 |
Wildtiere:
Der Wolf in der Schweiz |
 |
 |
Wölfe in der Schweiz Meldungen |
 |
Wildtiere Weitere Informationen |
|
 |
Wölfe im Kanton Schwyz |
 |
| Vermehrte Wolfssichtungen in der Region Ausserschwyz |
 |
Empfehlungen für den Umgang mit Wölfen
In der Region Ausserschwyz wurden in letzter Zeit vermehrt Wölfe in der Nähe von Siedlungen und Landwirtschaftsbetrieben gesichtet. Die Behörden informieren über das Verhalten bei Wolfssichtungen und geben Hinweise zum Schutz von Haus- und Nutztieren. Ziel ist es, ein sicheres und konfliktfreies Zusammenleben zu ermöglichen.
In den letzten Wochen wurden vermehrt Wölfe in Siedlungsnähe und in der Umgebung von landwirtschaftlichen Betrieben in der Region Ausserschwyz gesichtet. Diese Beobachtungen haben bei vielen Menschen Besorgnis ausgelöst. Der Wolf ist eine geschützte Tierart, die seit einigen Jahren wieder in unserer Region heimisch wird. Um die Bevölkerung über den richtigen Umgang mit diesen Tieren zu informieren, geben wir hier wichtige Hinweise und Empfehlungen.
Verhalten bei Wolfssichtungen
Sollten Sie einem Wolf begegnen, bleiben Sie ruhig und bewahren Sie Abstand. Wölfe sind in der Regel scheu und meiden den Kontakt mit Menschen. Es ist wichtig, nicht in Panik zu geraten. Versuchen Sie, sich langsam und ruhig aus der Situation zu entfernen und den Wolf nicht zu provozieren. Ein Wolf, der sich Ihnen nähert, tut dies nicht aus Aggression, sondern aus Neugier oder wegen seines natürlichen Verhaltens.
Keine Annäherung und Fütterung
Das absichtliche oder unabsichtliche Füttern von Wölfen - sei es durch direkte Futtergabe oder durch das Zurücklassen von Lebensmitteln im Garten oder in der freien Natur - kann zu einer Veränderung des natürlichen Verhaltens dieser Wildtiere führen. Wölfe, die Futter mit Menschen assoziieren, verlieren zunehmend ihre Scheu. Dies erhöht das Risiko für Konflikte und kann sowohl die öffentliche Sicherheit als auch den Schutzstatus des Tieres gefährden. Um ein konfliktfreies Zusammenleben zu ermöglichen, ist es entscheidend, Wölfe als Wildtiere zu behandeln und jegliche Form von Fütterung konsequent zu vermeiden.
Schutz von Haustieren und Weidetieren
Um das Risiko von Begegnungen zwischen Wölfen und Tieren zu minimieren, sollten Haustiere stets angeleint und Weidetiere nachts in sicheren Gehegen gehalten werden. Besondere Vorsicht gilt bei Schafen, Ziegen und anderen Nutztieren, die in offenen Gebieten gehalten werden. Nutztierhalter haben Schutzmassnahmen wie Elektrozäune zu installieren. Für Nutztierhalter bietet die zuständige Stelle Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von geeigneten Schutzmassnahmen. Eine individuelle Herdenschutzberatung hilft, wirksame Lösungen für die jeweilige Situation zu finden.
Wie Sie uns helfen können
Wenn Sie einen Wolf in Ihrer Nähe sehen oder beobachten, melden Sie dies bitte umgehend bei dem zuständigen Wildhüter oder der Kantonspolizei. Eine genaue Beschreibung des Tieres sowie der Zeit und des Ortes der Sichtung ist hilfreich, um die Situation einzuschätzen und das Ereignis zu dokumentieren.
nach
oben
| Meldungen von möglichen Rissen durch Grossraubtiere |
 |
| 18. Juli 2025 |
DNA-Proben werden analysiert
Bei kürzlich gemeldeten möglichen Rissereignissen konnten vor Ort keine eindeutigen Hinweise auf Grossraubtiere festgestellt werden. Nun werden DNA-Proben analysiert.
Der vom Kanton ausgelöste SMS-Alarm bei sicheren wie auch unsicheren, aber sicherheitsrelevanten Ereignissen im Zusammenhang mit Grossraubtieren, ist ein schnelles und direktes Kommunikationsmittel für die Land- und Alpwirtschaft. So werden Tierhaltende rasch auf die mögliche Präsenz von Grossraubtieren aufmerksam gemacht. Bei jedem Alarm wird darauf hingewiesen, dass der Herdenschutz überprüft und die Nutztiere je nach Situation nachts eingestallt werden sollen.
Am 11. Juli 2025 wurde ein SMS-Alarm für ein mögliches Rissereignis an einem Nutztier in Oberiberg (Gebiet Mürlen) und am 16. Juli 2025 für ein mögliches Rissereignis in Innerthal (Gebiet Gwürzegg) versendet.
In beiden Fällen konnten aufgrund der vor Ort angetroffenen Situation keine eindeutigen Rückschlüsse auf Risse durch Grossraubtiere gezogen werden. Deshalb wurden DNA-Proben genommen, welche nun analysiert werden.
