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Vegetation in der Wüste Klima in Nordafrika
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Vegetation in der subtropischen Wüste

Wüstenklima bestimmt Wachstum der Pflanzen

Im Norden wird die Sahara in Marokko und Algerien durch den Anti-Atlas, den Jebel Sarhro und den Sahara Atlas begrenzt. An den Abhängen dieser Gebirgszüge fallen vor allem im Winterhalbjahr bis 250 mm pro Jahr. In Gebieten, wo wenigstens ab zu zu Regen fällt, hat sich die Halbwüste ausgebreitet. In Halbwüsten haben sich Zwergsträucher usw. angesiedelt. Weniger als 50% der Erdoberfläche sind dort mit Pflanzen bedeckt. Vollwüsten gliedern sich in Kern- und in Randwüste. Randwüsten gehen oft fliessend in Wüstensteppen oder Halbwüsten über.

Südlich der nördlichen Wüstenrandgebirge herrschen aride Klimaverhältnisse vor. Die Flussoasen im südlichen Marokko erhalten ihr Wasser durch Flüsse, welche durch tiefe Schluchten aus dem in den Wintermonaten schneebedeckten Hohen Atlas heranfliessen oder welche aus Stauseen versorgt werden. Entlang der Gebirgsketten und in den Flusstälern befindet sich der Grundwasserspiegel näher bei der Erdoberfläche.

Die Vegetation ausserhalb der bewässerten Oasen hat sich an das Wüstenklima angepasst. Die Pflanzen haben in diesen Trockengebieten eine Dürreresistenz und unterschiedliche Überlebensstrategien entwickelt. Je trockener ein Gebiet ist, desto weiter rücken die Pflanzen auseinander. Pflanzengemeinschaften gedeihen dort, wo ihnen Feuchtigkeit in Form von Tau oder Wasser zur Verfügung steht.

Lehm- und tonreiche Böden speichern weniger Wasser als sandreiche Böden. Es gibt Planzen, welche Grundwasser benötigen und daher lange Wurzeln in den Grundwasserhorizont treiben. Andere Pflanzen nutzen die spärlich vorhandene Bodenfeuchtigkeit durch ein dichtes oberflächennahes Wurzelnetz. Nach Regenfälle setzt bei diesen Pflanzengemeinschaften ein Wachstumsschub ein. Manche entwickeln sogar Blüten.

Auf extrem trockenen Wüstenflächenist die Erdoberfläche meistens mit einer schwer benetzbaren Kruste bedeckt. Die seltenen Regenfälle vermögen daher die Oberfläche nicht zu durchdringen und fliessen durch Trockenrinnen ab.

Sandschichten sind wasserdurchlässig. Nach Regenfällen sickert Wasser durch die Oberfläche in tiefere Sandschicht, wo es besser vor der Verdunstung geschützt ist. Dieses Wasser steht den in Sanddünen wachsenden Sträuchern und Dünengräsern als Bodenfeuchte zur Verfügung. Sandwüsten mit Dünen (= Erg) sind daher selten vegetationslos. Sanddünen entstehen oft an Bodenunebenheiten wie Sträuchern. Weht der Wind bei regelmässig aus einer Richtung, so bilden sich auf der Leeseite der Sträucher kleine Sandhaufen. Von Jahr zu Jahr wächst der Sandhaufen und mit ihm der Strauch bzw. Baum. Nach einigen Jahren wächst ein Tamariskenbaum aus einer Sanddüne.

Sinken die Niederschläge unter 100 mm/J. wachsen Pflanzen nur noch an Standorten, wo für sie ausreichend gute Wachstumsbedingungen vorherrschen. In allen Wüsten gibt es Standort, wo für ein bescheidenes Pflanzenwachstum genügend Feuchtigkeit vorhanden ist.

Nach Niederschlägen fliesst das Regenwasser durch sandige Erosionsrinnen und Vertiefungen und sammelt sich in Mulden und Senken. An diesen Stellen sickert Wasser in den Boden ein und dringt oft bis in tiefere Bodenschichten ein.

Grosse Niederschlagsmengen fliessen durch Wadis (= Trockenflusstäler, welche nur temporär mit Wasser gefüllt sind) ins die weite Wüsten hinaus, wo sie in Salzpfannen (= Sebha) verdunsten. Unter diesen Trockenflusstälern kann sich ein Grundwasserhorizont bilden.

Text: RAOnline
Oasen
Klima , Wetter und Vegetation in der Subtropischen Zone

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