Geomorphologie: Massenbewegungen
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Geomorphologie Massenbewegungen
Ereignisse
Verheerende Murgänge in den Schweizer Alpen Wallis 2024
Hochwasser in der Rhoneebene
Unwetterschäden am Simplonpass
Bahninfrastrukturschäden im Mattertal

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Massenbewegungen
Murgänge in den Schweizer Alpen 2024
Ereignisse im Kanton Wallis

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Rhoneebene

20. - 22. Juni 2024

Die seit Donnerstag, 20. Juni 2024,gefallenen Niederschläge sowie die Schneeschmelze und die Sättigung der Böden veranlassten das kantonale Führungsorgan (KFO), am Freitag für die Rhone und die Seitenflüsse im ganzen Kanton die Alarmstufe auszurufen.

Für die Rhone wurde der Höchststand des Hochwassers nach Mitternacht in der Nacht von Freitag, 21. Juni 2024, auf Samstag, 22. Juni 2024, erreicht. Ein Abfluss von 819 m3 pro Sekunde wurde zum Beispiel um 02.00 Uhr morgens in Branson erreicht. Gemäss dem Modell des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) besteht für die Rhone weiterhin die Hochwassergefahr Stufe 4 (hoch). Seitdem hat der Fluss mit dem Rückgang begonnen, aber die Wassermengen sind immer noch sehr hoch und es gilt, weiterhin erhöhte Wachsamkeit walten zu lassen. In den Seitenflüssen ist der Rückgang ebenfalls im Gange, aber er verläuft relativ langsam und es werden im Laufe des Tages noch Gewitter erwartet. Aus diesen Gründen werden die Alarmstufe für die Rhone und die Seitenflüsse sowie die besondere Lage aufrechterhalten.

Seit Donnerstag, 20. Juni 2024, zieht eine Regen-und Gewitterfront über das Wallis. Zudem führen die Schneeschmelze, die wassergesättigten Böden und die erwarteten Gewitter zu einem deutlichen Anstieg der Abflüsse aus der Rhone und den Seitenflüssen. Es kam zu mehreren Überschwemmungen und Murgängen entlang von Seitenflüssen, wie zum Beispiel in der Region Zermatt, im Val d'Anniviers oder in Evolène.

Seitdem konnte beim Fluss Rhone ein Rückgang festgestellt werden, aber da die Wassermengen immer noch sehr hoch sin d und es gilt, weiterhin erhöhte Wachsamkeit walten zu lassen. Auch bei den Seitenflüssen gibt es einen Rückgang, der jedoch noch relativ langsam verläuft. Darüber hinaus werden im Laufe des Tages noch Gewitter erwartet und das Gelände wurde durch das Hochwasser destabilisiert. Aus diesen Gründen hat das KFO beschlossen, den Alarm für die Rhone und die Seitenflüsse aufrechtzuerhalten. Auch die besondere Lage wird beibehalten.

Schweiz Klimadiagramme Klimanormwerte
u.a. Grono GR, Zermatt VS, Locarno TI
Unwetterereignisse Alpenraum Juni und Juli 2024 Messwerte
Text: Kanton Wallis, Dienststelle für zivile Sicherheit und Militär, Dienststelle für Naturgefahren , 22. Juni 2024
Wallis Projekt «3. Rhonekorrektion (R3)

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Region Simplonpass

29. Juni 2024

Am Samstag, 29.06.2024, um ca. 16.30 Uhr, ereignete sich auf der Simplon-Route auf Höhe der Galerie Engi ein Murgang. Der Streckenabschnitt zwischen Ried-Brig und Simplon-Dorf bleibt bis auf Weiteres gesperrt.

Die Niederschläge der letzten Tage haben Einfluss auf die Situation am Simplon. Der Bereich rund um die Galerie Engi war seit einigen Wochen einer zunehmenden Gefährdung durch Murgänge ausgesetzt. Am Samstag, 29.06.2024, um ca. 16.30 Uhr, hat sich nun ein Murgang ereignet. Dabei sind keine Personen zu Schaden gekommen.

Die Strasse ist seither zwischen Ried-Brig und Simplon-Dorf bis auf weiteres gesperrt. Zudem hat der Kanton entschieden, unter anderem die gesamte Simplon-Route von heute Abend, 19.00 Uhr, bis morgen 04.00 Uhr aufgrund der andauernden Niederschläge zu sperren.

Zum aktuellen Stand rutscht weiter Material auf den Strassenabschnitt. Aussagen zu Schäden an der Infrastruktur oder Prognosen über die weitere Entwicklung sind aktuell nicht möglich. Eine detaillierte Beurteilung der Situation vor Ort wird frühestens im Verlauf von Morgen möglich sein. Voraussetzung dafür ist, dass die Sicherheit betreffend Naturgefahren gegeben ist. Aus Sicherheitsgründen raten wir daher auch dringend davon ab, die Ereignisstelle selbstständig zu besichtigen.

