28. Mai 2025 Um so schnell wie möglich reagieren und bei Bedarf unverzüglich Einsatzmittel mobilisieren zu können, hat der Staatsrat beschlossen, die besondere Lage auszurufen. Ein Teil des Birch-Gletschers oberhalb von Blatten ist stark einsturzgefährdet und könnte grossflächige Murgänge oder Erdrutsche auslösen und die unterhalb gelegene Ortschaft Blatten gefährden. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich strikt an die Anweisungen der Behörden zu halten und das betroffene Gebiet nicht zu betreten. Das kantonale Führungsorgan analysiert die Lage laufend. Ein Abbruch eines Teils des Birchgletschers oberhalb von Blatten im Lötschental kann zu grossflächigen Murgängen oder Erdrutschen führen. Die Häuser im Dorf Blatten könnten beschädigt werden. Infolge der seit mehreren Tagen aufeinanderfolgenden Erdrutsche am «Kleinen Nesthorn» üben mehrere Millionen Kubikmeter Felsblöcke mit einem enormen Gewicht einen starken Druck auf den Gletscher aus und drücken ihn in Richtung Tal. Die vollständige Evakuierung des Dorfes Blatten war am Montag, dem 19. Mai 2025, vorsorglich angeordnet worden. Dreihundert Einwohner wurden evakuiert und vom regionalen Führungsstab betreut. Angesichts der Lage und um so schnell wie möglich reagieren zu können, indem bei Bedarf zusätzlich zu den üblichen Mitteln mehrere Einsatzkräfte (kantonales Führungsorgan, Zivilschutz, eventuell Armee usw.) mobilisiert werden können, hat der Staatsrat beschlossen, die besondere Lage auszurufen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich strikt an die Anweisungen der Behörden zu halten und das betroffene Gebiet nicht zu betreten.
28. Mai 2025 Ein enormer Teil des Birch-Gletschers oberhalb von Blatten ist abgebrochen und hat einen gewaltigen Erdrutsch ausgelöst. Die Schäden sind beträchtlich. Ein sehr grosser Teil des Dorfes Blatten wurde zerstört. Das Flussbett der Lonza ist verstopft. Um diese Situation zu bewältigen, werden ausserordentliche Massnahmen ergriffen. Die Armee wurde um Unterstützung gebeten, und Truppen des Zivilschutzes wurden eingesetzt. Der Regierungsrat hat heute Morgen beschlossen, die besondere Lage zu erklären. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich strikt an die Anweisungen der Behörden zu halten und das betroffene Gebiet nicht zu betreten. Das kantonale Führungsorgan analysiert die Lage laufend. Der Abbruch eines Grossteils des Birchgletschers oberhalb von Blatten im Lötschental löste einen sehr grossen Murgang aus. Ein Grossteil des Dorfes Blatten wurde zerstört. Das Flussbett der Lonza wurde verschüttet, wodurch eine erhebliche Gefahr von Stauungen entstand. Um dieser Situation gerecht zu werden, hat das kantonale Führungsorgan zusätzlich zu den ordentlichen Mitteln mehrere Einsatzmittel mobilisiert. Es hat unverzüglich die Armee um Unterstützung mit Pumpen zur Sicherung des Lonza-Bettes, mit Geräten zur Räumung und Evakuierung von Schutt sowie mit Beleuchtungsmasten für das Katastrophengebiet angefordert. Das KFO hat auch Lufttransporte für den Transport dieser Mittel angefordert. Der Zivilschutz ist ebenfalls im Einsatz. Am frühen Morgen hatte der Staatsrat beschlossen, die besondere Lage auszurufen. Die Kantonsstrasse von Goppenstein in Richtung Blatten ist für den gesamten Verkehr gesperrt, ausgenommen Anwohnerinnen und Anwohner. Die vollständige Evakuierung des Dorfes Blatten war am Montag, dem 19. Mai 2025, vorsorglich angeordnet worden. Dreihundert Einwohner wurden evakuiert und vom regionalen Führungsstab betreut. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich strikt an die Anweisungen der Behörden zu halten und das betroffene Gebiet nicht zu betreten. Das kantonale Führungsorgan analysiert die Lage laufend.
