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Bau der 5. Schleusenkammer im Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel
Bau der 5. Schleusenkammer Brunsbüttel auf der Zielgeraden.
18.12.2025
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Nord-Ostsee-Kanal (Deutschland)
Bau der 5. Schleusenkammer im Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel
Bau der 5. Schleusenkammer Brunsbüttel ist ein gutes Jahr vor der geplanten Verkehrsfreigabe auf der Zielgeraden.

Erstes Schiebetor eingebaut

"Jüngst wurde das erste der drei neuen Schleusentore im Binnenhaupt eingebaut - ein wichtiges Etappenziel", freut sich Sachbereichsleiterin Annemarie Brandt vom Wasserstrassen-Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal (WNA NOK). "In den Torhäusern läuft die Installation der Antriebstechnik und der Kettenumläufe, am Binnenhaupt wurde zudem bereits im November der Oberwagen des Tores eingebaut", blickt Annemarie Brandt auf die vergangenen Monate zurück. Darüber hinaus sind sämtliche Vorsatzschalen an den Schleusenkammerwänden fertig und bereits mit Pollern und Steigleitern ausgestattet. Der elbseitige Vorhafen hat mit der diesjährigen Nassbaggerkampagne annähernd seine finale Gestalt angenommen.

Das neue Schleusentor war auf dem Wasserweg von Eemshaven in den Niederlanden nach Brunsbüttel gekommen.

Mit einem Gewicht von 2'300 Tonnen, einer Höhe von 21 Metern und einer Länge von 47 Metern gehört das Schiebetor zu den grössten seiner Art in Europa.

Zuvor hatte es in Eemshaven einen umfangreichen Krängungstest erfolgreich bestanden, bei dem es durch systematische Gewichtsverlagerungen auf seine Schwimmstabilität geprüft wurde. "Das eingebaute Tor übernimmt eine wichtige Funktion beim Hochwasserschutz, die bislang die Baugrubenwand am Aussenhaupt innehatte", erläutert Sachbereichsleiterin Annemarie Brandt. "Diese Baugrubenwand können wir nun zurückbauen lassen und somit auch am Aussenhaupt die Voraussetzungen schaffen für den Einbau eines Schleusentores." Die beiden weiteren Schiebetore - eines für das Aussenhaupt, eines als Reserve - werden in den kommenden Monaten ebenfalls in Eemshaven zu Wasser gelassen, umfangreichen Krängungstests unterzogen und dann nach Brunsbüttel geschleppt.

Im Rahmen der siebten Nassbaggerkampagne haben Fachfirmen im zu Ende gehenden Jahr rund 350.000 Kubikmeter Boden aus dem elbseitigen Vorhafen abgetragen und via NOK ins Bodenlager Dyhrrsenmoor transportiert. Der Treibselräumweg am Vorhafen ist fertiggestellt und die Böschung wird begrünt. "In diesem Bereich ist somit schon fast alles bereit für die Verkehrsfreigabe der neuen Schleusenkammer, die wir Ende 2026 erwarten", berichtet Annemarie Brandt.

"Der gute Fortschritt beim Bau der 5. Schleusenkammer trotz verschiedener Herausforderungen ist das Ergebnis der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den ausführenden Firmen und uns," erklärt Joachim Abratis, Leiter des Wasserstrassen-Neubauamtes Nord-Ostsee-Kanal. „Die erreichten Meilensteine, wie die begonnene Betonage der Unterwasserbetonsohle und das Entfernen der Trennwände in den Häuptern, zeigen, dass wir im Zeitplan liegen. Unser gemeinsames Ziel bleibt weiterhin, die neue Schleusenkammer Ende 2026 für den Schiffsverkehr freizugeben"

Parallel zu den Hauptbauarbeiten laufen auch die weiteren Gewerke planmässig: Betonageteams stellen Anschlussbauwerke her, um die neuen Massivbauteile mit dem Bestand zu verbinden. Tiefbauteams verlegen Leerrohrsysteme für Versorgungsleitungen, und Strassenbauteams asphaltieren die ersten Verkehrswege rund um die neue Schleusenkammer. Die Planungsphase der Elektrosteuerungstechnik ist in ersten Bereichen abgeschlossen.

Die Gesamtinvestitionen für den Bau der 5. Schleusenkammer Brunsbüttel liegen bei 1,2 Milliarden Euro. Etwa 125 Millionen davon entfallen auf das zu Ende gehende Jahr 2025.

Hintergrund

Der Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals und ein Schlüsselprojekt für die Entlastung des Schleusenbetriebs am West-Ende des NOK. Die neue Kammer ist 360 Meter lang (Nutzlänge 330 Meter) und 45 Meter breit (Nutzbreite 42 Meter). 2014 wurden die Bauaufträge für die neue Schleusenkammer und drei Schiebetore erteilt. Die neue Schleusenkammer soll Ende 2026 für den Schiffsverkehr freigegeben werde

Quelle: Text Wasserstrassen-Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal, 18. Dezember 2025
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