Geomorphologie: Massenbewegungen
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Geomorphologie Massenbewegungen
Ereignis
Starkregen bei Brienz am 12. August Kanton Bern 2024
Unwetter Auswirkungen auf den Betrieb der Brienz Rothorn Bahn
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Massenbewegungen
Unwetter in Brienz am Brienzersee (Kanton Bern)
Brienz Rothorn Bahn durch die Unwetterereignisse stark betroffen
13.08.2024: BRB-Betrieb vorübergehend eingestellt

Die Brienz Rothorn Bahn wurde von dem schweren Unwetter, welches Brienz getroffen hat, er.heblich in Mitleidenschaft gezogen. Besonders stark betroffen sind die Planalpfluhtunnel bis zur Mittelstation Planalp. Auch oberhalb der Planalp sowie bei der Mittel Staffel sind grössere Schä.den zu verzeichnen.

Umfassende Schäden an der Strecke

Die Beschädigungen erstrecken sich über mehrere Schlüsselstellen der Strecke, insbesondere rund um die Mittelstation Planalp. Aktuell ist der Bahnbetrieb aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres eingestellt.

Reparaturarbeiten werden vorbereitet

Heute am späten Nachmittag finden Sitzungen mit verschiedenen Experten und Unternehmun.gen statt, um die Schäden zu begutachten und die notwendigen Reparaturen zu planen. Der Start der Reparaturarbeiten ist für den frühen Mittwochmorgen, 14. August angesetzt. Das Ziel ist es, den Betrieb so schnell und sicher wie möglich wieder aufzunehmen.

Betrieb im Berghaus Rothorn Kulm bleibt aufrecht

Trotz der Schäden an der Bahnstrecke bleibt das Berghaus Rothorn Kulm weiterhin in Betrieb. Das Berghaus ist nach wie vor über Sörenberg erreichbar, sodass bestehende Reservierungen wie geplant wahrgenommen werden können.

Wir bedanken uns bei unseren Gästen und Partnern für ihr Verständnis und ihre Unterstützung in dieser herausfordernden Zeit. Über den Fortschritt der Reparaturarbeiten und den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Bahnbetriebs werden wir zeitnah informieren.

Quelle: Text Brienz Rothorn Bahn, 13. August 2024
16. August 2024: BRB-Bahnbetrieb wird diese Saison nicht mehr aufgenommen

Die Regen-und Gewitterzelle, die am Montagabend, 12. August 2024, über dem Dorf Brienz BE niederging, hat die Brienz Rothorn Bahn BRB hart getroffen. Die verursachten Schäden sind so gross, dass der Bahnbetrieb bis zum vorgesehenen Saisonende nicht mehr aufgenommen werden kann. Ab sofort bleibt er eingestellt. Vorläufig wird mit Kosten von CHF 5 Mio. gerechnet.

«In der Geschichte der Brienz Rothorn Bahn gab es noch nie ein solch gravierendes Ereignis», sagte BRB-Verwaltungsrats-Präsident Peter Flück an der Medienkonferenz. «Es wurde sehr viel Material aus der Zeit des Bahnbaus, in den Jahren 1891/92 herausgespült.» Die Schäden sind enorm, das ergab eine Begehung der einzelnen Schadenstellen mit Christoph Imfeld, dem Technischen Kaufmann Infrastruktur der BRB, und zwei Ingenieuren.

Kein Flickwerk bei der Schadensbehebung

Die Schadensbehebung wird aufwendig und benötigt Zeit. «Wir wollen kein Flickwerk. Wir wollen die Qualität der Erbauer erhalten», sagte VR-Präsident Flück. Deshalb beschloss der Verwaltungsrat den Betrieb per sofort einzustellen. «Nur so können die Arbeiten in der gefor.derten Qualität und möglichst schnell ausgeführt werden».

Eine Strecke von über 2 Kilometer betroffen

Gesamtprojektleiter Roger Flückiger sagte zu den Schäden: «Eine Strecke von 2,2 Kilometer weist starke strukturelle Schäden am Trasse, dem Steinbett-Fundament und an der Entwässerung auf. Ausserdem ist der Schotter auf einer Länge von 1,4 Kilometer verunreinigt.». Der Grund dafür ist, dass sich das Regenwasser im Bahntrassee gesammelt hat und dieses in einen Wildbach verwandelte.

