Wandern in der Schweiz
vorangehende Seite
end
Wandern Schweiz Naturpärke
UNESCO Biosphärenreservat Val Müstair und Nationalpark
Verwandte Themen - Wanderungen
Wandern in der Schweiz
Naturpärke in der Schweiz
Biosfera-UNESCO Biosphärenreservat (Graubünden)
Val Müstair und Schweizerischer Nationalpark
Das Val Müstair und der Schweizerische Nationalpark bilden ein gemeinsames UNESCO Biosphärenreservat

Bern, 2. Juni 2010 - Der Schweizerische Nationalpark ist das älteste UNESCO Biosphärenreservat der Schweiz. Durch den Zusammenschluss mit der Val Müstair wurde die Fläche mehr als verdoppelt und es erfüllt nun teilweise die seit 1995 gültigen Vorgaben der UNESCO. Die UNESCO hat der Erweiterung am 2. Juni 2010 zugestimmt, aber gleichzeitig bis 2013 die vollständige Erfüllung der Vorgaben verlangt.

Der Schweizerische Nationalpark im Kanton Graubünden wurde 1979 zum ersten UNESCO Biosphärenreservat der Schweiz erklärt. 31 Jahre später wird das streng geschützte Gebiet mit der Val Müstair durch eine Pflege- und Entwicklungszone im Sinne der Sevilla-Strategie der UNESCO ergänzt (Die Sevilla-Strategie der UNESCO).

grössere Karte
Die UNESCO hat diese Erweiterung am 2. Juni 2010 gutgeheissen, obwohl die Vorgaben noch nicht vollständig erfüllt sind. Eine Schweizer Delegation hat dem Entscheidgremium des UNESCO MAB-Programms (Man and Biosphere), dem Internationalen Koordinationsrat (ICC) und seinem Ausschuss in Paris das Projekt und die spezielle Situation eines demokratischen Vorgehens zusätzlich erläutert, Ende Januar hatte das zuständige UNESCO-Expertengremium das Gesuch noch zur Zurückweisung empfohlen.

In seinem Entscheid hat der ICC insbesondere die Anstrengungen der Bevölkerung in der Val Müstair gewürdigt, auf demokratischem Weg einen regionalen Naturpark zu errichten und zusammen mit dem Schweizerischen Nationalpark langfristig ein UNESCO Biosphärenreservat zu betreiben. Gleichzeitig hat der ICC übereinstimmend mit dem 2008 in Madrid beschlossenen Aktionsplan (Madrid Action Plan) von der Schweiz verlangt, dass die Anforderungen an eine Pflegezone, welche die Kernzone Nationalpark vollständig umgeben muss, bis Ende 2013 gesamthaft erfüllt sind. Zudem verlangt die UNESCO bis zu diesem Zeitpunkt einen Managementplan für die gesamte Biosphäre.

Das erweiterte UNESCO Biosphärenreservat Val Müstair-Parc Naziunal besteht nun einerseits aus dem Schweizerischen Nationalpark mit der streng geschützten Kernzone und anderseits aus der Val Müstair, das die Pflege- und Entwicklungszone (Die Biosphärenreservate gemäss der Sevilla-Strategie) bildet.

Die Fläche des Biosphärenreservats hat sich damit mehr als verdoppelt auf 371 Quadratkilometer und es umfasst neu nicht ausschliesslich Wildnisgebiet, sondern auch Kulturlandschaft, die über eine hohe Biodiversität verfügt. Um diese zu sichern, ist eine nachhaltige Nutzung in der Pflegezone erforderlich, mit dem Ziel, störende Einflüsse auf die Kernzone möglichst zu beschränken. Damit ist die Pflegezone vorwiegend für die land- und waldwirtschaftliche Nutzung vorgesehen. Die Entwicklungszone dient als Siedlungs- und Wirtschaftsraum mit vielfältiger nachhaltiger Nutzung des Bodens. Die Voraussetzungen dazu hat die Val Müstair mit der Charta und dem Managementplan für einen Regionalen Naturpark geschaffen. Die UNESCO Biosphäre Val Müstair-Parc Naziunal entspricht nun weitgehend den Anforderungen der UNESCO an ein modernes Biosphärenreservat.

