| Geomorphologie: Massenbewegungen |
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Naturgefahren Massenbewegungen |
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Geologie - Geomorphologie Schweiz |
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Naturgefahren im Lötschental |
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Das Gebirge im Lötschental südlich der Lonza zwischen dem Dorf Ferden im Westen und der Lötschenlücke im Osten ist ähnlich aufgebaut und besteht aus gleichen Gesteinsformationen. In den vergangenen Monaten haben Geologen an einigen Stellenan der Grenze zwischen der Gneishülle und den Gesteinen des Bietschorn-Massivs Geländebewegungen beobachtet.
Der Gletschersturz Ende Mai 2025, welcher das Dorf Blatten zerstört hat, war eine Folge dieser Bewegungen. 2026 wurden am Schwarzhorn oberhalb von Wiler und beim Oigstchummungletscher südlich der Fafleralp Geländerisse festgestellt. Ende Mai 2026 mussten die Behörden zwischenzeitlich den Strassenabschnitt unterhalb der Fafleralp vorsorglich sperren. Ab dem 26. Juni 2026 wird dieKantonsstrasse zwischen Blatten und der Fafleralp Verkehr freigegeben. Diese Wiedereröffnung wird durch die Einrichtung eines verstärkten Überwachungssystems für den Oigschtchummun-Gletscher ermöglicht
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10. Juni 2026
Wiedereröffnung der Kantonsstrasse ab Blatten zur Fafleralp
Die Kantonsstrasse zwischen Blatten und der Fafleralp wird am Freitag, 26. Juni 2026, für den Verkehr freigegeben. Diese Wiedereröffnung wird durch die Einrichtung eines verstärkten Überwachungssystems für den Oigschtchummun-Gletscher ermöglicht, verbunden mit der Installation einer Lichtsignalanlage, die es ermöglicht, die Verkehrsteilnehmer sofort zu warnen und die Strasse im Gefahrenfall zu sperren. Ab dem 27. Juni 2026 wird eine öffentliche Verkehrsverbindung in Betrieb genommen.
Die Strasse zwischen Blatten und Fafleralp, die jedes Jahr während der Wintersaison gesperrt ist, wird ab Freitag, 26. Juni 2026 um 08.00 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die Belagsarbeiten an der Notstrasse Netzbord nach Blatten abgeschlossen sein.
Die Benutzung der Strasse nach Blatten bzw. Fafleralp bleibt jedoch weiterhin bewilligungspflichtig und unterliegt der Genehmigung durch die Gemeinde Blatten in Zusammenarbeit mit dem Kanton.
Die Wiedereröffnung erfolgt nach mehreren Monaten intensiver Überwachung des Oigschtchummun-Gletschers. Seit Dezember 2025 haben die Fachleute ein Vorrücken der Gletscherzunge sowie mehrere Eisabbrüche dokumentiert, von denen einige ein Volumen von fast 10'000 m³ erreichten. Aufgrund dieser Entwicklung wurden Erkundungsflüge, Geländeaufnahmen und Modellierungen durchgeführt.
Um die Entwicklung des Gletschers zu überwachen, wurden im betroffenen Gebiet verschiedene Mess- und Beobachtungssysteme installiert. Ein interferometrisches Radar ermöglicht insbesondere die frühzeitige Erkennung von Beschleunigungen oder Bewegungen grosser Gletschermassen. Mit diesem Instrument lassen sich jedoch kleinere Abbrüche, die die Kantonsstrasse erreichen könnten, nicht zuverlässig erfassen. Um diese Lücke zu schliessen, wird für die Wiedereröffnung der Strasse zusätzlich ein Doppler-Radar installiert. In Verbindung mit einer Lichtsignalanlage ermöglicht es, die Verkehrsteilnehmer sofort zu warnen und die Strasse im Gefahrenfall zu sperren.
Die gesammelten Daten werden laufend ausgewertet und die Lage wird mehrmals pro Woche neu bewertet.
Auch nach der Wiedereröffnung der Strasse bleiben die bereits beschlossenen Schutzmassnahmen in Kraft.
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| Quelle: Text Kanton Wallis, 10. Juni 2026 |
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