Ausserdem gab es kleinere Hangrutsche und Erdausspülungen sowie Geröllaufschüttungen unterhalb und oberhalb des Trasses. Die aktuellen Erkenntnisse zeigen zusätzlich zu den Trasseschäden sechs weitere lokale Schadenstellen bei Bachdurchlässen und Hangrutsche, die für einen ungefährdeten Betrieb gesichert werden müssen. Hingegen ist der grösste Teil der Beton-Kunstbauten (Brücken, Durchlässe) in einem guten Zustand.

Instandstellungsarbeiten dauern mehrere Monate

Die Arbeiten werden sehr aufwendig sein, da eine stark eingeschränkte Zugänglichkeit be.steht. Diese ist praktisch nur per Bahn auf dem von der Talstation her unbeschädigten Trasse her möglich. «Die Instandstellungsarbeiten werden mehrere Monate in Anspruch nehmen», so Roger Flückiger. «Wann die Arbeiten fertiggestellt sein werden, können wir aktuell nicht sagen.

Das Ziel ist, dass wir im Mai 2025 den Vorsaisonbetrieb bis Planalp wiederaufnehmen können, um ab Juni 2025 wieder bis Rothorn Kulm zu fahren.» Es seien auch zusätzliche Schadensermittlungen und -erhebungen nötig, so König. «Und bei all diesen Arbeiten steht die Sicherheit an erster Stelle.»

Die anfallenden Arbeiten sind nicht nur sehr zeitaufwendig, sondern auch umfangreich:

• Die Entwässerung muss sichergestellt werden

• Das Schwemmmaterial muss freigelegt werden

• Das Fundament unterhalb der Geleise muss neu aufgebaut werden

• Schotter und Geleise müssen neu aufgebaut werden

• Die Entwässerung muss sichergestellt werden

• Und zuletzt folgt die Sicherstellung des Bahnbetriebs.

Geschätzte Kosten von rund CHF 5 Mio.

Im Moment gehen die BRB-Verantwortlichen davon aus, dass die Wiederherstellung Kosten von 5 Mio. Franken verursachen wird. Schäden am Unterbau und an Geleisen können nicht versichert werden. «Für den Betriebsausfalle haben wir hingegen eine Versicherung», sagte Flück.

Erste Hilfeleistungen von Privaten schon zugesagt

Die BRB-Verantwortlichen können bei der Bevölkerung auf eine grosse Solidarität zählen. So haben Private erste Hilfeleistungen schon zugesagt. Wie weit allenfalls Beiträge von Bund und Kanton erwartet werden können, ist noch offen. Weiter ist die BRB daran, einen Spendenaufruf vorzubereiten.

Berghaus Rothorn Kulm Betrieb ebenfalls eingestellt

Ein sinnvoller Betrieb des Berghauses ist wegen der Schliessung der Bahn nicht mehr möglich. Deshalb hat sich der Verwaltungsrat dazu entschieden, das Berghaus ebenfalls zu schliessen.

Von der Schliessung betroffenes Personal

Für Saisonmitarbeitende im Berghaus und bei der Bahn, welche von der Schliessung betroffen sind, werden in gegenseitiger Absprache Lösungen gesucht.

Quelle: Text Brienz Rothorn Bahn, 16. August 2024

18. Oktober 2024: Bei der Brienz Rothorn Bahn herrscht für Saison 2025 Zuversicht

Bei den Verantwortlichen der Brienz Rothorn Bahn BRB herrscht Zuversicht, dass der Bahnbetrieb im Mai 2025 wiederaufgenommen werden kann. Die meisten Schäden konnten seit dem Unwetter vom 12. August behoben werden. Die Instandstellungs-Arbeiten stellten hohe Anforderungen an die Logistik und die ausführenden Fachkräfte. Bis jetzt geht man bei der BRB von rund CHF 5 Millionen Kosten aus.

Nachdem am 12. August ein schweres Unwetter über die Region Brienz niedergegangen war, hatte der Betrieb der BRB einige Tage später für diese Saison eingestellt werden müssen. Es war das gravierendste Ereignis in der Geschichte der BRB, das auf über 6 km Länge der Bahnstrecke für sehr grosse Schäden gesorgt hatte.

An der Medienkonferenz am Freitag informierte BRB-Verwaltungsratspräsident Peter Flück nach einer Bahnfahrt über das wiederhergestellte Trassee auf der Alp «Mittlischten» über den Stand der ausgeführten und noch ausstehenden Arbeiten. «Von insgesamt 35 Schadenstellen sind 28 behoben», so Flück. «Die Hauptschäden am Trassee sind instand gestellt.» Das Trassee sei wieder bis zur Morgenweidbrücke (Bahnkilometer 6,5 von total 7,6) befahrbar. «Wir sind zuversichtlich, dass die Morgenweidbrücke rechtzeitig repariert werden kann, so dass die Saison 2025 je nach Schneebruch rechtzeitig gestartet werden kann», blickte Flück in die Zukunft. Man gehe heute davon aus, dass Anfang Mai bis Planalp und ab Anfang Juni bis Rothorn Kulm der Betrieb wiederaufgenommen werden könne.

