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NSIDC Meerausdehung in der Arktis sehr gering 2010
Historic sea route opens through the Arctic 2010
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Klimaforschung in der Arktis
2010: Die jährliche arktische Meereisausdehnung in der Arktis sehr gering

Satelliten haben festgestellt, dass das arktische Meereis auch im September 2010 einen sehr geringen Ausdehnungsgrad aufwies. Die im September 2010 aufgezeichnete Meereisfläche verfügte über eine Ausdehnungen, welche nur noch in den Jahren 2007 und 2008 unterschritten wurden.Die Meereisfläche war im September 2010 sogar geringer als im Juli 2010. Die Satellitendaten zeigen, dass sich der langfristige Trend zur Verringerung der Meereisflächen in der Arktis weiter fortsetzt. Der verbleibende Meereis ist zudem jünger und weniger dick als in den vergangenen Jahrzehnten.

Der NSIDC Direktor Mark Serreze wagt die Vorhersage, dass sich die arktische Meereisfläche in den kommenden Jahrzehnten weiter verringern wird. Falls sich der bisherige Trend fortsetzen wird, geht er davon aus, dass das Arktische Meer in 20 bis 30 Jahren im Sommer eisfrei sein wird.

Im arktischen Sommer 2010 schwankte die Wetterentwicklung immer von warm und ruhig bis zu kalt und stürmisch. über den ganzen Sommer hinweg betrachtet haben die Wetterbedingungen den Schmelzprozess eher nicht begünstigt. Trotzdem hat sich das Meereis über die Sommermonate hinweg rasch abgebaut. Die Temperaturen des Meerwassers lagen 2010 über dem langjährigen Mittelwert. Das Meerwasser war 2010 allerdings kühler als in den vergangenen drei Jahren. Die Eisforscher gehen daher davon aus, dass der Abschmelzprozess noch von anderen Faktoren als der Meerwassertemperatur begünstigt wurde.

Das alte, dicke Meereis bildet sich in der Arktis immer weiter zurück. Die Entwicklung macht die Packeisflächen zunehmend anfällig gegen Wind- und Wärmeeinflüsse. Das Packeis wird instabiler. Die Forscher gehen davon aus, dass das Packeis in den kommenden Jahren im Sommer vollständig verschwinden wird.Die ältesten und dicksten Eisschichten ( 5und mehr Jahre alt) sind in der Arktis fast vollständig verschwunden. Stattdessen konnte sich in den letzten Jahren wieder vermehrt zwei und drei Jahre altes Eis entwickeln. Dieses Eis wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken.

Im September 2010 wurden im Arktischen Becken weniger als 60'000 km2 5 Jahre und älteres Eis gemessen. Noch in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts wurden am Ende des Sommers noch durchschnittlich 2 Millionen km2 dieser Eisart gemessen. Eine offene Frage bleibt, ob die Bildung von jüngerem Eis den Abbau des älteren Eises ausgleichen kann.

Ab dem 10. September 2010 hatte sich wieder neues Eis gebildet. Entgegen der bisher beobachteten Tendenz begann einige Tage später wieder eine Abschmelzphase.

Am 19. September 2010 wurde mit 4,6 Millionen km2 die geringste Eisausdehnung des Jahres gemessen.

Das arktische Eis folgt einem jährlichen Zyklus von Abschmelzen während den Sommermonaten und Gefrieren während der Herbst- und Winter-Jahreszeit. Das arktische Klima bleibt kühl, weil das Meereis die Sonnenstrahlen reflektiert. Die kühlen Wasser- und Lufttemperaturen in den Polregion sind dafür verantwortlich, dass das Weltklima gemässigt bleibt.

Quelle: National Snow and Ice Data Center NSIDC, September 2010 (Text: RAOnline)
Die arktischen Eisdecke hatte im Dezember 2010 mit einem durchschnittlichen monatlichen Umfang von 12 Millionen Quadratkilometern die geringste je gemessene Ausdehnung. Die Fläche der arktischen Eisdecke lag somit 1,35 Millionen Quadratkilometer unter dem Dezember-Durchschnitt der Jahre 1979 bis 2000. Bereits im September 2010 befand sichdie Eisausdehnung auf dem drittniedrigsten Stand für den Monat September.
Quelle: World Meteorological Organization WMO, Januar 2011

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Externe Links
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Weitere Informationen
Rekordluftverschmutzung über der Arktis
ESA-NOAA Nordwest-Passage eisfrei
Arktischer Ozean Das Meereis wird dünn
NASA Eisvolumen im Arktischen Meer
Klimapuzzle Arktischer Ozean
Nordkanada Auf Baffin immer weniger Eis
NSIDC Nordwest- u. Nordost-Passage passierbar
Antarktis und Arktis
RAOnline Informationsseiten über den Klimawandel

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