29. Mai 2025, 11:30 Uhr Nahezu der gesamte Birchgletscher oberhalb von Blatten im Lötschental ist abgebrochen und hat einen gewaltigen Bergsturz ausgelöst. Die dadurch im Talboden entstandene, mehrere Dutzend Meter dicke und rund zwei Kilometer lange Eis- un Geröllablagerung hat den Grossteil des Dorfes Blatten verschüttet. Die Schäden sind erheblich. Das Absturzmaterial blockiert den Abfluss der Lonza, wodurch sich ein See zu bilden beginnt. Die zentrale Gefahr liegt darin, wie sich das aufgestaute Wasser der Lonza verhält - bei einem Überlauf über das Ablagerungsgebiet könnte eine Murganglawine ausgelöst werden. Derzeit wird eine Person vermisst. Für den Einsatz vor Ort werden erhebliche Kräfte aufgeboten. Die Armee ist vor Ort, um sich ein erstes zu machen, und steht bereit, um weitere Ressourcen zu mobilisieren. Auch der Zivilschutz ist im Einsatz. Die Bevölkerung aufgefordert, den Anweisungen der Behörden dringend Folge zu leisten und das betroffene Gebiet nicht zu betreten. Das Führungsorgan (KFO) analysiert die Situation laufend. Der Kanton Wallis verspricht, alle verfügbaren Mittel einzusetzen betroffene Bevölkerung bestmöglich zu unterstützen. Der Grossteil des Birchgletschers sowie der darüber liegende Schuttkegel oberhalb von Blatten sind eingebrochen. Am Talgrund hat die durch den Gletscherabbruch entstandene, mehrere Dutzend Meter dicke und rund zwei Kilometer lange Eis- und Geröllmasse einen erheblichen Teil des Dorfes verschüttet. Eine Person wird vermisst. Infolge der Schuttmengen wurde der Abfluss der Lonza blockiert, wodurch sich ein See bildet, der die bisher unversehrten Gebäude überflutet. Im Fokus steht das potenzielle Abflussverhalten von Wasser und Lonza, da ein Überlauf einen Murgang auslösen könnte. Zu diesem Zweck wurde die Speicherkapazität des weiter talwärts liegenden Stauwerks von Ferden erhöht. Im Rahmen von Vorsorgemassnahmen wurden einige Gebäude in den Gemeinden Wiler und Kippel evakuiert.
Am Kleinen Nesthorn bestehen weiterhin erhebliche Instabilitäten - betroffen sind mehrere Hunderttausend Kubikmeter Fels. Auch auf der anderen Talseiten besteht die Gefahr von Murgängen. Auch das im Talboden gelegene Absturzmaterial aus Felsen, Eis und Wasser ist nicht stabil und Murgänge sind auch innerhalb dieser Ablagerung möglich. Dies macht zum jetzigen Zeitpunkt jegliche Intervention im Katastrophe unmöglich. Zur Krisenbewältigung hat das kantonale Führungsorgan neben den vorhandenen Einsatzmitteln zusätzliche Ressourcen mobilisiert. ihrerseits hat eine erste Lagebeurteilung vor Ort zwecks konkreter Bedarfsabklärung durchgeführt. Bereits am Vortag hatte das KFO Hilfsmassnahmen in Form von Pumpen, Räumfahrzeugen, Trümmerabtransport sowie Beleuchtungsmasten angefordert. Der Zivilschutz bietet Unterstützung und auch Fachingenieurbüros wurden hinzugezogen. Die Kantonsstrasse von Goppenstein in Richtung Blatten bleibt bis auf Weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt, ausgenomme sind Anwohner und Einsatzfahrzeuge. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, den Anweisungen der Behörden strikt Folge zu leisten und das betroffene Gebiet nicht zu betreten. Das kantonale Führungsorgan analysiert die Lage laufend. Der Kanton Wallis wird alle verfügbaren Mittel einsetzen, um die von d dramatischen Ereignis betroffene Bevölkerung bestmöglich zu unterstützen. 