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Naturereignis Schäden |
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Geomorphologie Schweiz |
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| Gletscherabbruch im Lötschental am 28. Mai 2025 |
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Informationen der Schweizer Privatversicherer |
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| Informationen über die Naturkatastrophe vom 28. Mai 2025 |
| Elementarschadenereignis: Schadensausmass |
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29. Mai 2025
Schweizer Privatversicherer stehen der betroffenen Bevölkerung in Blatten bestmöglich und unbürokratisch bei
Das gesamte Schadenausmass ist noch unklar. Fest steht jedoch, dass es sich bei der Naturkatastrophe im Lötschental um ein versichertes Elementarschadenereignis handelt.
Am Nachmittag des 28. Mai 2025 kam es gegen 15.30 Uhr im Lötschental zu einem grossen Gletscherabbruch. Ein beträchtlicher Teil des Birchgletschers stürzte zusammen mit riesigen Mengen Gesteinsschutt ins Tal und verschüttete dabei grosse Teile des Dorfes Blatten. Es handelt sich um das seit Tagen erwartete Grossereignis. Bereits in der Nacht auf Dienstag waren grössere Mengen an Eis, Fels, Schnee und Wasser talwärts gestürzt. Aufgrund der Gefahrenlage war das Dorf Blatten bereits letzte Woche evakuiert worden. Rund 300 Einwohnerinnen und Einwohner mussten ihre Häuser verlassen. Das gesamte Schadenausmass ist noch unklar. Fest steht jedoch, dass es sich bei der Naturkatastrophe in Blatten VS um ein versichertes Elementarschadenereignis handelt. Die Schweizer Privatassekuranz verfolgt die aktuelle Entwicklung im Lötschental mit höchster Aufmerksamkeit und steht im Austausch mit den zuständigen Behörden.
Die gesetzlich geregelte Elementarschadenversicherung soll den Grundbedarf versicherter Privatpersonen und Unternehmen abdecken und ihre Existenz sichern. Das Konzept der Elementarschadenversicherung beruht auf einer doppelten Solidarität. Denn Naturkatastrophen können nur dann mit den nötigen Versicherungssummen und angemessenen sowie tragbaren Prämien versichert werden, wenn sich sowohl Versicherte als auch Versicherer solidarisch verhalten und das Risiko gemeinsam tragen. Nur dank dieser Ausgangslage konnte die private Elementarschadenversicherung überhaupt eingeführt werden und eine derart weitgehende Verbreitung finden. Weitergehende Leistungen bezüglich Umfang, Gefahren oder Summen lassen sich bei den Privatversicherern individuell abschliessen.
Ausmass des Felssturzes in Blatten. Der Schweizerische Versicherungsverband SVV und seine Mitgliedgesellschaften sind in Gedanken bei den betroffenen Menschen, die sich aktuell in einer sehr belastenden Situation befinden. Die Privatversicherer sind bemüht, ihnen bestmöglich und unbürokratisch beizustehen. Informationen zu individuellen Versicherungsansprüchen sind direkt bei den jeweiligen Gesellschaften einzuholen.
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| Quelle: TextSchweizerischer Versicherungsverband SVV, 29. Mai 2025 |
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26. Mai 2026
Felssturz von Blatten bestätigt Stärke der privaten Elementarschadenversicherung
Ein Jahr nach dem Felssturz von Blatten: Der Jahresabschluss des Elementarschadenpools (ESP) zeigt, dass sich die private Elementarschadenversicherung auch bei lokal konzentrierten Grossereignissen bewährt. Klare Abläufe, standardisierte Deckungen, Wettbewerb und der solidarische Ausgleich ermöglichen eine rasche und verlässliche Schadenbewältigung.
Der Felssturz von Blatten (VS) vom 28. Mai 2025 stellte die betroffene Bevölkerung, die privaten Versicherer und den Elementarschadenpool vor grosse Herausforderungen. Der versicherte Gesamtschaden wird auf rund 255 Millionen Franken geschätzt. Davon entfallen rund 240 Millionen Franken auf Schäden innerhalb des Elementarschadenpools: 210 Millionen Franken betreffen Gebäudeschäden, 30 Millionen Franken Hausrat und Fahrhabe. Zusätzliche 15 Millionen Franken entfallen auf versicherte Schäden ausserhalb des ESP, insbesondere Betriebsunterbruch sowie Motorfahrzeugkaskoschäden. Der Elementarschadenpool ist ein freiwilliger Zusammenschluss privater Versicherer zum besseren Risikoausgleich bei Elementarschäden. Zudem kauft der ESP für seine Mitglieder auf dem globalen Markt Rückversicherungsschutz auf gemeinsame Rechnung ein.
