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Wasserstrassen
der Welt: Nord-Ostsee-Kanal (Deutschland)
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Wasserstrassen Nord-Ostsee-Kanal |
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| Nord-Ostsee-Kanal
(Deutschland) |
| Jahresbilanz Nord-Ostsee-Kanal 2024 |
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Verkehrszahlen
Geopolitische Krisen, veränderte Transportrouten und volkswirtschaftliche Veränderungen haben sich im Jahr 2024 auch auf das Verkehrsgeschehen am Nord-Ostsee-Kanal ausgewirkt.
Insgesamt wurden 2024 insgesamt 75'561'270 Mio. Tonnen Ladung auf 24'866 Schiffen durch den Nord-Ostsee-Kanal transportiert. Das sind nur 2,1 Prozent weniger Güter als im vergangenen Jahr.
Heiko Böschen, Leiter der Unterabteilung Seeschifffahrt in der GDWS:"Der Nord-Ostsee-Kanal ist nicht von der allgemeinen wirtschaftlichen und geopolitischen Situation zu trennen. Gemessen daran sind die Rückgänge von nur zwei Prozent bei den Gütermengen moderat. Sie zeigen sich u.a. auch im Hamburger Hafen, der einen ähnlichen Rückgang bei den Ladungsmengen zu verzeichnen hat. Die Verkehrszahlen des Nord-Ostsee-Kanals spiegeln die veränderten europäischen und internationalen Rahmenbedingungen wider. Die aktuellen Krisen wirken sich auch auf die Handelswege, die Warenströme und Warenmengen aus. So ist der Verkehr mit russischen Häfen noch weiter deutlich zurückgegangen. Das merken wir natürlich. Erfreulich sind die leicht angestiegenen Zahlen im Teilstreckenverkehr."
Vor dem Ukrainekrieg 2021 waren es noch 2'771 Schiffe von und zu russischen Häfen, die 14,2 Mio. Tonnen Ladung, auf dem NOK transportiert haben. 2024 dagegen nur noch 694 Schiffe mit 2,3 Mio. Tonnen.
Im Teilstreckenverkehr wurden im vergangenen Jahr 6'432'267 Tonnen Ladung auf 6'637 Schiffen befördert. Das ist eine Steigerung von 1,2 Prozent und belegt die grosse Bedeutung des Nord-Ostsee-Kanals für die Industriegebiete im Raum Brunsbüttel (Chemie, Raffinerie etc.) und die Häfen am Nord-Ostsee-Kanal.
Im Durchgangsverkehr liegt das Mittelschiff (rechnerische Durchschnittsgrösse) bei 5'688 BRZ (= Bruttoraumzahl). Das ist eine Steigerung von 3,9 Prozent.
Der Trend hin zu wachsenden Schiffsgrössen hält an, d.h. es werden grössere Schiffe für den Warentransport eingesetzt. Im vergangenen Jahr zeigte sich eine leichte Erhöhung bei den Schiffen in den Verkehrsgruppen 5 und 6 (die grössten Verkehrsgruppen in NOK), die bereits auf hohem Niveau liegen.
2024 haben vor allem 10'989 Trockenfrachter, 6'375 Tanker und 3'441 Containerschiffe den Nord-Ostsee-Kanal befahren.
Die seit Sommer 2023 geltende einheitliche Geschwindigkeit von 12 km/h hat die Verkehrssicherheit im Nord-Ostsee-Kanal erhöht. Positiv ist u.a., dass die Kanalböschungen durch die Schiffsmotoren weniger stark beansprucht werden. Auch Überholsituationen, die die Böschung besonders belasten und auch nautisch herausfordernd sind, entfallen. In Folge der Geschwindigkeitsreduzierung erhöht sich die Passagezeit um 45 Minuten im Durchschnitt. Grosse Schiffe profitieren durch geringere Wartezeiten.
Die Anzahl der Sportbootschleusungen lag 2024 bei insgesamt 11'542 Sportschiffen. Das entspricht in etwa der Anzahl des Vorjahres (11'489).
Um die Attraktivität der Wasserstrasse NOK für die Zukunft zu sichern und weiter auszubauen, investiert der Bund bereits seit vielen Jahren beträchtliche Haushaltsmittel in den Ausbau und den Erhalt der Verkehrsinfrastruktur.
Karsten Thode, Leiter des Dezernats Management Küste in der GDWS: „2024 haben wir dieBauaktivitäten nochmals erheblich gesteigert. Insgesamt wurden 297 Mio. Euro in den NOK investiert, soviel wie noch nie in den letzten Jahrzehnten. Schwerpunkte bildeten dabei der Neubau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel, der Ersatzbau der Levensauer Hochbrücke, der Neubau eines Torinstandsetzungsdocks und der Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals. Zusammen mit den Baufirmen haben die Ingenieure und Techniker der WSV technische Herausforderungen gemeistert und hervorragende Baufortschritte erreicht."
Auch im kommenden Jahr werden die Modernisierungen des Nord-Ostsee-Kanals weitergehen. Als weiterer Bauschwerpunkt wird der Neubau der Kleinen Schleusen in Kiel-Holtenau dazu kommen. Während dieser Arbeiten und der daraus folgenden temporären Einschränkungen kann die Schifffahrt jederzeit - wie bisher - mindestens eine grosse Schleusenkammer auf beiden Seiten des Kanals nutzen. Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meist befahrene künstliche Seeschifffahrtsstrasse der Welt. Er verbindet die Nordseehäfen mit dem Ostseeraum.
Die Zahl der Sportbootschleusungen lag 2024 nahezu auf Vorjahresniveau.
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