruste aufriss

Die beiden neuen Risse befinden sich lediglich 2 km nördlich der Eiskappe des Vatnajökullgletschers. Die aus diesen beiden neuen Rissen quellende Lava hatte bis zum 3. September 2014 ein rund 7,2 Quadratkilometer grosses Lavafeld gebildet. Diese Fläche ist leicht grösser als die Landfläche Gibraltar an der Südwestecke von Spanien. Bis am 4. September 2014 hatte sich dieses Lavafeld auf 10,8 km2 vergrössert.

Am 7. September 2014 strömte 100-200 m3/s Lava aus den Erdspalten. Die Dampfwolke erreichte eine Höhe von beinahe 500 m. Die Lavafront stiess bis mzum Fluss Jökulsá á Fjöllum vor.

Am 9. September 2014 kam der Lavaaustritt am südlichsten Erdriss zum Erliegen. Das Lavafeld erstreckte sich nur über eine Fläche von 19 km2. Die Aktivitäten im Holuhraun Lavafeld gingen allerdings mit derselben Intensität weiter wie die Tage zuvor. Die Lava floss weiterhin in das Flussbett des Jökulsá á Fjöllum. Beim Zusammentreffen von Wasser und Lava konntenbis zu diesem Zeitpunkt keine Explosionen beobachtet werden.

Am 10. September 2014 wurden rund 50 Erdbeben aufgezeichnet. Die beiden stärksten Beben erreichten die Stärke M 5.5 und M 4,9.

Quellen: Icelandic Met Office, London Volcanic Ash Advisory Centre (VAAC), NASA , September 2014 (Text: RAOnline)
Grimsvötn - November 2004

nach oben

Der Vatnajökull Nationalpark
Der Vatnajökull Nationalpark wurde 2008 eröffnet. Der Park umschliesst den Vatnajökullgletscher und seine ihn unmittelbar umgebenden Gebiete. Dazu gehören die ursprünglichen Schutzgebiete Skaftafell im Süden und Jökulsárgljúfur im Norden. Der Vatnajökull Nationalpark umfasste 2014 eine Fläche von 13'920 km2, was etwa 14% der Landesfläche von Island entspricht. Der Vatnajökull Nationalpark gehört damit zu einem der grössten Nationapärken in Europa.

Der Vatnajökull Nationalpark ist in vier Regionen gegliedert. Die östliche Region ist die 2'384 km2 grosse Snaefellsstoffa, welche vom Fluss Jökulsá á Fjöllumim Nordwesten über die Snæfell Wilderness Area bis zum Lónsöræfi Nature Reserve im Südosten reicht.

Der Vatnajökullgletscher ist der grösste Gletscher in Europa. 2014 betrug seine Eisdicke zwischen 400 m und 950 m. Unter seiner Eisfläche verstecken sich zahlreiche Vulkans. Der Grimsvötn ist der aktivste Vulkan und der Bárđarbunga der grösste. Nördlich des Vatnajökulls befinden sich die Vulkane Askja, Kverkfjöll und Snæfell.

Die Spitzen der Vulækane erreichen Höhen von bis zu 2'000 m über dem Meeresspiegel. Der tiefstgelegene Fuss eines Vulkans befindet sich 300 m unter dem Meeresspiegel. Die Vulkane sind meistens mit Eiskappen bedeckt. Bei einem Ausbruch bilden sich daher oft gefährliche Schmelzwasserströme. Diese Flutströme heissen in Island Jökulhlaups. Die Wasser von Gletscherausbrüchen haben auch die tiefe Jökulsárgljúfur-Schlucht gegraben.

Die Region um den Vatnajökull ist neben dem Gebiet um den Mýrdalsjökull das niederschlagsreichste Gebiet Islands. Im Vatnajökullgletscher ist gegenwärtig so viel Wasser gespeichert, dass Islands grösster Fluss, der Ölfusá, rund 200 Jahre benötigen würde, um das Wasser restlos dem Ozean zuzuführen.

Am Südrand des Vatnajökull liegt der Öræfajökullgletscher. Seine Eismassen umfliessen Islands höchste Erhebung, den 2'110 m hohen Hvannadalshnjúkur.

Quelle: Vatnajökull National Park 2014 (Text: RAOnline)
Grimsvötn - November 2004

nach oben

Weitere Informationen
Island Eyjafjallajökull April 2010
DLR Ausbruch des Eyjafjallajökull Messflüge
DLR Höhenmodelle von Ätna und Eyjafjallajökull
DLR Mission TanDEM-X
Bilder
Videos Länder-Informationen Karten Klima
Links
Externe Links
Institute of Earth Sciences, Univ. of Iceland
NORDVULK The Nordic Volcanological Center
Vatnajökull National Park Icelandic Met Office
National Commissioner of the Icelandic Police Icelandic Road and Coastal Administration
Icelandic National Broadcasting Service Live from Iceland
vorangehende Seite