Rasche Schadenabwicklung dank koordinierter Abläufe, Wettbewerb und Solidarität
Die Privatversicherer haben die Betroffenen in Blatten rasch und unbürokratisch unterstützt. Bereits vier Monate nach dem Ereignis waren bei Totalschäden über 80 Prozent der Versicherungssummen für Gebäude und Hausrat ausbezahlt. Diese schnelle Unterstützung wurde durch klar definierte Prozesse, standardisierte Deckungen und eine enge Koordination in der Branche ermöglicht.
Eine zentrale Rolle spielte dabei die Solidarität innerhalb der Versicherungswirtschaft. Versicherer, deren Schäden aus dem Ereignis in Blatten im Verhältnis zu ihrem schweizweiten Marktanteil unterdurchschnittlich ausfielen, leisteten substanzielle Beiträge in den Elementarschadenpool. Diese Mittel wurden an besonders betroffene Gesellschaften weitergeleitet. Damit erfüllte der Elementarschadenpool seine zentrale Funktion als Stabilitäts- und Ausgleichsmechanismus bei lokal konzentrierten Naturereignissen.
2023-2025: GUSTAVO-Kantone Tessin und Wallis besonders betroffen
Der Rückblick auf Blatten gibt Anlass, die Schäden der letzten Jahre zu analysieren. Die Entwicklung der ESP‑Schäden der vergangenen drei Jahre zeigt, dass das Schadenbild jeweils durch einzelne regionale Grossereignisse geprägt war. Neben dem Gewittersturm in La Chaux-de-Fonds im Juli 2023 waren insbesondere die beiden Kantone Tessin und Wallis überdurchschnittlich betroffen. Diese gehören neben Genf, Uri, Schwyz, Appenzell Innerrhoden und Obwalden zu den sogenannten GUSTAVO-Kantonen, in welchen die Gebäude bei der Privatassekuranz versichert sind. Die grössten Schäden waren dabei: das Hagelereignis im Grossraum Locarno im Jahr 2023, Unwetter und Überschwemmungen im Wallis und im Tessin im Jahr 2024 sowie der Felssturz von Blatten im Jahr 2025.
Bewährtes System mit hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung
Die Erfahrungen aus Blatten und die Schadensituation des Jahres 2025 verdeutlichen einmal mehr: Das System der privaten, im Wettbewerb stehenden Elementarschadenversicherer mit dem Elementarschadenpool als solidarischem Ausgleichsinstrument hat sich erneut bewährt. Es ermöglicht eine flächendeckende Absicherung gegen Naturgefahren zu tragbaren Prämien und trägt dazu bei, dass auch seltene Grossereignisse effizient bewältigt werden können. Damit leistet es auch einen wichtigen Beitrag zur Stabilität und Resilienz der Schweizer Volkswirtschaft.
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| Quelle: TextSchweizerischer Versicherungsverband SVV, 26. Mai 2026 |
Der Schweizerische Versicherungsverband SVV ist die Branchenorganisation der Schweizer Privatversicherer. Mit rund 70 Mitgliedern - darunter global tätige Erst- und Rückversicherer sowie national ausgerichtete, spezialisierte Sach-, Lebens- und Krankenzusatzversicherer - vertritt der Verband über 95 Prozent der in der Schweiz erwirtschafteten Versicherungsprämien. Der SVV setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung der Versicherungswirtschaft ein und fördert Lösungen, die zur Stabilität und Sicherheit der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft beitragen. Damit leistet die Privatassekuranz einen wichtigen Beitrag zum Wohlstand in der Schweiz. Die Branche zählt zu den produktivsten und wertschöpfungsintensivsten Wirtschaftszweigen des Landes und beschäftigt rund 50’000 Mitarbeitende.
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