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Arktischer Seeweg
2010: Historische Schifffahrten durch die Nordost-Passage

Am 6. September 2010 verliess der Massengutfrachter MV Nordic Barents der Reederei Nordic Bulk Carriers den Hafen von Kirkenes ganz im Norden Norwegens.

Der Frachter will in rund 4 Wochen Fahrt rund 41'000 Tonnen Eisenerz-Konzentrat nach China bringen.

Der Transport wurde in Zusammenarbeit mit der Reederei Tschudi, deren Tochtergesellschaft 2006 das Eisenerz-Bergwerk in Sydvaranger (Norwegen) wieder in Betrieb genommen ha, durchgeführt.

Die Fahrt nach China führt mehrheitlich durch russisches Hoheitsgebiet. Die russischen Behörden haben den Transport bewilligt und unterstützen die MV Nordic Barents, einem Schiff der Eisklasse 1a, mit zwei ihrer atombetriebenen Eisbrechern.

Nach Angaben der Reederei soll die Fahrt über die Nordost-Passage nach China mit 26 Tagen rund 8 Tage kürzer sein als der Seeweg durch den Suez-Kanal. Der Nördliche Seeweg hilft mit, die Transportkosten erheblich zu reduzieren. Transportkosten verringern sich im Idealfall rund um ein Drittel.

Bereits am 14. August 2010 verliess der Eisklasse-Tanker SCF Baltica der Aframaxklasse den russischen Hafen von Murmansk, um Gaskonzentrat über die nördliche Seeroute und durch die Nordost-Passage nach China zu transportieren. Der Tanker wurde durch drei atombetriebene Eisbrecher der russischen Eismeerflotte begleitet.

Schifffahrten enlang der russischen Eismeerküste sind auch heute noch nicht risikofrei möglich. Russische Versorgungsschiffe, welche in der Nordost-Passage operieren, stossen immer wieder auf Schwierigkeiten.

Einige Schifffahrtsexperten zweifeln, ob sich Gütertransporte auf den transarktischen Seerouten jemals wirtschaftlich lohnen werden.

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Die Fahrten der beiden Transportschiffe zeigen auf, mit welcher Geschwindigkeit das Eis um den Nordpol abschmilzt. Vor einigen Jahren wurde noch erwartet, dass Transporte über den Nördlichen Seeweg erst um 2020 möglich sein würden.

Was für die Logistiker ein Segen ist, beschwört bei den Umweltschützern Albträume herauf. Entlang der russischen Küste liegen im Nördlichen Eismeer grosse Rohstoffvorkommen verborgen. Die Ausbeutung und der Transport dieser Schätze auf die Weltmärkte galt bis vor kurzem als unmöglich. Mittlerweilen ist die Planung zur Förderung dieser Rohstoffe schon weit fortgeschritten. Rechtliche Fragen wie den international verbindlichen Verlauf der Landesgrenzen in der Arktis im Allgemeinen und im Nördlichen Eismeer im Besonderen müssen noch geklärt werden.

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Am 16. November 2010 kehrte der russische Erzfrachter der Arktisklasse (ARC-7 ice-class ) «Monchegorsk» der Reederei «MMC Norilsk Nickel» in den sibirischen Hafen von Dudinka zurück.

Der Frachter hatte als erstes Handelsschiff die nördliche Seeroute ohne die Unterstützung von Eisbrechern passiert.

Der Massengutfrachter schaffte die Nordost-Passage von Dudinka nach Shanghai und zurück in 58 Tagen. Das Schiff war lediglich 41 Tage auf hoher See.

Die Fahrstrecke Dudinka - Providence Bay - Busang - Shanghai - Nakhodka - Dudinka war 11'320 Seemeilen (= 20'980 km) lang. Die Hälfte der Strecke fuhr das Schiff in eisfreien Gewässern.

Die «MV Nordic Barents» und die «SCF Baltica» hatten die Nordost-Passage schon Wochen zuvor mit der Unterstützung von Eisbrechern durchfahren. Die Reedereien der beiden Schiffe heben allerdings hervor, dass die russischen Eisbrecher mehr zur Dekoration voraus fuhren. Die beiden Frachtschiffe mussten auf ihrem Weg nach China und zurück nach Norwegen bzw. Russland die Fahrt kein einziges Mal wegen einer Eisbehinderung unterbrechen.

Die «MV Nordic Barents» hatte den norwegischen Hafen Kirkenes am 4. September 2010 verlassen und den Pazifik nach Medienangaben bereits 12 Tage später erreicht.

Quelle: Arctic Portal 2010 , Text: RAOnline
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