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Kyoto Express: Neuer Containerriese für Hapag-Lloyd

Die "Kyoto Express", der jüngste Containerjumbo Hapag-Lloyds, wurde in Yokohama getauft und nach der traditionellen Shinto-Zeremonie geweiht. Taufpatin war die Ehefrau von NYK-Chairman Minako Kusakari.

"Die "Kyoto Express" ist ein innovatives Schiff, wird weltweit eingesetzt, trägt den Namen der geschichtlich und kulturell bedeutendsten Stadt Japans, der Kaiserstadt Kyoto, fährt unter deutscher Flagge und gehört einem Unternehmen, das seit mehr als 120 Jahren Partner des japanischen Aussenhandels ist", betonte Michael Behrendt, Vorsitzender des Vorstands der Hapag-Lloyd AG, anlässlich der Tauffeierlichkeiten in Japan.

Nach einer traditionellen Shinto-Zeremonie, die es bei einem Schiff dieser Grössenordnung noch nicht gegeben hat, wurde der Neubau in Yokohama von Minako Kusakari, der Ehefrau des Chairman der Reederei Nippon Yusen Kaisha (NYK), Takao Kusakari, getauft. Hapag-Lloyd und NYK sind seit rund 35 Jahren Partner und arbeiten in der Grand Alliance zusammen, dem bedeutendsten integrierten Konsortium in der internationalen Linienschifffahrt.

Kyoto Express: Beeindruckende Zahlen

Bei der "Kyoto Express" handelt es sich um einen Containerriesen mit den Ausmassen von gut drei Fussballfeldern: Sie ist 335 Meter lang, 43 Meter breit und misst vom Kiel bis zu den Aufbauten gut 60 Meter. Bei einer Tragfähigkeit von 104'000 Tonnen verfügt der Neubau über Stellplätze für 8'750 Standardcontainer (TEU) und gehört damit zu den grössten Einheiten der Welt. Die Hauptmaschine mit ihren fast 70'000 kW verleiht dem Schiff eine Geschwindigkeit von 25 Knoten, das sind fast 50 km/h. Dieser Schiffsdiesel hat die Grösse eines komfortablen Einfamilienhauses: fast 25 Meter lang, fünf Meter breit und 13 Meter hoch. Das Ruderblatt misst 74 Quadratmeter, der Propeller verfügt über einen Durchmesser von gut neun Metern. Die Besatzung des unter deutscher Flagge fahrenden Schiffes besteht aus 24 Seeleuten.

Kyoto Express: Grand Alliance im Europa-Fernost-Verkehr

Eingesetzt wird die "Kyoto Express" im Rahmen der Grand Alliance im Europa-Fernost-Verkehr auf der Rundstrecke Shanghai, Xiamen, Yantian, Hongkong, Singapur, Southampton, Hamburg, Rotterdam, Port Kelang und wieder Hongkong.

Adolf Adrion, Mitglied des Vorstandes der Hapag-Lloyd AG, versicherte den mehr als 200 Taufgästen, dass die Kundenorientierung weiterhin oberste Priorität geniesse. "Wir werden die Wünsche und logistischen Anforderungen der verladenden Industrie zuverlässig, wettbewerbsfähig und mit höchster Qualität realisieren", versicherte er. Hapag-Lloyd laufe seit 1886 Häfen in Japan an und sei so ein traditionelles Bindeglied zwischen der japanischen Wirtschaft und dem Rest der Welt.

Weiteres Wachstum im weltweiten Containerverkehr

Die Chancen für weiteres Wachstum im weltweiten Containerverkehr sind hervorragend. Der Welthandel soll nach Angaben von Global Insight in den kommenden beiden Jahren bei gut sieben, danach bei rund sechs Prozent liegen. Die Steigerungsraten für den Containerverkehr rangieren in der gleichen Grössenordnung. Dies dürfte eine sehr konservative Annahme sein, denn bislang wuchs der Containerverkehr signifikant schneller als der Welthandel. Ausserdem: Relative Steigerungsraten täuschen häufig über die Grössenordnung hinweg: In diesem Jahr wird das weltweite Containeraufkommen etwa 85 Mio. Container betragen. 2008 sollen es bereits 104 Mio. Container sein.

