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Weltraum - Raumfahrt
National Aeronautics and Space Administration NASA (USA)
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NASA Voyager Planeten
Voyager 1» verlässt Sonnensystem 2005
Voyager 1 Eintritt in den interstellaren Raum 2013
Voyager 1 und Voyager 2
Meilensteine im «Voyager»-Programm 1977 - 2012
1986 «Voyager 2» erkundete Uranus 2016
«Voyager 1» und «Voyager 2» befinden sich seit 40 Jahren im Weltraum 2017
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NASA: Voyager-Mission
Raumsonden «Voyager 1» und «Voyager 2»
Flug in den interstellaren Raum
2005: «Voyager 1»-Sonde erreicht Grenze des Sonnensystems

Nach fast 28 Jahren Flug hat die amerikanische Raumsonde «Voyager 1» als erstes von Menschen gebautes Flugobjekt 2005 die Grenze des Sonnensystems erreicht.

Die Raumsonde fliege jetzt in die unermessliche und turbulente Tiefe des Weltalls, wo der Einfluss der Sonne endet und der Solarwind auf das dünne Gas zwischen den Sternen stosse. «Voyager 1» flog 2005in der Region der "heliosheath", dem Gebiet jenseits des "termination shock", welcher das Ende des Sonnensystem anzeigt.

«Voyager 1» startete im September 1977 vom Weltraumbahnhof Cap Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Die Raumsonde fliegt mit einer Geschwindigkeit von rund 17 Kilometer pro Sekunde und ist mehr als 14 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. «Voyager 1» ist damit soweit von der Erde entfernt wie kein zuvor von Menschen gebautes Flugobjekt. Sollte die NASA das «Voyager»-Programm fortführen, könnte der Kontakt zur Sonde noch bis zum Jahr 2020 bestehen bleiben.

«Voyager 1» tritt nun in den Bereich des Weltraum ein, wo die Sonne ihren Einfluss verliert und sich die Sonnenwinde abrupt abschwächen. Im Sonnensystem erriechen die Sonnenwinde Geschwindigkeiten zwischen 1,1 Millionen und 2,4 Millionen Kilometern pro Stunden abschwächen.

«Voyager 1» hat in den vergangenen Monaten bemerkenswerte Messergebnisse zum Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien (USA), gesendet. «Voyager 1» hat einen markanten Anstieg des Magnetfeldes, welches vom Sonnenwind getragen wird, beobachtet und gleichzeitig eine starke Abnahme der Geschwindigkeit des Sonnenwinds festgestellt.

Ausserdem wurde eine starke Zunahme von elektrisch geladenen Hochgeschwindigkeitsteilchen wie Elektronen und Ionen sowie Exlosionsgeräusche aus der Plasmawelle registriert. Plasmawellen werden erzeugt, wenn elektrisch geladene Teilchen mit hoher Geschwindigkeit und geringerer Geschwindigkeit einander beeinflussen.

Die Schwester-Raumsonde «Voyager 2», welche bereits im August 1977 startete, flog nahe an den Planeten Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun vorbei. Viele Aufnahmen von diesen Planeten stammen vom dieser Raummission.

Quelle NASA JPL Jet Propulsion Laboratory 2005

Die Voyager - Raummission

Am 20. August 1977 starteten die USA die bemerkenswerte Raummission «Voyager 2» mit dem Ziel, in einem Flug die Planeten Jupiter, Saturn Uranus u. Neptun (Pluto) zu erforschen. Da sich die Planeten zum Zeitpunkt des Starts  an verschiedenen Orten im Weltall befanden, entsprach die vorgesehene Flugbahn der Sonde keiner der bekannten geometrischen Kurven wie Gerade, Ellipse, Parabel usw.

Das Flyby-Manöver oder 'Gravity-Assist-Manöver' mit Swing-by-Technik

Flyby
Das Flyby-Manöver, auch 'Gravity-Assist-Manöver' genannt. Die Missionsingenieure wenden die Swing-by-Technik an, welche die Gravitationskräfte der angeflogenen Planeten zum Beschleunigen und  für Richtungsänderungen  der Sonde benutzen. Die Flugplanung ist nur mit genauen Detailkenntnissen über die angesteuerten Planeten und mit Rechenmodellen möglich, welche in modernsten Grosscomputern verarbeitet wurden.  

Bei Swing-By-Manövern nutzt das Raumfahrzeug die Anziehungskraft der Himmelskörper, um Geschwindigkeit für den weiteren Weg durchs All aufzunehmen, oder aber auch, um abzubremsen.

Mit der Swing-by-Technik war es möglich, die Flugbahn der Sonde wieder auf einen neuen Planeten einzurichten. Für die Voyager 2-Mission gab es in diesem Jahrhundert nur 2 sogenannte Startfenster (d.h. Startperioden, in welcher die Sonde auf ihre lange Reise geschickt werden konnte).

Flyby
Die Merkursonde BepiColombo hat im April 2020 Flyby-Manöver ausgeführt.
BepiColombo auf dem Weg zur Venus und zum Merkur

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Raumsonden «Voyager 1» und «Voyager 2»
Einige Meilensteine im Programm
1977 Die «Mariner»-Sonde erkunden Saturn und Jupiter
1977 Das Mariner-Programm wird zum Voyager-Programm
1977 20. August 1977 Start von «Voyager 2» auf dem Stargelände desKennedy Space Flight Centers
1977 5. September 1977 Start von «Voyager 1» auf dem Stargelände des Kennedy Space Flight Centers
«Voyager 1» sendet zahlreiche Bilder von der Erde und vom Mond
1979 5. März 1979 «Voyager 1» hat seine kürzeste Entfernung zum Jupiter
1979 9. Juli 1979 «Voyager 2» hat seine kürzeste Entfernung zum Jupiter
1980 12. November 1979 «Voyager 1» fliegt am Saturn vorbei
«Voyager 1» verlässt das Sonnensystem
1981 25. August 1981 «Voyager 2» fliegt am Saturn vorbei
1982 Das Deep Space Network vergrössert zwei seiner 26-Antennen auf 34 m
1986 24. Januar 1981 «Voyager 2» fliegt am Uranus vorbei
Das Deep Space Network vergrössert seine 64 m-Antennen auf 70 m
1987 «Voyager 2» beobachtet die Supernova 1987A
1988 «Voyager 2» sendet das erste Farbfoto von Neptun
1989 25. August 1989 «Voyager 2» beobachtet als erstes Raumschiff den Planeten Neptun
«Voyager 2» verlässt die Bahnebenen unserer Planeten und beginnt seine Reise ausserhalb unseres Sonnensystems
1990 1. Januar 1990 Voyager beginnt seine interstellare Mission
1990 14. Februar 1990 Voyager sendet seine letzten Bilder und vervollständigt so das Portrait unseres Sonnensystems
1998 17. Februar 1998 Voyager 1» wird zum von Menschen gebauten Gerät, welches sich am weitesten von der Erde entfernt hat. Bisher war die Raumsonde «Pioneer 10» der Rekordhalter.
2004 15. Dezember 2004 «Voyager 1» durchquert das Grenzgebiet des «Termination Shocks», jenem Region, wo das Sonnensystem in den interstellaren Raum übergeht.
2007 5. September 2007 «Voyager 2» durchquert «Termination Shock»
2012 25. August 2012 «Voyager 1» tritt in den interstellaren Raum ein
Quelle: Jet Propulsion Laboratory, Pasadena (USA), September 2013 (Text: RAOnline)

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Weitere Informationen
Planeten unseres Sonnensystems
NASA Deep Impact
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