Mit den Ergebnissen der DNA-Tests kann in zwei bis drei Wochen gerechnet werden. Sollte sich der Verdacht auf Risse durch ein Grossraubtier bestätigen, können die Nutztiere den Tierhaltern entschädigt werden.
 |
| Quelle: Text Kanton Schwyz , Umweltdepartement, Amt für Wald und Natur , 18. Juli 2025 |
nach
oben
| Erstes Wolfsrudel im Kanton Schwyz bestätigt |
 |
| 23. Juli 2025 |
Zwei Welpen auf Bildern einer Fotofalle
Im Wägital nahe zum Chöpfenberg (Chöpfler) wurde das erste Wolfsrudel im Kanton Schwyz mittels Fotofallennachweis bestätigt.
Am 11. Juni 2025 informierte der Kanton Schwyz, dass Hinweise auf eine Rudelbildung in der Region Ausserschwyz bestehen und deshalb eine vorab erlassene Abschussverfügung für einen Einzelwolf sistiert wurde.
Inzwischen konnte der Verdacht auf eine Rudelbildung bestätigt werden. Auf Bildern einer Fotofalle vom 17. Juli 2025 konnten mindestens zwei Wolfswelpen bestätigt werden.
Weitere Beobachtungen werden getätigt
Durch weitere Beobachtungen im Gebiet sollen genauere Informationen zur Anzahl der Jungwölfe sowie zum Streifgebiet und Verhalten des Rudels gewonnen werden. Da sich das Streifgebiet über Kantonsgrenzen hinweg erstreckt, erfolgt das Monitoring in enger Abstimmung mit dem Kanton Glarus. Die beiden Kantone stehen im regelmässigen Austausch, um die Grösse des Rudels, dessen Streifgebiet und Verhalten möglichst präzise zu dokumentieren. Ein Gesuch zur Bestandesregulierung in Zusammenarbeit mit dem Kanton Glarus wird zum geeigneten Zeitpunkt innerhalb des Wolfskompartiments III (Zentralschweiz) erarbeitet, damit eine proaktive Wolfsregulierung beim Bundesamt für Umwelt beantragt werden kann.
 |
| Quelle: Text Kanton Schwyz , Umweltdepartement, Amt für Wald und Natur , 23. Juli 2025 |
nach
oben
| Weitere Wolfswelpen im Wägital nachgewiesen |
 |
| 25. Juli 2025 |
Fünf Wolfswelpen auf einem Fotofallenbild
Im Wägital, in der Nähe des Chöpfenbergs (Chöpfler), wurden zusätzliche Wolfswelpen festgestellt.
Am 22. Juli 2025 informierte der Kanton Schwyz, dass zwei Wolfswelpen nachgewiesen wurden und somit erstmals ein Wolfsrudel im Kanton Schwyz besteht. Am Donnerstag, 24. Juli 2025, gingen weitere wichtige Hinweise aus der Bevölkerung beim Amt für Wald und Natur ein: Eine Fotofalle hatte fünf Wolfswelpen aufgenommen. Diese Beobachtung konnte als wahrheitsgetreu bestätigt werden.
Weitere Beobachtungen im Gang
Durch fortlaufende Überwachung im Gebiet sollen genauere Erkenntnisse zur Anzahl der Jungwölfe, zum Streifgebiet und zum Verhalten des Rudels gewonnen werden. Da sich das Streifgebiet über Kantonsgrenzen hinaus erstreckt, erfolgt das Monitoring in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Glarus. Die beiden Kantone stehen in regelmässigem Austausch, um die Rudelgrösse, dessen Aktionsraum und das Verhalten möglichst präzise zu dokumentieren.
Ein Gesuch zur Bestandesregulierung wird in Koordination mit dem Kanton Glarus erarbeitet und zum geeigneten Zeitpunkt innerhalb des Wolfskompartiments III (Zentralschweiz) beim Bundesamt für Umwelt eingereicht, um eine proaktive Regulierung zu ermöglichen.
 |
| Quelle: Text Kanton Schwyz , Umweltdepartement, Amt für Wald und Natur , 25. Juli 2025 |
| Wölfe im angrenzenden Kanto Glarus |
 |
Das Wägital im Kanton Schwyz grenzt im Osten an den Kanton Glarus. ImOsten stossen das Glarner Niederurnen Tal, das Schwändital und das Oberseetal an das Schwyzer Wägital.
Der Chöpfenberg (Chöpfler), der Tierberg, der Schiberg, der Plattenberg, der Rossalplispitz und der Zindlenspitz usw. liegen auf der Kantonsgrenze zwichen den beiden Kantonen..
Im Kanton Glarus haben sich schon vor einigen Jahren Wolfsrudel gebildet.
 |
Wölfe im Kanton Glarus |
 |
 |
Wölfe im Kanton Schwyz |
 |
| Schwyz Wolf bei Einsiedeln
|
April 2014 |
| Schwyz Wolf auf der Ibergeregg |
Mai 2009 |
|
 |
| Rudelbildung bei Wölfen |
| Gemäss Konzept Wolf Schweiz ist von einer Rudelsituation auszugehen, wenn sich mindestens drei Wölfe, darunter mindestens ein Weibchen, über ein Jahr vergesellschaften, als soziale Einheit zusammenleben, gemeinsam Nahrung beschaffen und sich letztendlich fortpflanzen. |
| Quelle: Kanton Wallis , Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere, 6. September 2018 |
|
nach
oben
| Informationen über die Kantone |
 |
| Links |
 |
 |
 |
Externe Links |
|