Hapag-Lloyd transportierte im Jahr 2004 2,4 Millionen Standardcontainer. Der auf Japan entfallende Anteil liegt bei etwa zwölf Prozent. Der japanischen Wirtschaft bietet das Unternehmen zehn wöchentliche Liniendienste, die das Land mit allen wichtigen internationalen Umschlagplätzen verbindet. Hinzu kommen zwei innerasiatische Verbindungen nach Jakarta (Indonesien) und Keelung (Taiwan) bzw. nach Hongkong.

Hapag-Lloyd ist seit 1964 mit einer eigenen Organisation im Land der aufgehenden Sonne präsent, die seit 1989 unter "Hapag-Lloyd (Japan)" firmiert. Die Zentrale befindet sich in Tokio, Büros befinden sich in Yokohama, Nagoya, Kobe und Osaka. über Agenten ist das Unternehmen in Hakata, Shimizu und Sendai präsent. Insgesamt werden etwa 90 Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle: Text Hapag-Lloyd (Hapag-Lloyd), 2006
Hapag-Lloyd

Hapag-Lloyd (www.hapag-lloyd.de) beschäftigt weltweit rund 8.400 Mitarbeiter und unterhält mehr als 340 Büros in über 100 Ländern. In den ersten neun Monaten 2007 transportierte Hapag-Lloyd 4,091 Millionen Standardcontainer (TEU), der Umsatz betrug 4,645 Milliarden Euro (138 Mio. Euro davon entfielen auf Hapag-Lloyd Kreuzfahrten).

Der Hapag-Lloyd Konzern entstand 1970 durch die Fusion der 1847 gegründeten Hamburg-Amerikanische Packetfahrt Actiengesellschaft mit dem 1857 in Bremen etablierten Norddeutschen Lloyd. Heute gehört Hapag-Lloyd gehört zur TUI AG.

Seit der Übernahme von CP Ships hat sich unser Anteil am Containerumschlag in Hamburg von sieben auf elf Prozent erhöht. Zusammen mit den Partnern der Grand Alliance - MISC Berhad/Malaysia, NYK/Japan und OOCL/Hongkong -schlägt Hapag-Lloyd etwa 35 Prozent des Containeraufkommens in Hamburg um.

Hapag-Lloyd gehört zu den Top 5 im globalen Containerverkehr. Das Unternehmen ist mit rund 340 Vertriebsbüros in mehr als 100 Ländern präsent. 77 Liniendienste verbinden die Häfen auf den fünf Kontinenten. Die Flotte besteht - nach Ablieferung der Hanover Express - aus 143 Containerschiffen mit einer Kapazität für 500'000 Standardcontainer (TEU). Hapag-Lloyd beförderte im 1. Halbjahr 2007 rund 2,7 Mio. TEU, ein Anstieg gegenüber der Vorjahresperiode um 9 Prozent.

Darüber hinaus ist Hapag-Lloyd Kreuzfahrten der führende Anbieter von Luxus- und Premium-Kreuzfahrten im deutschsprachigen Raum.

Quelle: Text Hapag-Lloyd (Hapag-Lloyd), 2008
Ab April 2017 gibt es im weltweiten Container-Markt drei grosse Allianzen:
2M Maersk Line mit Hamburg Süd , MSC und Hyundai Merchants Marine
OCEAN Alliance COSCO Shipping, OOCL, CMA CGM und Evergreen
THE Alliance Hapag Lloyd, NYK, K-Line, MOL und Yang Ming

Die drei japanische Reedereien MOL, Kawasaki Kisen Kaisha, Ltd. (K-Line) und Nippon Yusen Kabushiki Kaisha (NYK) werden ihre drei Unternehmen 2017 bis 2018 in einer Gesellschaft vereinigen. Das neue Unternehmen wird durch den Zusammenschluss zur sechstgrössten Containerreederei der Welt.

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