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Militärgeschichte
19. und 20. Jahrhundert Militärische Sperrstellen im Raum Vierwaldstättersee
Weitere Information zum Thema Militärgeschichte in der Schweiz
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Militärgeschichte: Militärische Verteidigungsanlagen von nationaler Bedeutung
Militärische Sperrstellen im Raum Vierwaldstättersee

Zwischen den beiden Nidwalder Orten Alpnach und Stans befindet sich in den Felsen des Mueterschwanderberges eine der grössten Festungsanlagen in der Schweiz. Die Festung Mueterschwanderberg kann von der Öffentlichkeit nicht besucht werden und fristet daher ein eher unbeachtetes Dasein. Die auf drei Stockwerken angelegte Verteidigungsanlage bestand aus drei durch ein Stollensystem miteinander verbundene Artilleriewerke.

Die drei Artilleriewerke der Festung Mueterschwanderberg mit den Namen Zingel, Drachenfluh und Blattiberg (Ost und West) deckten mit ihren zu Beginn insgesamt 24 Haubitzen und Kanonen einen Schusswinkel zwischen Kriens im Westen und Emmetten im Osten ab.

Das Stollensystem der Festung konnte über eine Standseilbahn von Osten her erreicht werden. Zum Artilleriewerk Zingel führte von Alpnach her eine Zufahrtsstrasse durch den waldreichen Westabhang des Mueterschwanderberges. Die Strasse von Alpnach über den Mueterschwanderberg nach St. Jakob und Ennetmoos wurde während des 2. Weltkrieges von in der Schweiz in Internierungslagern untergebrachten polnischen Soldaten gebaut. Sogenannte Polenstrassen bestehen bis heute in vielen Teilen der Schweiz.

In ihrem Schussfeld lag der Reduitflugplatz Buochs. Jedem der drei Werke im Mueterschwanderberg wurde ein anderer Schusssektor zugeteilt. Die Festungskanonen mit dem Kaliber 10,5 cm hatten eine Reichweite von bis zu 21 km. Die Ortschaften Weggis LU, Vitznau LU, Küssnacht a.R. SZ, Gersau SZ, Root-Gisikon LU, Eschenbach LU sowie die Stadt Luzern lagen im möglichen Schussfeld der Festungsartillerie im Mueterschwanderberg.

Die Festungen Mueterschwanderberg hatte den Auftrag, die Verkehrswege von Luzern über Stansstad bzw. Kerns zum Brünig zu sperren sowie einen feindlichen Vorstoss entlang der Seestrassen und zum Reduitfluplatz Buochs zu unterbinden.

Die Artilleriewerke in der Festung Mueterschwanderberg wurden bei der Erfüllung ihres Auftrags von den Artilleriewerken am Pilatus (Chli Durren ob Alpnachstad), am Bürgenstock (Fürigen und Kilchlidossen bei Stansstad), im Engelbergertal (Wissiflue ob Wolfenschiessen und Ursprung ob Büren), an der Rigi (Mühlefluh Vitznau LU und Ober Nas in der Gemeinde Gersau SZ, bei der Unter Nas (das AW Unter Nas in der Gemeinde Ennetbürgen NW) sowie in der Region Sattel SZ( Stock und Spitz) unterstützt. Die Geschütze am Sattelpass konnten bis in die Gegend von Ennetbürgen bzw. Buochs schiessen.

Wer weitere Informationen über die erwähnten Artilleriewerke wie die Bewaffnung usw. wünscht, findet diese auf den Webseiten der beiden Web-Portale Festung Oberland und Wikipedia mit den betreffenden Stichworten.

Die Artilleriewerke Fürigen, Mühlefluh Vitznau und Stich wurden restauriert und sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Jedes der drei Werke kennt seine eigenen Besuchsregeln. Informationen über die Öffnungszeiten sind auf den Webseiten der entsprechenden Festung erhältlich.

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Das Artilleriewerk Chli Durren am Pilatus hatten den Auftrag den Reduitflugplatz Buochs NW zu schützen. Die Geschütze im Artilleriewerk Mühlefluh (Festung Vitznau) bei Vitznau mussten die Seeuferstrasse sperren und konnten das AW Mueterschwanderberg bei seiner Schutzaufgaben unterstützen. Die Schussfelder der beiden Artilleriewerke überdeckten in grossen Teilen.

RAOnline Schweiz
Militärgeschichte: Reduit-Anlagen der Schweizerischen Armee
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Passo San Giacomo Passübergang von grosser militärstrategischer Bedeutung
RAOnline Schweiz
2. Weltkrieg: Militärische Sperrstellen im Kanton Aargau

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Weitere Informationen
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Militärhistorische Verteidigungsanlagen in Bremgarten AG

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Externe Links
Festung Oberland Festung Vitznau
Schwyzer Festungswerke Festung Fürigen Museum Nidwalden
Wikipedia
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