29. Mai 2025, 17:30 Uhr Der See, der sich durch die Ablagerung des abgebrochenen Birchgletschers sowie durch das Material der Felstürze am Kleinen Nesthorn gebildet hat, füllt sich rasch. Ein Überlaufen der Lonza über den Schuttkegel könnte sich im Verlauf der Nacht ereignen. Im schlimmsten Fall könnten dadurch Murgänge ausgelöst werden. Der regionale Führungsstab und die Einsatzkräfte von Gampel-Steg hält sich vorsorglich bereit für eine Evakuierung der Bevölkerung. Einige Gebäude im Lötschental wurden ebenfalls bereits evakuiert. Der Grossteil des Birchgletschers oberhalb von Blatten sowie der darüber liegende Schuttkegel sind eingebrochen. Am Talgrund hat die dadurch entstandene, mehrere Dutzend Meter dicke und rund zwei Kilometer lange Eis-und Gesteinsmasse einen erheblichen Teil des Dorfes Blatten verschüttet. Der Flusslauf der Lonza wurde blockiert, und der dadurch oberhalb des Absturzmaterials entstandene See mit einem Volumen von rund drei Millionen Kubikmetern füllt sich rasch. Ein Überlauf der Lonza über die Geröllablagerung könnte im Laufe der Nacht erfolgen, was zu Murgängen führen könnte. Der regionale Führungsstab und die Einsatzkräfte von Gampel-Steg hält sich vorsorglich bereit, die Bevölkerung zu evakuieren. Einige Gebäude im Lötschental wurden ebenfalls bereits evakuiert. Darüber hinaus wurde die Speicherkapazität des weiter talwärts gelegenen Stauwerks bei Ferden erhöht. Aufgrund der bestehenden Risiken und der geologischen Instabilität ist derzeit jeglicher Einsatz im Katastrophengebiet unmöglich. Die Armee steht bereit, um mit Wasserpumpen, Baggern und weiteren schweren Räumgeräten sowie Beleuchtungsmaterial einzugreifen. Auch der Zivilschutz ist mobilisiert. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, den Anweisungen der Behörden strikt Folge zu leisten und das betroffene Gebiet nicht zu betreten. Die Kantonsstrasse von Goppenstein in Richtung Blatten bleibt bis auf Weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt, ausgenommen sind Anwohner und Einsatzfahrzeuge. Das kantonale Führungsorgan analysiert die Lage laufend.
30. Mai 2025, 10:15 Uhr Der See, der sich durch das Abbruchmaterial des Birchgletschers und die Geröllmassen vom Kleinen Nesthorn gebildet nahezu bis zum oberen Rand des Schuttkegels angestiegen und wird wahrscheinlich im Laufe des Tages überlaufen. Die Gefahrenzone sowie das Verhalten des Sees, des Flusses und des Stausees Ferden werden laufend überwacht und Messgeräte im betroffenen Gebiet installiert. Insgesamt wurden 365 Personen evakuiert. Die geologische Situation in der betroffenen Umgebung ist weiterhin instabil und verhindert direkte Einsätze vor Ort. Das kantonale Führungsorgan analysiert laufend die Lage. Die mehrere Dutzend Meter hohe und rund zwei Kilometer lange Bergsturzmasse, die über den Grossteil des Dorfes Blatten niederging, hat auch den Flusslauf der Lonza blockiert und in der Folge einen See gebildet. Das Gesamtvolumen der Eis- und Gesteinsablagerung entspricht rund zehn Millionen Kubikmeter. Der Füllstand des Sees nähert sich dem oberen Rand des Schuttkegels und er wird diesen im Laufe des Tages vermutlich überfliessen. Die Speicherkapazität des weiter talwärts gelegenen Stauwerks Ferden wurde vorsorglich erhöht. Die Gefahrenzone sowie das Verhalten des Sees, des Flusses und des Stausees Ferden werden laufend überwacht. Messgeräte wurden im Gebiet installiert. Die Kantonsstrasse von Goppenstein in Richtung Blatten bleibt bis auf Weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt, ausgenommen sind Anwohner und Einsatzkräfte. Aufgrund der vorherrschenden Risiken und der geologischen Instabilität ist derzeit weiterhin kein direkter Einsatz im Bergsturzgebiet möglich. Die Armee steht bereit, um mit Wasserpumpen, Baggern und weiteren schweren Räumgeräten sowie Beleuchtungsmaterial einzusetzen. Neben den Einsatzkräften der Armee sind Fachleute von spezialisierten Ingenieurbüros sowie 50 Angehörige des Zivilschutzes und rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Anwohner und Einsatzfahrzeuge. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, den Anweisungen der Behörden strikt Folge zu le betroffene Gebiet nicht zu betreten.
