Fast jede dritte Zahlung in der Schweiz wird mit einem mobilen Gerät wie Mobiltelefon, Tablet oder Smartwatch getätigt. Bei Zahlungen vor Ort ist das Bargeld wieder die Nummer eins, wie der aktuelle «Swiss Payment Monitor» zeigt. In der Schweiz wird am häufigsten mit mobilen Geräten wie Mobiltelefon, Tablet oder Smartwatch bezahlt. Dazu zählen neben Twint-Zahlungen, die meist direkt vom Konto abgebucht werden, auch Zahlungen mit E-Wallets wie Apple Pay, Samsung Pay oder Google Pay, bei denen eine Debit- oder Kreditkarte hinterlegt ist. Mit Blick auf die Gesamtzahl aller Transaktionen ergeben sich folgende Zahlungsmittelanteile (in Klammern Vergleich zur Erhebung vom Mai 2024)
Bei der Betrachtung des Umsatzes als Messgrösse liegt die Kreditkarte vor den Barzahlungen auf dem dritten Platz:
Diese drei Zahlungsmittel generieren somit mittlerweile fast drei Viertel des Umsatzes, da der Umsatzanteil des Bargelds (-3,7 Prozentpunkte) sowie der Rechnung (-2,4 Prozentpunkte) deutlich zurück ging. Das zeigt der zwölfte Swiss Payment Monitor der ZHAW School of Management and Law und dem Center for Financial Services Innovation der Universität St.Gallen. Dafür wurden im Oktober und November 2024 1700 Personen in der ganzen Schweiz befragt. Bargeld im Laden meistgenutztes Zahlungsmittel Werden nur die Zahlungen vor Ort, also im Laden, betrachtet, hat Bargeld die Debitkarte als am häufigsten verwendetes Zahlungsmittel wieder überholt. Dies allerdings nur, weil dessen relative Nutzung weniger stark zurückgegangen ist:
Wird jedoch nach dem Abrechnungsprodukt einer Zahlung vor Ort aufgeschlüsselt, bleibt die Debitkarte mit einem Anteil von 33,7 Prozent führend vor Bargeld (28,2 Prozent), der Kreditkarte (22,4 Prozent) und Zahlungen mit Twint, welche direkt dem Konto belastet werden (11,6 Prozent). «Da die neue Generation von Debitkarten auch in E-Wallets wie Apple Pay, Samsung Pay oder Google Pay hinterlegt werden kann, werden insbesondere vor Ort vermehrt mobile Zahlungen über eine Debitkarte abgerechnet», sagt ZHAW-Zahlungsmittelexperte Marcel Stadelmann. Auch Kleinstbeträge werden häufig mobil bezahlt Ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Zahlungsmittels ist die Höhe des zu bezahlenden Betrags. So ist der Anteil Bargeldzahlungen bei Beträgen unter 20 Franken am höchsten und nimmt mit steigenden Beträgen kontinuierlich ab. Bei der Kreditkarte und der Rechnung verläuft der Trend genau umgekehrt. Bei Zahlungen über 500 Franken ist die Kreditkarte das am häufigsten eingesetzte Zahlungsmittel. Mobiles Bezahlen erfreut sich unabhängig von der Betragshöhe einer grossen Beliebtheit. «Selbst Kleinstbeträge unter fünf Franken wurden in der jüngsten Erhebung erstmals häufiger mobil bezahlt als mit Bargeld», erklärt Tobias Trütsch, Zahlungsökonom der Universität St.Gallen. Swiss Payment Monitor Der Swiss Payment Monitor erscheint halbjährlich, um die Entwicklungen im Zahlungsverhalten der Schweizer Bevölkerung zeitnah abzubilden. Er wurde im Jahr 2018 erstmals veröffentlicht und basiert einerseits auf repräsentativen Umfragedaten einer Online- und Tagebucherhebung sowie anderseits auf öffentlichen Daten der Schweizerischen Nationalbank. Von Ende Oktober bis Mitte November 2024 wurden rund 1700 Personen ab 18 Jahren aus allen drei Landesteilen zu ihren Zahlungsgewohnheiten und Einstellungen gegenüber neuen Zahlungsmitteln repräsentativ befragt. Der Swiss Payment Monitor wird vom Swiss Payment Research Center der ZHAW School of Management and Law und dem Swiss Payment Behaviour Lab der Universität St.Gallen herausgegeben. Die Studie wird finanziert durch die beiden Forschungsinstitutionen, die Swiss Payment Association (Branchenorganisation aller grossen Schweizer Herausgeber von Kreditkarten der internationalen Kartenorganisationen) sowie die Industriepartner Nexi und Worldline.
