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Wasserstrassen der Welt: Nord-Ostsee-Kanal (Deutschland)
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Wasserstrassen Nord-Ostsee-Kanal Kennzahlen
Nord-Ostsee-Kanal (Deutschland) Kennzahlen Kanal
Nord-Ostsee-Kanal (Deutschland) Kennzahlen Schleusen
Wasserstrassen Nord-Ostsee-Kanal Jahresbilanzen
Jahresbilanz Nord-Ostsee-Kanal 2020 Statistiken
2021
Jahresbilanz Nord-Ostsee-Kanal 2024 Statistiken
2025
Wasserstrassen Nord-Ostsee-Kanal Ausbauprojekte
Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals
ab 2023
Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel
ab 2023
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Nord-Ostsee-Kanal (Deutschland)
Kennzahlen
Kennzahlen Kanal
Länge Nord-Ostsee-Kanal: 98,7 km
Strecke Elbe (Brunsbüttel) nach Kieler Förde (Holtenau)
Kanalbreite Oberfläche: 162 m
Sohlenbreite: 90 m (tw. 44 m)
Sohlentiefe 11 m
Normalwasserstand
etwa 1,4 m über mittlerem Niedrigwasser und etwa 1,4 m unter mittlerem Hochwasser

Bauzeit

1887 - 1895 , 8 Jahre
Baukosten 1887 - 1895 156 Mio. Mark
Baukosten 1907-1914 242 Mio. Mark
Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals
ab 2023
Um die Passagezeiten im Nord-Ostsee-Kanal für die Schifffahrt verlässlich zu gestalten und ihn auf die Schiffsverkehre der Zukunft vorzubereiten, baut die Wasserstrassen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes die Oststrecke zwischen Grosskönigsförde und Holtenau in mehreren Bereichen aus. Vorgesehen sind die Verbreiterung des Kanals auf eine Mindestsohlbreite von 70 Metern und die Vergrösserung der Radien enger Kurven, damit die Schifffahrt diese leichter passieren kann.
Kennzahlen Schleusen
Neue Schleusen
Nutzlänge: 310 m
Nutzbreite: 42 m
Drempeltiefe: NN-14,00 m
Schiebetore : je Kammer 3 Tore
Mitteltor : Reservetor ermöglicht in einer verkürzten Kammer eine schnellere Schleusung durch Torumläufe
Füllung : in Brunsbüttel durch Torumläufe

in Holtenau durch 2 Seitenkanäle mit je 29 Stichkanälen
Schleusungszeit 45 Minuten
Alte Schleusen
Nutzlänge 125 m
Nutzbreite: 22 m
Drempeltiefe: in Brunsbüttel NN-10,20 m
in Kiel-Holtenau NN- 9,80 m
Stemmtore: je Kammer 2 Ebbe- und 2 Fluttore
Füllung durch 2 Seitenkanäle mit je 12 Stichkanälen
Schleusungszeit 30 Minuten
Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel
ab 2023
Der Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals und ein Schlüsselprojekt für die Entlastung des Schleusenbetriebs am West-Ende des NOK. Die neue Kammer ist 360 Meter lang (Nutzlänge 330 Meter) und 45 Meter breit (Nutzbreite 42 Meter). 2014 wurden die Bauaufträge für die neue Schleusenkammer und drei Schiebetore erteilt. Die neue Schleusenkammer soll Ende 2026 für den Schiffsverkehr freigegeben werden.

Der Kanal kann von Schiffen mit einer Länge bis zu 235 m und 32,5 m Breite genutzt werden. Der zulässige Tiefgang für Schiffe über 160 m Länge und über 20 m Breite beträgt 9,5 m. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in der Regel 15 km/h, für besonders grosse Schiffe 12 km/h (seit Sommer 2023: einheitlich 12 km/h).