30. Mai 2025, 20:15 Uhr Die Lonza fliesst mittlerweile über die gesamte Länge des Schuttkegels. Der Stausee Ferden, der vorsorglich entleert worden ist, füllt sich erneut. Aufgrund der hohen Sedimentbelastung im Wasser ist ein Turbinieren derzeit nicht mehr möglich. Damit der Stausee seine Rückhaltefunktion im Falle eines Murgangs weiterhin erfüllen kann, hat der Staatsrat den Betreiber des Kraftwerks in Ferden angewiesen, das Grundablasssystem bedarfsgemäss zu öffnen. Diese gezielte Massnahme ermöglicht den weiteren Ablauf des Wassers in den Fluss. Das kantonale Führungsorgan analysiert die Lage laufend und steht in engem Kontakt mit den regionalen Führungsstäben sowie dem Betreiber des Stausees enalpin. Die Bevölkerung wird aufgefordert, den Anweisungen der Behörden strikt Folge zu leisten. Die Lonza, die mittlerweile über die gesamte Länge des Schuttkegels fliesst, füllt den vorsorglich entleerten Stausee in Ferden erneut auf. Aufgrund der hohen Sedimentkonzentration im Wasser ist ein Turbinieren nicht mehr möglich. Angesichts dieser Situation hat der Staatsrat den Betreiber des Kraftwerks in Ferden angewiesen, das Grundablasssystem bedarfsgemäss zu öffnen. Diese kontrollierte Massnahme ermöglicht den Abfluss des Wassers in die Lonza. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Die Lage wird vom kantonalen Führungsorgan im engen Austausch mit den verantwortlichen regionalen Führungsstäben und dem Kraftwerkbetreiber laufend beurteilt.