Baupersonal war hart gefordert

Die Herausforderungen für die Wiederinstandstellung des Bahntrassees und den Bauten darunter und daneben waren für das Baupersonal hoch und anspruchsvoll. Gebaut werden musste ohne Pläne und Gleisfixpunkte. «Das Planen am Bau führte zu einer hohen Präsenzzeit aller Beteiligten», sagte Flück. Drei Bauunternehmungen mussten von der Bauleitung koordiniert werden, dazu standen der Zivilschutz, eine Helikopter Unternehmung, der BRB-Bahndienst, Freiwillige und Landwirte mit ihren Transportern im Einsatz. Dazu kamen die Bedürfnisse von Dritten, der Gemeinde, den Planalp-Genossenschaften und der Landeigentümer.

Die verschiedenen Transporte auf dem Bahnweg, so weit möglich, der Strasse und dem Luftweg verlangten klare Regeln. Zudem konnten fast nur kleine Baumaschinen eingesetzt werden und viel Handarbeit war nötig. Um den Baubetrieb sicherstellen zu können, mussten ausserdem zahlreiche Prüfungen der vielen Tragkonstruktionen durchgeführt werden. «Da wir das Gut der Vorfahren und eine hohe Qualität der Bahnanlage bewahren wollten, musste sich das Baupersonal zuerst an die Umgebung gewöhnen sowie das Handwerk mit Steinen und Geleisen lernen », nannte Flück eine weitere, grosse Herausforderung.

Neben der Sicherung von Hangrutschen und Stützmauern sowie der Sanierung der Brücke Milibach, der hauptsächlich für die grosse Verwüstung gesorgt hatte, wurden auch alle Entwässerungsrinnen und Abläufe wieder instand gestellt. Ebenfalls wieder funktionstüchtig ist die Haltestelle Planalp. Gefahren werden kann in dieser Saison für Gäste trotzdem nicht mehr. Auch das Berghaus Rothorn Kulm bleibt geschlossen.

Jetzt Sicherung der Morgenweidbrücke

In den nächsten vier Wochen wird die Morgenweidbrücke gesichert. «Wenn wir das haben, ist die Saison 2025 gerettet», so Flück

Quelle: Text Brienz Rothorn Bahn, 18. Oktober 2024

Unwetter bei Brienz am 12. August 2024: Auswirkungen
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Naturgefahrenereignisse 2024
Bergsturz am Piz Scerscen GR
Bergsturz am Piz Cengalo im Bergell/Bregaglia
Bergsturzgefahr bei Brienz/Brinzauls im Albulatal GR
Verheerende Murgänge in den Schweizer Alpen GR, TI, VS
Erdrutsch in Schwanden (Glarus)

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Bergsturz Ein Bergsturz ist eine Massenbewegung von Felsblöcken, Geröll und Schutt mit einem Volumen von über einer Million m3 Material, das entspricht dem Volumen von 1'000 bis 2'000 Einfamilienhäusern.
Felssturz Von einem Felssturz spricht man, wenn sich Felsblöcke, Geröll und Schutt mit einem Volumen von mehr als 100m3 und weniger einer Million m3 talwärts bewegen, das ist vergleichweise das Fassungsvermögen von 500 bis 600 Badewannen.
Blockschlag Blockschlag entsteht, wenn grössere Felsbrocken bzw. Felsblöcke niedergehen.
Steinschlag Ein Steinschlag ist ein Sturzprozess, bei welchem sich kleinere Mengen von Fels-, Schutt- und Steinmaterial, oft sogar nur einzelne Steine ins Tal stürzen. Grössere Steinschlagereignisse können u.a. Verkehrsverbindungen und Wanderwege kurzzeitig blockieren.
Murgang oder Rüfe Murgänge sind eine Mischung aus Hochwasser, Erdrutsch und Felssturz. Murgänge oder Rüfen sind «Gerölllawinen».
Hangrutsch Von einer Hangrutschung spricht man, wenn festes Material wie Fels und Gestein auf einer festen Unterlage talwärts gleitet. Das kann ein jahrhundertelanger Prozess sein, kann aber auch spontan und schnell ablaufen
Quelle: WSL

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