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Verkehrsfreigabe des 1. Bauabschnitts am Nord-Ostsee-Kanal (NOK)

Meilenstein für Europas wichtigsten Kanal

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat den ersten Bauabschnitt der Verbreiterung der NOK-Oststrecke für den Schiffsverkehr freigegeben. Indem die Kanalsohle auf mindestens 70 Meter verbreitert und enge Kurven grosszügiger gestaltet werden, können sich auch grössere Schiffe leichter begegnen - ohne ausweichen oder warten zu müssen. Mit an Bord des Raddampfers "Freya", auf dem der feierliche Akt stattfand, waren die Präsidentin der Generaldirektion Wasserstrassen und Schifffahrt, Anke Leue, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sowie rund 100 weitere Gäste.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: "Der Ausbau der Oststrecke ist dringend nötig.Die Massnahme verbessert den Verkehrsfluss und reduziert Wartezeiten. Gleichzeitig ist der Ausbau ein echterKraftakt, weil wir parallel die Funktionsfähigkeit des Kanals sicherstellen müssen. Der Bund gibt allein für Ersatz- und Neubaumassnahmen am NOK jedes Jahr mehr als 200 Millionen Euro aus. Das ist gut angelegtes Geld. Denn, was wir heute investieren, macht den Kanal morgen leistungsfähig - für Wirtschaft, Sicherheit und Klimaschutz."

Dank der abgeschlossenen Arbeiten durch das Wasserstrassen-Neubauamt NOK im ersten Bauabschnitt können Schiffe künftig noch sicherer und effizienter den Kanal passieren. Die Massnahme ist ein wichtiger Schritt im Rahmen des mehrjährigen Ausbau- und Modernisierungsprogramms, das die Leistungsfähigkeit des NOK für Wirtschaft, Handel und internationale Verkehre langfristig sichern soll.

Für den Ausbau der Oststrecke sind sechs Teilabschnitte planfestgestellt, die in drei Baumassnahmen nacheinander umgesetzt werden. Der erste vier Kilometer lange Bauabschnitt zwischen Grosskönigsförde und Schinkel konnte freigegeben werden. Der zweite Abschnitt - zwischen Gross Nordsee und Schwartenbek - ist in Vorbereitung.

Anke Leue, Präsidentin der GDWS erklärte: "Die Verkehrsfreigabe des ersten Bauabschnitts istein spürbares Ergebnis unserer konsequenten Modernisierung. Sie zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, den Nord-Ostsee-Kanal fit für die kommenden Jahrzehnte zu machen. Durch das hohe Engagement der Kolleginnenund Kollegen der Wasserstrassen- und Schifffahrtsverwaltung bleibt der Kanal ein sicherer und leistungsfähigerVerkehrsweg für Europa. Dafür bedanke ich mich von Herzen."

Neben seiner wirtschaftlichen Bedeutung gewinnt der NOK auch sicherheitspolitisch weiter an Gewicht. Die aktuellen politischen Entwicklungen und der Krieg in der Ukraine haben die Rolle des NOK als zentrale Verbindung für militärische und logistische Transporte im europäischen Norden zusätzlich gestärkt. Im Jahr 2024 passierten 24'866 Schiffe den Kanal und transportierten insgesamt 75,56 Millionen Tonnen Ladung. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Infrastrukturinvestitionen entscheidend sind, um die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Kanals dauerhaft zu sichern.

Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein führte dazu aus: "Der Nord-Ostsee-Kanal ist mehr als eine Wasserstrasse. Er ist eine Lebensader unseres Landes und eine maritime Schlagader Europas. Als meistbefahrene künstliche Wasserstrasse der Welt verbindet er Nord- und Ostsee, verkürzt Wege, spart Zeit und Treibstoff und steht damit sinnbildlich für Nachhaltigkeit, Weltoffenheit und wirtschaftliche Stärke. Die Bedeutung des Kanals für Deutschland ist kaum zu überschätzen: Zahlreiche Unternehmen, Werften, Zulieferbetriebe und Dienstleister profitieren von ihm".

Weitere Informationen zum Ausbau der Oststrecke finden Interessierte auf der
Internetseite des Wasserstrassen-Neubauamtes Nord-Ostsee-Kanal .

Quelle: Text Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) , 10. November 2025
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