31. Mai 2025, 11:15 Uhr Die Lonza, die sich oberhalb des Schuttkegels angestaut hat, fliesst seit gestern über die gesamte Länge des Kegels ab. Da die Sedimentbelastung des ablaufenden Wassers sehr hoch ist, kann dieses von den Turbinen des Stausees Ferden nicht mehr turbiniert werden. Der Grundablass des Stausees wurde am Freitagabend teilweise geöffnet, damit das Wasser vom See weiterhin in den darunter liegenden Fluss abfliessen kann. Dies erlaubte es, den Seespiegel während der Nacht zu stabilisieren, was in Zusammenhang mit der Rückhaltefunktion des Sees bei allfälligen Murgängen sehr wichtig ist. Tendenziell scheint der angestaute See oberhalb des Schuttkegels leicht zu sinken. Die Lage wird vom kantonalen Führungsorgan im engen Austausch mit den verantwortlichen regionalen Führungsstäben und dem Kraftwerkbetreiber aber weiterhin laufend beurteilt. Die Bevölkerung wird aufgefordert, den Anweisungen der Behörden strikt Folge zu leisten. Die Lonza, die mittlerweile über die gesamte Länge des Schuttkegels abfliesst, füllt den vorsorglich entleerten Stausee in Ferden erneut auf. Da die Sedimentkonzentration im Wasser zu hoch ist, ist ein Turbinieren nicht möglich. In Anbetracht dieser Situation wurde am Freitagabend der Grundablass des Stausees von Ferden teilweise geöffnet. Diese kontrollierte Massnahme ermöglicht den Abfluss des Wassers vom Stausee in die Lonza und erlaubte es, den Pegel des Stausees die Nacht über zu stabilisieren, was in Zusammenhang mit der Rückhaltefunktion des Sees bei allfälligen Murgängen wichtig ist. Tendenziell scheint der Pegel des angestauten Sees oberhalb des Schuttkegels leicht zu sinken. Die betroffene Zone sowie der See, der Fluss und der Stausee Ferden werden laufend überwacht. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Messgeräte installiert. Die Gefahr im Katastrophengebiet bleibt sehr hoch, weshalb ein direkter Einsatz der Einsatzkräfte vor Ort weiterhin nicht möglich ist. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Die Lage wird vom kantonalen Führungsorgan im engen Austausch mit den verantwortlichen regionalen Führungsstäben und dem Kraftwerkbetreiber laufend beurteilt.
1. Juni 2025, 10:10 Uhr Die Lonza, die sich oberhalb des Schuttkegels angestaut hat, fliesst seit Freitag über die gesamte Länge des Kegels ab. Da die Sedimentbelastung des ablaufenden Wassers sehr hoch ist, kann dieses von den Turbinen des Stausees Ferden nicht mehr turbiniert werden. Der Grundablass des Stausees wurde am Freitagabend teilweise geöffnet, damit das Wasser vom See in den darunter liegenden Fluss abfliessen kann. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist der Pegel des Stausees Ferden zwar wieder leicht gestiegen, liegt aber weiterhin unter dem gemessen Stand vor der Öffnung des Grundablasses. Damit bleibt die Rückhaltefunktion des Sees im Falle eines Murgangs erhalten. Ein Einsatz auf dem Schuttkegel ist derzeit aber noch immer nicht möglich. Die Lage wird vom kantonalen Führungsorgan im engen Austausch mit den verantwortlichen regionalen Führungsstäben und dem Kraftwerkbetreiber laufend beurteilt. Die Bevölkerung wird aufgefordert, den Anweisungen der Behörden strikt Folge zu leisten. Die Lonza, die mittlerweile über die gesamte Länge des Schuttkegels abfliesst, füllt den vorsorglich entleerten Stausee in Ferden erneut auf. Da die Sedimentkonzentration im Wasser zu hoch ist, kann nicht turbiniert werden. In Anbetracht dieser Situation wurde am Freitagabend der Grundablass des Stausees teilweise geöffnet. Diese kontrollierte Massnahme ermöglicht den Abfluss des Wassers vom Stausee in die Lonza. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist der Pegel des Sees von Ferden leicht gestiegen, liegt aber weiterhin unter dem gemessen Stand vor der Öffnung des Grundablasses. Damit bleibt die Rückhaltefunktion des Sees im Falle eines Murgangs erhalten. Der Pegelstand des Sees, der sich oberhalb des Schuttkegels von Blatten angestaut hat, ist aktuell stabil. Die betroffene Zone sowie der See, der Fluss und der Stausee Ferden werden laufend überwacht. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Messgeräte installiert. Die Gefahr im Bergsturzgebiet bleibt allerdings sehr hoch. Am Kleinen Nesthorn wird erneut eine sehr hohe Aktivität registriert; laut Einschätzungen sind noch immer mehrere hunderttausend Kubikmeter Fels instabil. Ein Einsatz auf dem Schuttkegel ist deshalb derzeit nicht möglich. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Die Lage wird vom kantonalen Führungsorgan im engen Austausch mit den verantwortlichen regionalen Führungsstäben und dem Kraftwerkbetreiber laufend beurteilt.
