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Obduktion und Subduktion

Überschiebung (Obduktion)

Eine Gesteinsschicht schiebt sich über eine andere Gesteinsschicht (oder Kontinentalplatte) ( = Obduktion).

Unterschiebung (Subduktion)

Eine Gesteinsschicht (oder Kontinentalplatte) taucht unter eine andere Gesteinsschicht ab ( = Subduktion).

Einfluss von Subduktionsvorgängen auf das Erdmagnetfeld
Weg des Wassers in Subduktionszonen
Subduktionszone im Himalaja
Subduktionszone im Pamir - Tien Shan
Tsunamientstehung in Subduktionszonen

Subduktion an der Westküste der U.S.A.

In den U.S.A. ereignen sich in den weiten Flächen der vom Mississippi und Missouri durchflossen zentralen Ebenen immer wieder starke Erdbeben. Diese Regionen liegen weit entfernt von der Subduktionszone, welche sich der Westküste entlang zieht. Das Forschungsprojekt «U.S.-Array» versuchte, dieses Phänomen mit Messdaten zu erklären. Die Wissenschaftler haben die U.S.A. in verschiedenen von Norden nach Süden verlaufende Streifen aufgeteilt.

Die Streifen wurden nacheinander mit einem Netz von Messstationen durchsetzt. Die Geophone waren so empfindlich, dass sie weit weg von menschlichen Siedlungen und von Orten mit menschlichen Aktivitäten eingerichtet wurden. Auch fliessendes Wasser wie etwa Wasserfälle hätten die Messungen beeinflusst. Windgeräusche und der Wellenschlag in den fernen Ozeanen wurden herausgefiltert.

Die Forschungsarbeiten haben neue Erkenntnisse über die Subduktionsbewegung an der Westküste des Kontinents geliefert. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Pazifische Platte, nicht wie bisher angenommen, direkt in den Erdmantel abtaucht, sondern sich unter der Nordamerikanischen Platte hindurch weit nach Osten schiebt. Fragmente der Pazifischen Platte wurden im Untergrund unweit der Ostküste der U.S.A aufgespürt.

Die aufgezeichneten Daten zeigten auch, dass mit der ozeanischen Kruste viel organisches Material unter den Kontinent geschoben wurde. Aus diesem organischen Material haben sich Kohlendioxid- und Wasserstoffgase herausgelöst. Diese Gase stehen unter sehr hohem Druck haben sich daher vielfach verflüssigt. Diese Gase haben in der Erdruste Blasen gebildet. Bei tektonischen Verschiebungen im Untergrund können diese Flüssiggasblasen exlosionsartig den Aggregatszustand ändern und sich zu Gasen zurückverwandeln. Diese Vorgänge führen zu kleineren Erderschütterungen führen, welche stärkere Erdbeben auslösen können.

Text RAOnline
Kalifornien: San Andreas-Verwerfung
Subduktionszone im Himalaja Himalaya Frontal Thrust fault system

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