Text: Bundesamt für Strassen ASTRA, 22. Juni 2024

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Region Mattertal - Zermatt

22. Juni 2024

Zermatt infolge Hochwassergefahr nicht erreichbar - Bahnersatz auf dem Abschnitt Visp-Täsch eingestellt

Aufgrund derHochwassersituationverkehren seit Freitagmittag, 21. Juni 2024, bis mindestens zum heutigen Betriebsschluss keine Züge mehr auf der Strecke Visp - Zermatt. Zudem musste am Nachmittagder Bahnersatz per Bus zwischen Visp und Täsch infolge der Strassensperrung eingestellt werden. Damit bleibt Zermatt bis auf Weiteres weder per Bahn noch per Strasse erreichbar.
Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn) bedauert die entstehenden Unannehmlichkeiten für die Reisenden.

25. Juni 2024

Grösseres Schadensausmass als erwartet - Reparatur der Bahnstrecke zwischen Visp und Täsch dauert mehrere Wochen

Die detaillierte Schadensaufnahme auf der Strecke Visp - Täsch hat ein deutlich grösseres Ausmass aufgezeigt als bisher angenommen. Erst nach dem Absinken des Pegels der Vispa konnten an weiteren Stellen Schäden festgestellt werden. Dies gilt insbesondere für die Teilstrecke Kalpetran–Herbriggen. Die Instandsetzungsarbeiten werden gemäss aktueller Einschätzung mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Strecke Visp–Täsch muss deshalb bis auf Weiteres für den Bahnverkehr gesperrt bleiben. Der Bahnersatz per Bus wird so lange weitergeführt. Mit dem Shuttlezug von Täsch aus bleibt Zermatt auf dem Landweg erreichbar.

Die MGBahn setzt alles daran, den Streckenunterbruch möglichst kurz zu halten. Ob und falls ja, wann der Bahnbetrieb auf einzelnen Teilstrecken bereits früher aufgenommen werden kann, wird laufend beurteilt. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Kapazitäten im Bahnersatz wird es während des Bahnunterbruchs zu längeren Wartezeiten kommen. Reisenden wird dringend empfohlen, zusätzliche Zeitpuffer einzuplanen, da die Ersatzkapazitäten per Bus geringer ausfallen als beim regulären Bahnbetrieb. Ebenfalls können Gruppen nur beschränkt transportiert werden.

Gornergrat Bahn (GGB)
Die GGB bleibt bis zur Instandsetzung der durch einen Murgang in Mitleidenschaft gezogenen Riffelbord-Schutzgalerie bis mindestens Mittwoch Betriebsschluss eingestellt. On der Betrieb am Donnerstagmorgen wieder aufgenommen werden kann, wird rechtzeitig kommuniziert.

Glacier Express
Der von der MGBahn mit der Rhätischen Bahn betriebene Glacier Express verkehrt aktuell zwischen St. Moritz (GR) und Brig ( VS).

Text: Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn), 22. und 25. Juni 2024
Massenbewegungen Felsstürze im Hochgebirge
Naturgefahren in der Schweiz
Bergsturz Ein Bergsturz ist eine Massenbewegung von Felsblöcken, Geröll und Schutt mit einem Volumen von über einer Million m3 Material, das entspricht dem Volumen von 1'000 bis 2'000 Einfamilienhäusern.
Felssturz Von einem Felssturz spricht man, wenn sich Felsblöcke, Geröll und Schutt mit einem Volumen von mehr als 100m3 und weniger einer Million m3 talwärts bewegen, das ist vergleichweise das Fassungsvermögen von 500 bis 600 Badewannen.
Blockschlag Blockschlag entsteht, wenn grössere Felsbrocken bzw. Felsblöcke niedergehen.
Steinschlag Ein Steinschlag ist ein Sturzprozess, bei welchem sich kleinere Mengen von Fels-, Schutt- und Steinmaterial, oft sogar nur einzelne Steine ins Tal stürzen. Grössere Steinschlagereignisse können u.a. Verkehrsverbindungen und Wanderwege kurzzeitig blockieren.
Murgang oder Rüfe Murgänge sind eine Mischung aus Hochwasser, Erdrutsch und Felssturz. Murgänge oder Rüfen sind «Gerölllawinen».
Hangrutsch Von einer Hangrutschung spricht man, wenn festes Material wie Fels und Gestein auf einer festen Unterlage talwärts gleitet. Das kann ein jahrhundertelanger Prozess sein, kann aber auch spontan und schnell ablaufen
Quelle: WSL
Massenbewegungen Felsstürze im Hochgebirge

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Naturgefahren in der Schweiz
Naturgefahren Risiko und Schutzmassnahmen Publikationen
Naturgefahren Publikationen
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Gefährdete Verkehrswege in den Alpen Gotthard, San Bernardino, Simplon ...
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Kanton Graubünden-Schweiz: Hangbewegungen
Alpentransit Gotthard-Route gefährdete Verkehrsachse
Gefährdete Verkehrswege Urnersee
Gefährdete Verkehrswege Grimselstrasse
Informationen über die Kantone
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Der Kanton Graubünden bei RAOnline
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Der Kanton Wallis bei RAOnline
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Externe Links
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Gemeinsamen Informationsplattform Naturgefahren GIN
Nationale Alarmzentrale
Versicherungen
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