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Bergbau in Grönland

Die Regierung hebt das Förderverbot für Rohstoffe auf

Am 12. April 2013 haben die Wahlberechtigte in Grönlandfür 4 Jahre eine neue Regierung gewählt. Die neue Ministerpräsidentin Aleqa Hammond gehört der ältesten und stärksten politischen Partei der Insel, der Siumut, an.

Die Regierung in Grönland heisst Naalakkersuisut und bestimmt die Geschicke eines Landes, welches seit dem Unabhängigkeitsabkommen von 2009 grosse Souveränitätsrechte gegenüber Dänemark besitzt.Grönland war bis 1979 eine Kolonie Dänemarks. 1979 erlangte Grönland die Autonomie von der früheren Kolonialmacht. Dänemark bestimmt weiterhin die Aussen- und Sicherheitspolitik in Grönland und trägt mit seinen Zuschüssen zu einem Drittel zum grönländischen Staatshaushalt bei.

56'000 Grönländer leben auf der mit 2'166'086 km2 grossen Insel. Sie ist somit rund 54mal grösser als die Schweiz. Nuuk, das frühere Godhåb, ist die Hauptstadt des Landes.

Die neue Premierministerin, der ersten Frau in diesem Amt in Grönland, prophezeite, dass Grönland noch während ihrer Lebenszeit die totale Unabhängigkeit erlangen werde. Für dieses Ziel benötigt das Land viel Geld, welches es durch die Lizenzvergabe an Bergbaukonzerne erwerben möchte. Das neu gewählte Parlament (grönländisch: Inatsisartut) hat das Verbot zur Förderungvon Uran und Seltenen Erden im Juni 2013 aufgehoben.

Am 24. Oktober 2013 hat die Regierung eine Förderlizenz für Eisenerz (golden iron = Eisensulfide wie Pyrit) in der Gegend von Isukasia an die London Mining vergeben. Isukasia liegt rund 150 km nordöstlich von Nuuk. Jens-Erik Kirkegaard, der Minister Industrie & Bergbau nannte es einen historischen Augenblick für Grönland. In der Aufbauphase werden 3'000 Menschen im neuen Bergwerk beschäftigt. Während der Abbauphase rechnet die Regierung mit 750 Arbeitsplätzen. Fachleute rechnen, dass viele dieser Arbeitsplätze mit Chinesen besetzt werden.

Die Regierung will nun eine IBA- Vereinbarung (Impact and Benefit Agreement (IBA)) erarbeiten. Das Ziel dieser Vereinbarung ist es, dass Firmen, welche in Grönland ein Geschäft betreiben, zu sozialen Richtlinien und Umweltstandards verpflichtet werden. Zu diesen Standards gehören die Gleichheit der Geschlechter, die Verpflichtung zu Angeboten für die Ausbildung und Weiterbildung der Arbeitskräfte, die Abgabe- und Steuerpflichtusw.

Die neue Regierung will 2014 die Grundzüge ihrer Rohstoffpolitik wieder überarbeiten und anpassen. Dieser Reformschritt geschieht in Grönland alle 5 Jahre.

Die dänische Regierung hat sich auch zu Wort gemeldet. Die Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt hob hervor, dass Dänemark entscheiden werden, wohin die begehrten Metalle exportiert werden dürfen.

Dänemark verfügt über reiche Rohstoffvorkommen wie Diamanten, Zink, Blei, Seltene Erden, Gold und Uran.

Die Metallgruppe mit dem historisch begründeten, irreführenden Namen "Seltene Erden" umfasst 17 chemische Elemente wie Cer, Dysprosium, Lanthan, Neodym, Scandium, Thulium oder Yttrium usw. Einige dieser Metalle sind zentrale Rohstoffe in der Produktion von u.a. Mobiltelefonen, Autos, elektronischen Geräten. Die Seltenen Erden werden in aufwändigen Verfahren aus Erzen gewonnen. Der Aufbau einer Mine für den Abbau von Seltenen Erden dauert mehrere Jahre. China beherrscht den Welthandel mit diesen Metallen. China fördert und verkauft den Grossteil dieser Metalle.

Text und Recherche: RAOnline
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