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Umwelt Schweiz Arealentwicklung
Arealstatistik 2013/18 Kantone AI, AR, SH, SZ, TG, UR, ZG, ZH 2018
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Arealstatistik 2013/18

Neue Resultate der Kantone AI, AR, SH, SZ, TG, UR, ZG, ZH

Siedlungsflächen wachsen weiter, aber langsamer

Die Siedlungsflächen im Gebiet der West-, Zentral- und Nordschweiz sind in rund drei Jahrzehnten (1982-2015) um 31% gewachsen. Ihr Anteil an der Gesamtfläche stieg dadurch von 7,9% auf 10,3%. Durchschnittlich betrug das jährliche Wachstum 1983 Hektaren oder 2'700 Fussballfelder. Der Zuwachs ging vorwiegend auf Kosten von Landwirtschaftsflächen. Dies geht aus den neuen Teilergebnissen der Arealstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.

Die gegenwärtig laufende vierte Erhebung der Arealstatistik ist mittlerweile für 65,8% der Gesamtfläche der Schweiz abgeschlossen. Die nun vorliegenden Resultate decken 21 Kantone und angrenzende Gebiete der West-, Zentral- und Nordschweiz ab. Sie erlauben statistisch gesicherte Aussagen zum Wandel der Bodennutzung über drei Zeitintervalle mit einer Gesamtdauer von 33 Jahren (1982-1994, 1994-2006 und 2006-2015).

Unterschiedliche Tendenzen im Siedlungsbereich

Die Wachstumsrate der Siedlungsflächen im beobachteten Gebiet hat sich von 1,0% pro Jahr in der Periode 1982-1994 auf 0,8% zwischen 1994 und 2006 und auf 0,7% zwischen 2006 und 2015 abgeschwächt. Die Siedlungsflächen umfassen neben dem Gebäude-, Industrie- und Gewerbeareal auch sämtliche Verkehrsflächen, Erholungs-und Grünanlagen sowie besondere Siedlungsflächen wie Energieversorgungsanlagen, Deponien oder Baustellen.

Ähnlich wie die Siedlungsflächen entwickelten sich das Gebäudeareal und die Verkehrsflächen. Eine Ausnahme innerhalb des Gebäudeareals bilden die Mehrfamilienhäuser, bei denen sich das Flächenwachstum in der dritten Periode wieder etwas beschleunigte. Nach einer Abnahme wieder leicht zugenommen hat auch das Wachstum des Industrie- und Gewerbeareals.

Baustellen und Abbauflächen nehmen weniger Raum ein

Eine Ausnahme im Siedlungsbereich bilden die besonderen Siedlungsflächen, die seit 1982 nicht mehr gewachsen, sondern kleiner geworden sind. Hauptgrund dafür sind die Rückgänge der Baustellen sowie der Abbauflächen (Kiesgruben, Sandabbau und Steinbrüche). Bei den Erholungs- und Grünanlagen kam es nach einer starken Zunahme im zweiten zu einer Abschwächung im dritten Intervall. Dazu hat insbesondere das kleinere Wachstum der Golfplätze beigetragen, das im beobachteten Landesteil von 1994 bis 2006 jährlich 132 ha und von 2006-2015 noch 40 ha betrug.

Siedlungsflächen entstehen auf Kulturland

In 33 Jahren haben die Siedlungsflächen in der West-, Zentral- und Nordschweiz jährlich um durchschnittlich 1983 Hektaren zugenommen. Neue Siedlungsflächen entstanden zu 41% auf Naturwiesen und Heimweiden, zu 35% auf Ackerland, zu 16% auf Obst-, Reb- und Gartenbauflächen sowie zu 2% auf Alpwirtschaftsflächen. Insgesamt sind die Siedlungen somit zu 94% auf Kosten des Kulturlandes gewachsen. Die restlichen 6% entstanden grösstenteils auf Wald-, Gehölz- und Gebüschflächen.

Landwirtschaftsflächen bedecken vier Zehntel des Gebiets

Die Landwirtschaftsflächen haben in den beobachteten Landesteilen von 1982 bis 2015 pro Jahr durchschnittlich um 2320 Hektaren abgenommen. Ihr Anteil an der Gesamtfläche sank dadurch von 44% auf 41%. Auf 80% der verschwundenen Landwirtschaftsflächen entstanden Siedlungsflächen - dies hauptsächlich im ganzjährig bewohnten Gebiet. Auf 20% wuchsen Wald, Gehölze und Gebüsche. Diese Einwaldung fand vorwiegend auf Alpwirtschaftsflächen statt.

Hochstammobst nimmt nur noch gering ab

Die Abnahme der für Obst-, Reb- und Gartenbau genutzten Flächen war in der dritten Beobachtungsperiode weniger ausgeprägt als früher (263 ha pro Jahr verglichen mit 841 und 957 ha pro Jahr in den Vorperioden). Massgeblich dafür waren die Feldobstflächen (Hochstammbäume), die zwischen 1994 und 2015 deutlich langsamer abgenommen haben als zuvor.

Dieser Trend, der bereits in den früher veröffentlichten Resultaten der Westschweiz sichtbar war, hat sich nun im Gebiet der Zentral- und Nordschweiz bestätigt. Er dürfte vor allem auf die Bundesbeiträge für Hochstammbäume zurückzuführen sein, welche bewirkten, dass wieder mehr Hochstammplantagen gepflanzt wurden.

Quelle: Text Bundesamt für Statistik BFS, 26. November 2018

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