2. Juni 2025 Die Lonza, die sich oberhalb des Schuttkegels angestaut hat, fliesst seit Freitag über die gesamte Länge des Kegels ab. Da die Sedimentbelastung des ablaufenden Wassers sehr hoch ist, kann dieses von den Turbinen des Stausees Ferden nicht mehr turbiniert werden. Der Grundablass des Stausees wurde am Freitagabend teilweise geöffnet, damit das Wasser vom See in den darunterliegenden Fluss abfliessen kann. Der Pegel des Sees von Ferden ist wieder leicht gestiegen und liegt etwas über dem gemessenen Stand vor der Öffnung des Grundablasses. Die Lage wird jedoch als unter Kontrolle und stabil eingeschätzt und damit bleibt die Rückhaltefunktion des Sees im Falle eines Murgangs erhalten. Ein Einsatz auf dem Schuttkegel ist derzeit aber noch immer nicht möglich. Die Lage wird vom kantonalen Führungsorgan im engen Austausch mit den verantwortlichen regionalen Führungsstäben und dem Kraftwerkbetreiber laufend beurteilt. Die Bevölkerung wird aufgefordert, den Anweisungen der Behörden strikt Folge zu leisten. Die Lonza fliesst mittlerweile über die gesamte Länge des Schuttkegels ab und auf der Ablagerung bilden sich kleine Seen. Der Fluss füllt den vorsorglich entleerten Stausee in Ferden erneut auf. Da die Konzentration der Ablagerungen im Wasser zu hoch ist, kann nicht turbiniert werden. In Anbetracht dieser Situation wurde am Freitagabend der Grundablass des Stausees teilweise geöffnet. Diese kontrollierte Massnahme ermöglicht den Abfluss des Wassers vom Stausee in die Lonza. Der Pegel des Sees von Ferden ist leicht gestiegen, liegt etwas über dem gemessen Stand vor der Öffnung des Grundablasses. weiterhin unteretwas über dem gemessenen Stand vor der Öffnung des Grundablasses. Die Lage wird jedoch als unter Kontrolle und stabil eingeschätzt. Die Rückhaltefunktion des Sees im Falle eines Murgangs bleibt damit erhalten. Der Pegelstand des Sees, der sich oberhalb des Schuttkegels von Blatten angestaut hat, ist aktuell stabil. Die betroffene Zone sowie der See, der Fluss und der Stausee Ferden werden laufend überwacht. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Messgeräte installiert. Die Gefahr im Bergsturzgebiet bleibt allerdings sehr hoch. Am Kleinen Nesthorn wird erneut eine sehr hohe Aktivität registriert; laut Einschätzungen sind noch immer mehrere hunderttausend Kubikmeter Fels instabil. In der Mulde des Birch-Gletschers bildet sich ein kleiner See. Der Korridor oberhalb des Gletschers fasst etwa 300'000 m3 und es könnten Murgänge in diesem Couloir auftreten. Ein Einsatz auf dem Schuttkegel ist deshalb derzeit nicht möglich. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Die Lage wird vom kantonalen Führungsorgan im engen Austausch mit den verantwortlichen regionalen Führungsstäben und dem Kraftwerkbetreiber laufend beurteilt.
Die enalpin AG betreibt u.a das Kraftwerk Lötschen, dessen Zentrale Steg sich auf 647 m ü.M. unten im Rhonetal befindet. Das Ausgleichsbecken Ferden auf 1'311 m ü.M. dient der Wasserregulierung. Das KW Lötschen ist ein Speicherkraftwerk . Das Ausgleichsbecken Ferden mit einem maximalen Wasserinhalt von 1,72 Mio. m3 ist über einen 6,85 km langen Druckstollen mit der Zentrale verbunden. Das 1976 Kraftwerk produziert mit einer Turbine-Leistung von 120 MW im Jahr 328 GWh elektrische Energie. Konzessionsgemeinden des Kraftwerks sind die Gemeinden Ferden, Kippel, Steg und Gampel. An der Kraftwerk Lötschen AG sind neben der enalpin AG noch die Rhonewerke AG mit 50 % (Stand: 2025) beteiligt.