Noch hängig ist das Gesuch des Kantons Graubünden, das er im Januar 2010 beim Bundesamt für Umwelt BAFU zur Verleihung des Labels Regionaler Naturpark an die Biosfera Val Müstair eingereicht hatte. Das BAFU entscheidet im Spätsommer darüber.

nach oben

Die Sevilla-Strategie der UNESCO

Die Sevilla-Strategie ist die von der Generalkonferenz der UNESCO 1995 genehmigte internationale Strategie der Biosphärenreservate. Sie legt die Regeln fest für die Bezeichnung neuer sowie für die Erweiterung bestehender Biosphärenreservate. Zudem verlangt sie, dass sich die vor 1995 aufgenommenen Reservate bis 2013 den Vorgaben anpassen.

nach oben

Die Biosphärenreservate gemäss der Sevilla-Strategie

Eine Region kann als UNESCO Biosphärenreservat anerkannt werden, wenn sie:

dot repräsentative Ökosysteme der biogeografischen Regionen der Welt umfasst;

dot von grosser Wichtigkeit ist für die Erhaltung der Biodiversität;

dot eine nachhaltige Entwicklung sowie Forschung auf diesem Gebiet ermöglicht;

dot eine oder mehrere Kernzonen besitzt, die von einer Pflegezone umgeben sind, die den Schutz der Ökosysteme sichert, sowie eine Entwicklungszone, in der eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen möglich ist;

dot Sich in eine Organisationsform einfügt, die unter anderem die Mitwirkung der Bevölkerung und wichtiger Akteure vorsieht.

Quelle: Text Bundesamt für Umwelt BAFU, Juni 2010

nach oben

Schweizerischer Nationalpark
Val Mustair - Münstertal
Buffalora

nach oben

Informationen über Regionale Naturpärke
Parc Ela
UNESCO Biosphäre Entlebuch (UBE)
Region Uetliberg - Wildnispark Sihlwald (Zürich)
Biosphäre Entlebuch LU - Geologie
Biosphäre Entlebuch LU - Moorlandschaft
Regionaler Naturpark Thal (Solothurn)
Informationen über den Kanton Graubünden
EDU
Der Kanton Graubünden bei RAOnline
Bären Nationalpark ...
Wildtiere in der Schweiz
SNP «Bärenerlebnisweg in S-charl» (Graubünden)
KW Engadin Speicherkraftwerk Ova Spin
Berghilfe Siat Müstair Maderanertal
Links zu Regionalen Naturpärken
Externe Links
Parc Ela Landschaftspark Binntal
Parc Adula Biosfera - Münstertal - Nationalpark
Biosphäre Entlebuch Naturpark Pfyn-Finges
Jurapark Aargau Parc naturel régional Gruyère Pays-d'Enhaut
Naturpark Thal SO Parc jurassien vaudois
Naturpark Thunersee - Hohgant parc régional Chasseral
Naturpark Gantrisch parc régional Doubs
Regionaler Naturpark Diemtigtal Progetto Parco Nazionale del Locarnese
Naturerlebnispark Sihlwald Naturpark Beverin
Projekt Regionaler Naturpark Neckertal (SG/AR) Projekt Regionaler Naturpark Schaffhausen (SH-D)
Projekt Regionaler Naturpark Simplon (VS)
Gefährdete Parkprojekte Sistierte bzw. gestoppte Parkprojekte
Biosphère Val d'Hérens Naturpark Urschweiz
Links
Externe Links
Externe Links

Biosfera - Münstertal - Nationalpark

top
vorangehende Seite