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Der Nationale Tochtertag heisst in der Schweiz ab 2010 «Nationaler Zukunftstag»
«Nationaler Zukunftstag - Seitenwechsel für Mädchen und Jungs»

Der Tochtertag wird zum Zukunftstag für Mädchen und Jungs

Der Nationale Tochtertag wird dieses Jahr 10-jährig. Mit dem neuen Namen «Nationaler Zukunftstag. Seitenwechsel für Mädchen und Jungs» unterstreicht er seine Ausrichtung auf Mädchen und Jungen. Sie sind eingeladen, die Arbeitswelt und geschlechtsuntypische Berufe kennen zu lernen.

Seit der Lancierung des Nationalen Tochtertags im November 2001 besuchten über eine halbe Million Mädchen erwachsene Bezugspersonen an deren Arbeitsplätzen oder nahmen an Projekten teil, die sie auf ungewohnte Berufe aufmerksam machten. Zahlreiche Jungs nutzten den Tag ebenfalls: Viele diskutierten im Klassenverband den Alltag Teilzeit arbeitender Väter und Hausmänner oder verbrachten den Tag in einer Pflege- oder Betreuungsinstitution. Der Aktionstag ist damit eine Erfolgsgeschichte. Ein grosser Teil der Gesellschaft ist offen für eine Berufswahl, die sich stärker an den Talenten und Interessen junger Menschen orientiert als an stereotypem Rollendenken. Auch die Wirtschaft ist daran interessiert, dass Mädchen und Knaben ihre individuellen Fähigkeiten entfalten.

Konzentrierte sich die Aktion als Tochtertag zunächst auf die Sensibilisierung von Mädchen für unbekannte und vermeintlich für sie unpassende Berufe, so macht er heute sowohl Mädchen als auch Jungen auf die breite Palette von Lebensentwürfen aufmerksam, darunter auch freiwillige Arbeit sowie unterschiedliche Rollenverteilungen in Haushalt und Kinderbetreuung. Der neue Name «Nationaler Zukunftstag. Seitenwechsel für Mädchen und Jungs» wird diesen Veränderungen gerecht. Er lädt explizit auch Jungen ein, einer erwachsenen Bezugsperson über die Schulter zu schauen und Berufe und Lebensfelder kennenzulernen, die sie noch nicht kennen. Damit trägt der Nationale Zukunftstag dazu bei, den Berufswahlhorizont und die Zukunftsperspektiven von Mädchen und Jungen zu erweitern.

Der Nationale Zukunftstag ist ein Projekt der Gleichstellungsfachstellen der Kantone AR, BE, BL, FR, GE, GR, LU, OW/NW, SG, TI, ZH sowie der Stadt Bern und wird vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT finanziell unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.nationalerzukunftstag.ch, www.tochtertag.ch und www.diejungs.ch.

Quelle: Kanton Luzern 2010
ETH Zürich Informatik Frauenförderung - Schnuppertage
Mädchen und Knaben: Auf getrennten Wegen zu gemeinsamen Horizonten

Am Nationale Tochtertag begleiten Zehntausende von Mädchen ihren Vater oder ihre Mutter einen Tag lang zur Arbeit. Dieser Aktionstag steht im Zeichen einer gleichberechtigten, vielfältigen Zukunftsgestaltung.

Gemäss der PISA-Studie erbringen Mädchen und Knaben in einzelnen Fächern unterschiedliche Leistungen: Knaben sind besser in Mathematik und Naturwissenschaften, Mädchen im Lesen. Beide glauben, dass sie in ihren starken Fächern kompetent sind, die anderen weniger gut beherrschen - unabhängig davon, welche Leistungen sie tatsächlich erbringen. Eine positive Selbsteinschätzung ist aber eine wichtige Voraussetzung für das Lernen.

Die Leistungsunterschiede von Mädchen und Knaben sind nicht einfach naturgegeben. Sie sind vielmehr Ergebnis von herrschenden Rollenbildern, von mangelndem Selbstvertrauen der Jugendlichen in "untypische» Fähigkeiten und Zuschreibungen von Schulfächern als männlich oder weiblich sowie von der gesellschaftlichen Bewertung von Frauen- und Männerarbeit. Die englische Sprache kennt deshalb zwei Begriffe für "Geschlecht»: Sex für das biologische und Gender für das gesellschaftliche. Gender meint also, dass Frauen und Männer nicht einfach aufgrund ihres biologischen Geschlechts verschieden sind, sondern auch aufgrund von gesellschaftlichen Prägungen.

Die unterschiedlichen Leistungen und Lernvoraussetzungen schränken Mädchen und Knaben bei ihrer Berufs- und Ausbildungswahl ein. Nur vereinzelt wählen Mädchen einen Beruf mit mathematischer und technischer Ausrichtung, Knaben tun sich schwerer damit, die in allen Berufen geforderten Sozialkompetenzen zu entwickeln. Kein Wunder, hat sich bis heute an der geschlechtstypischen Berufswahl nichts verändert. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, bleiben die Anteile von Frauen in Männerberufen und von Männern in Frauenberufen seit Jahren in etwa gleich .


Die gesellschaftlichen Prägungen bewirken, dass Mädchen und Knaben mit unterschiedlichen Lebensperspektiven in den Berufswahlprozess einsteigen. Für viele Mädchen ist zum Beispiel die Vorstellung, ein Leben lang berufstätig zu sein, immer noch nicht selbstverständlich. Dabei geben bereits heute nur noch 38 Prozent aller Frauen nach der Geburt des ersten Kindes ihre Erwerbsarbeit auf. Knaben dagegen machen sich kaum Gedanken darüber, wie Erwerbs- und Familienleben verbunden werden können. Noch immer arbeiten nur wenige Männer Teilzeit, und in kaum einem Haushalt liegt die Verantwortung für die Familienarbeit beim Vater.

Quelle: Tochtertag Schweiz

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