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Ecuador

Die Landesfläche von Ecuador beträgt zusammen mit dem Galapagos Archipel 283'561 km2. Ecuador ist flächenmässig das fünftkleinste Land in Südamerika, obwohl es etwa 7 mal grösserals die Schweiz ist.

1941 verlor das Land in einem Grenzkrieg rund zwei Drittel seiner ursprünglichen Fläche an den Nachbarstaat Peru.

Ecuador hat den Gebietsverlust bis heute nicht verarbeitet. Im militärisch stark gesicherten Grenzgebiet kommt es immer wieder zu Scharmützeln und Spannungen zwischen den beiden Ländern.

Ecuadors Küste wird abwechslungsweise von tief ins Land eingeschnittenen Mangroven gesäumten Buchten und offenen Stränden geprägt.

Der Einfluss von zwei verschiedenen Meeresströmungen, dem kalten Humboldtstrom und dem warmen Panamastrom, führt dazu, dass die Küste Ecuadors (Costa) in zwei klimatisch unterschiedliche Zonen geteilt wird.

An der Südküste beeinflusst der kalte Humboldtstrom die Vegetation. In dieser Gegend ist es oft kalt und trocken. Es fallen weniger als 500 mm Regen pro Jahr.

Im Norden von Ecuador sorgt der warme Panamastrom für ein schwüles und feuchtes tropisches Klima.

Südamerika Vorhersage extremer Regenfälle in den Anden
Südamerika Weniger Niederschläge in den Zentralanden
Südamerika Höhenprofile durch die Anden
Ecuador Nachtfalter-Arten in den Anden

Die Andenkette, welche das Land von Norden nach Süden durchziehen, haben sich in zwei Gebirgszüge, die West-Kordilleren und die Ost-Kordilleren, aufgeteilt. Die beiden vulkanisch geprägten Gebirgsketten bilden in sich geschlossene, trockene Hochebenen, Hochtäler und Kessel.

Das Gebiet östlich der Anden, welches sich bis ins Amazonasbecken hineinzieht, heisst Oriente. Vom Amazonasbecken bis hinauf an die Ostflanke der Ost-Kordilleren hat sich eine tropische Vegetation gebildet. In tiefen Lagen (Selva) dehnt sich der tropische Regenwald aus, und in höheren Lagen (Montaña) wächst feuchter Bergwald.

Die Bevölkerung Ecuadors konzentriert sich in ihrer grossen Mehrheit in der Costa und der Sierra. Im Jahr 2000 lebten in Ecuador rund 15,25 Millionen Menschen. Ecuador ist das am dichtesten bevölkerte Land Südamerikas (54 E./km2) .

Rund 7% der Einwohner stammen von indianischen Bevölkerungsgruppen ab, 72 % sind Mestizen (Mischlinge mit spanischen und indianischen Wurzeln), 6% haben eine afroafrikanische Herkunft und 6% haben eine weisse Hautfarbe. Die erste Amtssprache in Ecuador ist Spanisch. Die zweite Amtssprache ist Kichwa, einer regionalen Mundart aus der Inkazeit (siehe auch: Maya-Kultur in Belize und Guatemala und Klima der Maya-Zeit). Eine Kichwa-Mundarte sprechen lediglich noch etwa 2 Millionen Menschen, welche überwiegend in Gebieten der Sierra leben.

Rund 50% der Einwohner sind unter 26 Jahre alt. Rund ein Drittel der Bevölkerung ist unter 15 Jahren alt. Mehr als die Hälfte der Menschen lebt in den Städten. Die Landflucht ist in Ecuador ausgeprägt.

Erdbeben in Ecuador

Ecuador ist erdbebengefährdet

16. April 2016: M 7,8-Erdbeben an der Westküste von Ecuador

Ein Erdbeben der Stärke M 7,8 ( siehe: Mangitudenskala) hat 16. April 2016 um 06:58 Lokalzeit (UTC 23:58) die Westküsten von Ecuador heimgesucht.

Die grössten Schäden wurden aus den ProvinzenManabí, Esmeraldas, Santa Elena, Guayas, Santo Domingo und Los Ríosurden aus den gemeldet.

Bis am 19. April 2016 haben die Behörden 443 Todesopfer registriert. Die Behörden rechnen mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen. Rund 70'000 bis 100'000 Menschen sind direkt von diesem Naturereignis betroffen.

RAOnline EDU Erdbeben und Tsunamis

Erdbeben sind an den Westküsten von Südamerika häufig. Die Nazcaplatte schiebt sich entlang der Westküste unter den südamerikanischen Teilkontinent ( = Subduktion). Die Unterschiebung hat zur Folge, dass sich die Andenkette weiter erhöht. Diese tektonische Verschiebung ist mit vielen Erdbeben und Vulkanausbrüchen begleitet.

Vor der Küste von Ecuador befindet sich der Peru-Chile-Graben, welcher zum «Pazifischen Feuerring» gehört.

Südamerika Vulkane in Chile

Text: RAOnline

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