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Winter 2011-12: Eisbrecher im 24-Stunden-Einsatz

Mitteilung vom 15.02.2012

Der Eisbrecher "Josef Langen" hat sich in der Mosel bereits fast 100 km zu Berg durchs Eis gearbeitet. Insgesamt wurden bisher schätzungsweise 70 km geschlossene Eisdecke in den Stauhaltungen Koblenz bis St. Aldegund gebrochen. Teilweise war es besonders schwierig, da sich das Eis übereinander geschoben hat und sich durch Eisversatz Eisdicken von bis zu 50 cm gebildet haben.

Gegenwärtig ist der Eisbrecher im Oberwasser der Staustufe St. Aldegund im Einsatz. Er wird im Laufe des Abends die Stauhaltung Enkirch brechen und spätesten gegen Mitternacht die Arbeiten in der Stauhaltung Zeltingen aufnehmen und nach oberstrom hin fortsetzen.

Zwischen Koblenz und Müden ist die Schifffahrt zu Berg, allerdings noch mit Beeinträchtigungen, wieder unterwegs. Die Bergfahrer werden einzeln nach Aufforderung in Koblenz, Lehmen oder Müden geschleust und es wird ihnen ein bestimmter Liegeplatz vorgegeben, wo sie ihre Fahrt aus Sicherheitsgründen wieder unterbrechen müssen. Dadurch entspannt sich die Situation im Bereich Koblenz und sobald die Bergfahrt uneingeschränkt wieder freigegeben werden kann, sind die Voraussetzungen für einen geordneten Verkehrsfluss geschaffen.

Der Eisbrecher "Josef Langen" hat sich schon oft im Eiseinsatz auf der Mosel bewährt.

Hier sei an den grossen Eiseinsatz 1997 und 2009 erinnert. Er wurde 1960 gebaut und 2000 grundinstandgesetzt.

Der Eisbrecher "Josef Langen" ist 32,80 m lang, 8,00 m breit und hat einen Tiefgang von 1,80 m.

Seine Antriebsleistung beträgt fast 1'600 PS. Eine im Vorschiff eingebaute Stampfanlage lässt ihn Eisdecken bis 50 cm und Packeis bis 150 cm aufbrechen.

Quelle: Text Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz WSA, 2012

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Winter 2011-12: Ein Winter voller Kontraste

Anfangs strenge Winterkälte, später gebietsweise frühlingshaft mild

Der Februar 2012 brachte in Deutschland mit -2,6 Grad Celsius (°C) eine negative Abweichung von -3,0 Grad verglichen mit der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Bezogen auf die Vergleichsperiode 1981-2010 war er 3,6 Grad zu kalt. Trotz des Klimawandels sind, so der DWD, immer auch eisig-kalte Witterungsabschnitte möglich.

Zu Beginn lenkte Hoch "Dieter" über Nordwestrussland in breitem Strom Kaltluft von Nordosten her nach Deutschland.

Vom 1. bis zum 12. lag der Temperaturschnitt bei -10,3°C. Damit kann der Februar 2012 streckenweise mit strengen Wintern wie 1963, 1956 oder 1929 konkurrieren.

Besonders beeindruckte die klirrende Winterkälte dort, wo überhaupt kein Schnee lag, wie am 6. in Braunschweig mit -20,4°C oder in Baruth, südlich von Berlin, mit -23,7°C. Diese sogenannten Kahlfröste gehören damit zu den strengsten, die jemals in Deutschland aufgetreten sind. Teilweise drang der Frost bis 80 cm Tiefe in den Boden.

Die tiefste Temperatur meldete Oberstdorf am 6. mit -29,4°C. Am gleichen Tag stellte Ueckermünde am Stettiner Haff in einer seit 1947 bestehenden Beobachtungsreihe mit -28,7°C einen neuen Stationsrekord auf.

Auf vielen Seen und Flüssen entstand eine dicke Eisdecke. Atlantische Tiefdruckgebiete beendeten zur Monatsmitte von Westen her die winterliche Periode. Die Temperaturen stiegen -bereits die Nacht zum 17. war fast überall frostfrei. In Buckelwiesen bei Mittenwald zeigte das Thermometer am 24. auffällige 17,3°C.

Quelle: Text Deutscher Wetterdienst DWD, 2012
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