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20 Jahre Kinderrechtskonvention: Chance und Verpflichtung
Die UN-Kinderrechtskonvention ist der erfolgreichste Völkerrechtsvertrag: Sie wurde von 193 Staaten ratifiziert und ist seit 20 Jahren weltweit in Kraft. Das Übereinkommen macht alle Kinder zu Rechtsträgern, die nicht mehr als Besitz ihrer Eltern gesehen werden können. Die Kinderrechte haben massgeblich zur Verbesserung von Schutz und Entwicklungschancen der Kinder beigetragen. Dennoch:

Die Herausforderungen für die kommenden Jahrzehnte bleiben immens und komplex. Klimawandel und Finanzkrise tragen das Ihre dazu bei, dass das Erreichen der UN-Millenniumsziele alles andere als selbstverständlich sein wird. Die soeben erschienene Spezialausgabe der UNICEF Berichtreihe «Zur Situation der Kinder in der Welt» zeigt zum 20. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention deren Hintergründe und Zukunftsperspektiven auf.

Der 20. November ist ein historisches Datum: an diesem Tag wurde im Jahr 1989 die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet und danach im Rekordtempo von allen Ländern der Welt ausser den USA und Somalia ratifiziert. Sie umfasst 54 Artikel zu Überleben, Schutz und Entwicklung von Kindern. Mit diesem völkerrechtlichen Übereinkommen verpflichten sich die Staaten, entsprechende Massnahmen zu treffen, um die Rechte der Kinder durchzusetzen. Die Kinderrechtskonvention ist das erste völkerrechtliche Dokument, welches direkt auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet ist.

Dank der Kinderrechtskonvention hat sich die Sicht auf die Kinder weltweit verändert: Kindheit wurde erstmals als geschützter Lebensabschnitt definiert, in dem Kinder aufwachsen, lernen, spielen und sich entwickeln können. Kinder werden heute als eigenständige Individuen angesehen, die eine eigene Meinung haben und diese auch äussern dürfen. Aus Almosenempfängern sind Rechtsträgerinnen und -träger geworden. UNICEF hat das Mandat inne, die Umsetzung der Kinderrechte zu begleiten und die Regierungen diesbezüglich an ihre Pflichten zu erinnern.

Universelle Kinderrechte: Motor für gesellschaftliche Veränderungen

Die Kinderrechtskonvention bewährt sich als kraftvolle Ergänzung der Menschenrechte und hat innerhalb von zwei Jahrzehnten beinahe universelle Gültigkeit erlangt. In den letzten 20 Jahren haben über 70 Staaten aufgrund der Konvention Gesetzesänderungen eingeleitet. In Indien beispielsweise wurde das Recht auf eine Primarschulbildung im Gesetz verankert und eine Bildungssteuer eingeführt. Zudem wurde 2007 eine nationale Kommission gegründet, die die Durchsetzung der Kinderrechte überwacht.

In Südafrika wurden die Grundsätze der Kinderrechtskonvention 1996 ins Gesetz aufgenommen. Sie garantieren den Kindern das Recht auf eine Identität, auf Grundversorgung, auf Bildung und Schutz.

Überlebenschancen für Kinder

Die Kinderrechte verlangen den kompromisslosen Schutz der Kinder vor Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung.

Alle Kinder müssen überleben und sich entwickeln dürfen.

Global gesehen wurden diesbezüglich in Afrika und Asien die grössten Fortschritte erzielt (ausgenommen Südasien und die Länder südlich der Sahara). So sank die Kindersterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren von 12,5 Millionen 1990 auf 9 Millionen im Jahr 2008.

84 Prozent aller Kinder treten in die Primarschule ein, 90 Prozent davon schliessen sie ab. Die Gleichstellung von Mädchen und Knaben ist markant erhöht worden. Die Todesfälle durch Masern konnten dank Impfungen um drei Viertel reduziert werden.

Wirtschaftskrise und Klimawandel bedrohen die Errungenschaften der Kinderrechtskonvention

Heute stehen die Kinderrechte vor einem entscheidenden Moment: Die schlimmste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren, Klimawandel, Hunger und demographische Veränderungen treffen Kinder ganz besonders. Sollte die Wirtschaftskrise anhalten, könnten gemäss Schätzungen der Weltbank und von UNICEF 200'000 bis 400'000 mehr Kinder pro Jahr sterben. So hat eine Studie der Weltbank in 59 Entwicklungsländern ergeben, dass der Rückgang des Brutto-Inland-Produkts um 1 Prozent 18 bis 44 Todesfälle pro 1000 Geburten zur Folge hätte.

Der Klimawandel beginnt die Existenz- und Lebensgrundlage der Menschen in den Entwicklungsländern ernsthaft zu zerstören. Im Jahr 2030 werden 25 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren in einem der 49 am wenigsten entwickelten Länder leben - nahezu eine Verdoppelung gegenüber 1990. Diese Kinder werden eine zunehmend unwirtliche Umwelt erleben: Wetterextreme, Naturkatastrophen und veränderte Bedingungen für die Vegetation bedrohen Errungenschaften wie sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittelsicherheit und die Eindämmung von Krankheiten.

Quelle: Text UNICEF Schweiz 2009
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