Die Schweizer Bevölkerung nutzt erstmals seit der Coronapandemie wieder deutlich weniger oft Bargeld. Mobiles Bezahlen wächst hingegen stetig und wird fast so häufig eingesetzt wie Bargeld. Zudem baut die Debitkarte ihren Vorsprung als beliebtestes Zahlungsmittel weiter aus, zeigt der Swiss Payment Monitor der ZHAW und der Universität St. Gallen. Der Anteil der Bargeldzahlungen geht in der Schweiz erstmals seit dem Ausbruch der Coronapandemie im Jahr 2020 wieder deutlich zurück (-3,2 Prozentpunkte). Bargeld bleibt aber mit einem Viertel der Anzahl Transaktionen auf dem zweiten Platz der Zahlungsmittel - dies jedoch nur noch knapp vor Zahlungen mit mobilen Geräten wie Mobiltelefon, Tablet oder Smartwatch (23,3 Prozent). Am häufigsten bezahlt wird weiterhin mit der Debitkarte (29,3 Prozent), welche ihre Spitzenposition ausbauen konnte. Das zeigt der zum zehnten Mal durchgeführte Swiss Payment Monitor der ZHAW School of Management and Law und dem Center for Financial Services Innovation der Universität St. Gallen. Für die Untersuchung wurden im Oktober und November 2023 rund 1700 Personen repräsentativ für die ganze Schweiz befragt. Debitkarte legt bei Zahlungen vor Ort zu Bei Zahlungen vor Ort festigt die Debitkarte als Abrechnungsprodukt ihre Spitzenposition deutlich, und zwar sowohl beim Umsatz mit einem Anteil von 41,2 Prozent (+3,5 Prozentpunkte) als auch bei der Anzahl Transaktionen mit 37 Prozent (+2,1 Prozentpunkte). Die Kreditkarte folgt im sogenannten Präsenzgeschäft mit einem Umsatzanteil von 29,1 Prozent (-3,2 Prozentpunkte) auf Platz zwei und auf Platz drei gemessen an der Anzahl Transaktionen mit 21,6 Prozent (-0,4 Prozentpunkte). Dabei werden Zahlungen mit E-Wallets wie Apple Pay, Samsung Pay oder Google Pay, bei denen eine Debit- oder Kreditkarte hinterlegt ist, mitgezählt. «Mittlerweile wird rund jede dritte Kreditkartenzahlung und 13 Prozent aller Debitkartenzahlungen mobil mit hinterlegten Zahlungskarten durchgeführt, beispielsweise via Apple Pay, Samsung Pay oder Google Pay», sagt ZHAW-Zahlungsmittelexperte Marcel Stadelmann. Mit einem Anteil von 29,2 Prozent (-2,9 Prozentpunkte) wird vor Ort weiterhin am zweithäufigsten mit Bargeld bezahlt. Mit dem Bankkonto verknüpfte Twint-Zahlungen - also mit mobilem Bezahlen im eigentlichen Sinn - legen im Präsenzgeschäft nach dem starken Wachstum zwischen November 2022 und Mai 2023 nur noch leicht zu auf einen Anteil von 7,2 Prozent (+0,3 Prozentpunkte). Einstellung zur Bargeldabschaffung polarisiert Der Grossteil der Schweizer Bevölkerung bewertet den Zugang zu Bargeld in ihrem Alltag als eher gut (53 Prozent) bis sehr gut (32 Prozent). Lediglich 15 Prozent beurteilen ihn insgesamt als eher schlecht (13 Prozent) bis sehr schlecht (2 Prozent). Fast die Hälfte der Befragten ist jedoch der Meinung, dass sich der Bargeldzugang in den letzten Jahren zumindest etwas (36 Prozent) oder sogar stark (10 Prozent) verschlechtert hat. «Die subjektive Wahrnehmung der Schweizer Bevölkerung deckt sich mit objektiven Messgrössen zum Bargeldzugang», erklärt Tobias Trütsch, Zahlungsökonom der Universität St. Gallen. Bargeldannahmepflicht wird befürwortet Die Einführung einer Annahmepflicht für Bargeld in der Schweiz wird von einer Mehrheit von 61 Prozent begrüsst. Etwas weniger als jede:r fünfte Befragte spricht sich dagegen aus. Demgegenüber wird eine Annahmepflicht für bargeldlose Zahlungsmittel von 41 Prozent der Befragten befürwortet und von 37 Prozent abgelehnt. «Aus den Rückmeldungen zu den Gründen geht hervor, dass die Befürworter:innen die individuelle Wahlfreiheit des Zahlungsmittels aus Sicht der Konsument:innen am höchsten gewichten», sagt Marcel Stadelmann. Swiss Payment Monitor Der Swiss Payment Monitor erscheint halbjährlich, um die Entwicklungen im Zahlungsverhalten der Schweizer Bevölkerung zeitnah abzubilden. Er wurde im Jahr 2018 erstmals veröffentlicht und basiert einerseits auf repräsentativen Umfragedaten einer Online- und Tagebucherhebung sowie anderseits auf öffentlichen Daten der Schweizerischen Nationalbank. Von Mitte Oktober bis Mitte November 2023 wurden rund 1700 Personen ab 18 Jahren aus allen drei Landesteilen zu ihren Zahlungsgewohnheiten und Einstellungen gegenüber neuen Zahlungsmitteln repräsentativ befragt. Der Swiss Payment Monitor wird vom Swiss Payment Research Center der ZHAW School of Management and Law und dem Swiss Payment Behaviour Lab der Universität St. Gallen herausgegeben. Die Studie wird finanziert durch die beiden Forschungsinstitutionen, die Swiss Payment Association (Branchenorganisation aller grossen Schweizer Herausgeber von Kreditkarten der internationalen Kartenorganisationen) sowie die Industriepartner Nexi und Worldline.
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