4. Juni 2025 Angesichts der tragischen und aussergewöhnlichen Ereignissen im Dorf Blatten möchte der Staatsrat der Bevölkerung und den Gemeindebehörden seine Unterstützung zusichern. Zu diesem Zweck hat er entschieden, mehrere Massnahmen zu ergreifen, die kurz-, mittel-und langfristig wirken werden. So beabsichtigt der Staatsrat, einen anfänglichen Betrag von 10 Millionen Franken als Finanzhilfe für die Einwohner der Gemeinde Blatten freizugeben. Der Staatsrat möchte zudem die Gemeinde und ihre Bewohner bei ihrem Bestreben unterstützen, das zukünftige Blatten aufzubauen. Er hat deshalb entschieden, eine Strategiegruppe einzusetzen, die in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Blatten und den Gemeinden des Lötschentals einen Fahrplan ausarbeiten soll, der sich insbesondere mit der Organisation und der Finanzierung des Begleitdispositivs für den Wiederaufbau des zukünftigen Blattens befasst. Um den raschen Einsatz von Mitteln durch die Dienststellen zu ermöglichen, werden dringende Interventions-, Aufräum-und Wiederherstellungsarbeiten zudem als gemeinnützig deklariert. Sie erfordern somit kein übliches Verwaltungs- und Ausschreibungsverfahren. Der Staatsrat hat ausserdem beschlossen, eine langfristige Strategie, inklusive einer gesetzlichen Grundlage, für die Finanzierung der Folgen des Klimawandels zu entwickeln. Durch den Abbruch des Birchgletschers und eines Teils des "Kleinen Nesthorns" wurde das Dorf Blatten verschüttet. Angesichts dieser aussergewöhnlichen Naturkatastrophe möchte der Staatsrat der Bevölkerung und den Gemeindebehörden seine Unterstützung zusichern. Zu diesem Zweck hat er mehrere Beschlüsse gefasst, die kurz-, mittel-und langfristig Wirkung zeigen werden. Der Staatsrat beabsichtigt folglich, einen anfänglichen Betrag von 10 Millionen Franken als Finanzhilfe für die Bewohner des Dorfes Blatten der Gemeinde freizugeben. Über die Details der Umsetzung dieses Entscheids wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Nach diesem tragischen Ereignis möchte der Staatsrat die Gemeinde Blatten und ihre Einwohner in ihrem Bestreben, das zukünftige Blatten aufzubauen, unterstützen. Zu diesem Zweck hat er entschieden, eine Strategiegruppe einzusetzen, die in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Blatten und den Gemeinden des Lötschentals einen Fahrplan ausarbeiten soll, der sich insbesondere mit der Organisation und der Finanzierung des Begleitdispositivs für den Wiederaufbau des zukünftigen Blattens befasst. Diese Strategiegruppe besteht unter anderem aus den Dienststellen für Raumentwicklung, für Naturgefahren, für Wirtschaft, Tourismus und Innovation, für Landwirtschaft und der kantonalen Finanzverwaltung. Angesichts der Vielzahl von Herausforderungen und Akteuren sind eine Koordination und eine starke Unterstützung durch den Kanton notwendig, um eine Zukunft für Blatten zu sichern. Die Regierung möchte einen einfachen und raschen Einsatz von Mitteln durch die Dienststellen ermöglichen. In diesem Sinne werden die dringenden Interventions-, Räumungs- und Wiederherstellungsarbeiten, die von den staatlichen Diensten nach dem Zusammenbruchs des Birchgletschers und der darauffolgenden Überschwemmung im Gebiet der Gemeinde Blatten angeordnet oder anerkannt wurden, als gemeinnützig erklärt und als dringliche Massnahmen erster Priorität betrachtet. Für diese Massnahmen ist kein übliches Verwaltungs-und Vergabeverfahren erforderlich. Der Staatsrat hat ausserdem beschlossen, eine langfristige Strategie, inklusive einer
