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Ursachen von klimatischen Extremereignissen 2013

Zusammenhang zwischen menschlichen Aktivitäten und Stärke der Hitzewellen nachgewiesen

Menschliche Einflüsse auf das Klima haben 2013 die Auswirkungen von Hitzewellen in Asien, Australien und Europa verstärkt

Während extreme Hitzewellen in einem deutlichen Zusammenhang zum Klimawandel stehen, ist diese klare Abhängigkeit für andere Extremereignisse wie Starkregen, Dürren oder Stürme nicht immer erkennbar. Diese Erkenntnisse wurden jetzt in dem internationalen Bericht «Explaining Extreme Events of 2013 from a Climate Perspective» veröffentlicht.

Der im September 2014 von der American Meteorological Society veröffentlichte Bericht «Explaining Extreme Events of 2013 from a Climate Perspective» ist den Gründen von 16 verschiedenen extremen Klimaereignissen, welche auf vier verschiedenen Kontinenten stattfanden, im Jahr 2013 nachgegangen. Die U.S.-Wetterbehörde NOAA (Earth System Research Laboratory und National Climatic Data Center) stellte drei der vier Hauptautoren des Berichts. Ein Hauptautor stellte das «UK Met Office Hadley Centre». Am Bericht haben 92 Wissenschaftler aus 14 Ländern mitgearbeitet.

Bei fünf der untersuchten Hitzewellen war eindeutig und klar erkennbar, dass das Verbrennen von fossilen Brennstoffen die Stärke und die Wahrscheinlichkeit von solchen Wetterereignissen. Bei anderen klimatischen Extremereignissen wie Trockenperioden, Starkregen und Stürmen konnten der Zusammenhang zwischen dem menschlichen Wirken und dem Einfluss auf das Wettergeschehen nicht eindeutig geklärt werden. Bei einigen Ereignisse war der menschliche Einfluss manchmal erkennbar. In anderen Fällen waren eher natürliche Faktoren für den Ablauf der Wetterereignisse hauptverantwortlich.

Verschiedene Forschergruppen haben dieselben Wetterereignisse mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Methoden untersucht. Alle Wissenschaftler kamen bei der Begründung dieser Ereignisse zu ähnlichen Schlüssen.

5 Forschergruppen haben die Rekordhitze 2013 in Australien für den Bericht unabhängig untersucht. Alle Gruppen teilten die Ansicht, dass menschliche Faktoren die Stärke und die Wahrscheinlichkeit für die Hitzewelle erhöht haben.

Hingegen haben drei Forscherteams aus den U.S.A für die fehlenden Niederschläge in Kalifornien im Jahr 2013 keine von menschlichen Einflüsse nachweisen können. Eine Forschergruppe fand Hinweise, dass menschliche Faktoren die Struktur, Stärke und die Wanderung der Hoch- und Tiefdruckgebiete beeinflusst haben. Bei der Dürre in Kalifornien war dieser Einfluss nicht nachweisbar.

Auch wenn der menschliche Einfluss auf das Wettergeschehen mit den heutigen Mess- und Analysemethoden nicht nachgewiesen werden kann, so heisst das nicht, dass der Mensch für einige dieser Ereignisse nicht mitverantwortlich sein könnte.

Erkenntnisse aus dem Bericht

Wetterereignisse in Europa

Für den ausserordenlich kalten Frühling 2013 in Grossbritannien sowie in Mitteleuropa war ein extremer Verlauf der natürlichen Nordatlantische Oszillation (North Atlantic Oscillation NAO) verantwortlich. Die durch den Menschen verursachte Klimawandel macht solche Kältewellen 30mal weniger wahrscheinlich als in früheren Jahrzehnten.

Zusammen mit den natürlichen Schwankungen der Meerestemperatur im Nordatlantik sind von Menschen beeinflusste Faktoren für den heissen und trockenen Sommer 2013 in Teilen von Westeuropa mitverantwortlich.

Für den ausserordentlich feuchten Winter 2013 im südlichen Europa konnten Modellrechnungen keine menschlichen Einflüsse nachweisen. Für die Starkniederschlägen im Frühjahr 2013, welche über dem oberen Donau- und Elbebecken niedergingen, konnten die Klimarechenmodelle keine menschlichen Einflüsse nachweisen.

Der Orkan «Christian», welcher im Dezember 2013 über das Norddeutschland und Süddänemark zog, passt in das Muster einer zunehmenden Sturmtätigkeit, welche in den vergangenen Jahrzehnten beobachtet werden konnten.

Für die extrem seltenen und starken Schneefälle in den Pyrenäen von Januar bis Juni 2013 sehen die Wissenschaftler natürliche Ursachen.

Quelle: Mowe-IT, Oktober 2014, Text: RAOnline
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