6. Juni 2025 Der Bergsturz, der am 28. Mai 2025 das Dorf Blatten im Lötschental im Kanton Wallis verschüttet hat, zählt zu den verheerendsten Naturereignissen der Schweiz in den letzten Jahrzehnten. Der Bundesrat hat am 6. Juni 2025 eine Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet, um der Gemeinde Blatten als Zeichen der Solidarität rasch 5 Mio. Franken zuzusprechen. Das Parlament kann in einer ausserordentlichen Session im Juni über diese Botschaft entscheiden. Auslöser des Bergsturzes in Blatten war ein massiver Gletscherabbruch am Birchgletscher am Kleinen Nesthorn. Bereits seit Mai gingen mehrmals kleinere Felsstürze auf den Birchgletscher nieder. Am 19. Mai 2025 evakuierte deshalb die Gemeindebehörde die rund 300 Dorfbewohnerinnen und -bewohner. Am 28. Mai 2025 brach ein grosser Teil des Birchgletschers unter der zusätzlichen Belastung des Bergsturzmaterials ab. Die dadurch ausgelöste Schutt- und Eislawine verschüttete das Dorf Blatten sowie den Weiler Ried. Ein aufgestauter See hinter dem Geröllkegel überflutete den nicht verschütteten Teil des Dorfes. Die Region bleibt aufgrund möglicher weiterer Bergstürze und Murgänge gefährdet. Eine Person gilt weiterhin als vermisst. Solidaritätsbeitrag an die Gemeinde Für den Bundesrat ist klar, dass angesichts der tragischen Ereignisse infolge des Bergsturzes in Blatten rasch und unbürokratisch Hilfe geleistet werden soll. Er hat deshalb am 6. Juni 2025 beschlossen, dem Parlament eine rasche Bundeshilfe im Sinne einer finanziellen Erstunterstützung für die Gemeinde Blatten von 5 Mio. Franken zu beantragen. Der Bund kann damit an den Beitrag des Kantons Wallis von insgesamt 10 Millionen Franken anknüpfen. Weitere Unterstützungsmassnahmen Zudem hat der Bundesrat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) beauftragt, ihm in Absprache mit dem Kanton Wallis bis Ende 2025 eine Gesamtschau über die bisher von Bund, Kantonen und Dritten geleisteten Hilfen, die weiter vorgesehenen Massnahmen für Wiederinstandstellung und den Ersatz von Schutzinfrastrukturen sowie deren Kosten und Finanzierung zu unterbreiten. Diese Gesamtschau bildet die Grundlage für weitere Unterstützungsleistungen. Der Solidaritätsbeitrag erfolgt komplementär zu bestehenden Instrumenten im Bereich der Kurzarbeitsentschädigung, der Arbeitslosen-Taggelder, sowie der Landwirtschafts-, Tourismus- und Regionalpolitik. Die zuständigen Stellen des Bundes stehen diesbezüglich mit dem Kanton Wallis in Kontakt. Nach dem Bergsturz in Blatten muss das betroffene Gebiet überwacht werden. Es gilt, die Gefahren einzuschätzen. Zudem müssen Treibholz und Geröll entfernt und beschädigte Schutzanlagen repariert oder ersetzt werden. Schliesslich hat der Bundesrat das UVEK beauftragt, die Gemeinde Blatten bei den Überlegungen und Planungsarbeiten für einen Wiederaufbau ebenfalls zu unterstützen. Massgebend dafür sind die Bedürfnisse der Bevölkerung und die Absichten von Gemeinde und Kanton. Zudem muss die Gefahrensituation berücksichtigt werden. Zuständig dafür sind das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wohnungswesen (BWO).
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